Episodios

  • 7. Neurodivergenz - Wieso ich meine Psychotherapie selbst in die Hand nehme
    Feb 3 2026

    Hinweis: Diese Folge spiegelt meine persönlichen Erfahrungen und Schlussfolgerungen wider. Sie ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Wenn du akut in einer Krise bist, hol dir bitte sofort Hilfe (Notruf 112 oder TelefonSeelsorge 116 123 in Deutschland).

    In dieser Folge sage ich klar, warum ich meine Traumaverarbeitung und meine psychische Stabilisierung heute weitgehend auf eigene Faust mache. Ich habe in meinem Leben mit vielen Therapeut:innen gesprochen – und ich habe dabei nicht nur erlebt, wie viel Kraft das kosten kann, sondern auch, wie gefährlich es werden kann, wenn man mit echten Warnsignalen nicht ernst genommen wird. Ich erzähle, warum mein Vertrauen in klassische Settings dadurch massiv beschädigt ist und weshalb ich mir nicht nochmal leisten will, dass meine Wahrnehmung relativiert oder weg erklärt wird.

    Ich spreche außerdem darüber, was es für mich heißt, neurodivergent zu sein – Masking, Reizoffenheit, Dissoziation, diese dauerhafte innere Anspannung – und warum ich erst jetzt wirklich begreife, was das in meinem Leben die ganze Zeit bedeutet hat. Ich beschreibe konkret, wie sich dieses Muster im Alltag zeigt: draußen unter Menschen, in Arztgesprächen, bei sozialem Druck, sogar beim Schach. Und warum es für mich so ein Wendepunkt ist, das nicht mehr als einzelne Probleme zu sehen, sondern als ein durchgehendes Muster, das plötzlich alles erklärt.

    Und ich erkläre, warum ich stattdessen auf einen anderen Weg setze: Schreiben, Podcast, Recherche und Selbstbeobachtung über Zeit – und KI als Werkzeug, um mich informieren und reflektieren zu können, ohne mich jedes Mal in triggernde Systeme begeben zu müssen. Der Maßstab ist für mich nicht Theorie, sondern Veränderung: mehr Grundruhe, mehr Klarheit, bessere Konzentration – und das Gefühl, meine Vergangenheit endlich verstehen zu können.

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    15 m
  • 6. Kontrollverlust an Feiertagen – Trigger, Erinnerungen und was das mit mir macht
    Dec 29 2025

    Feiertage können Dinge hochziehen, die lange ruhig waren: Erinnerungen, Körperreaktionen, Kontrollverlust.
    In dieser Folge spreche ich darüber, wie sich die Feiertage für mich angefühlt haben – im Kontext von Krankheit, medizinischer Erfahrung und psychischer Belastung – und warum bestimmte Tage mein Nervensystem stärker triggern als andere.

    Es geht nicht um Lösungen oder Anleitungen.
    Sondern um Einordnung, Selbstbeobachtung und das Aussprechen eines Zustands: ausgeliefert sein, sich verlieren – und trotzdem bei sich bleiben zu wollen.

    Eine persönliche Folge, ohne Kitsch, ohne Rezepte.

    Hinweis: persönliche Erfahrung und subjektive psychologische Einordnung. Keine medizinische oder therapeutische Anleitung.

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    9 m
  • 5. Wie prägt frühe Dissoziation spätere Stressreaktionen?
    Nov 24 2025

    ⚠️ Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Krebs, Traumata, Dissoziation und starke Stressreaktionen.

    In dieser Folge spreche ich über meine frühen Dissoziationserfahrungen und wie sie sich bis in meine Krebstherapien hinein fortgesetzt haben. Ich erkläre, warum mein Nervensystem schon in der Kindheit überfordert war, wie Tagträume zu einer psychischen Überlebensstrategie wurden und weshalb soziale Situationen für mich bis heute eine massive Reizüberflutung darstellen.

    Außerdem geht es um den Freeze-Modus: den moment, in dem der Körper komplett herunterfährt, weil der Sympathikus nicht mehr kann und der Parasympathikus übernimmt. Ich zeige, wie Medikamente, Chemotherapie und hormonelle Veränderungen diesen Zustand verstärken – und warum das nichts mit „Schwäche“ zu tun hat, sondern mit einem überlasteten System, das sich schützen will.

    Eine Folge über Kindheit, Trauma, Neurobiologie und den Versuch, sich seine Realität zurückzuerobern.

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    23 m
  • 4. Wie ich mich mit KI selbst verstanden habe
    Nov 11 2025

    Triggerhinweis: Persönliche Krisenerfahrung, Krankheit, psychische Belastung, Frustration.

    In dieser Folge zeige ich, wie ich begonnen habe, KI zu nutzen, um meine Psyche besser zu verstehen. Ich schildere ChatGPT noch einmal mein erstes Aha-Erlebnis nach meiner Krebsbehandlung – diesmal so, als würde ich es direkt in diesen Moment hinein erklären. Die Antwort der KI ist vollständig in der Folge zu hören.

    Genau so bin ich damals überhaupt erst auf den Gedanken gekommen, dass das, was ich erlebe, etwas mit Dissoziation zu tun haben könnte. Nicht als großes Theorie-Thema der Folge, sondern als Begriff, der plötzlich zu meinem Erleben gepasst hat.

    Diese Folge ist kein Lehrbuch und keine fertige Erklärung, sondern ein Beispiel dafür, wie KI mir geholfen hat, anders auf meine Psyche zu schauen und mein eigenes Erleben besser einzuordnen.

    Hinweis: Diese Folge ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung.

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    18 m
  • 3. Sertralin zum schreiben
    Oct 19 2025

    In dieser Folge erzähle ich, wie Sertralin mir geholfen hat, traumatische Erinnerungen überhaupt wieder in mein Bewusstsein zu lassen – und warum genau das der Wendepunkt war, um schreiben, fühlen und verarbeiten zu können.
    Ich spreche darüber, was im Gehirn passiert, wenn Serotonin, Dopamin und Noradrenalin wieder ins Gleichgewicht kommen, und wie dadurch Konzentration, Klarheit und sogar Schach plötzlich leichter wurden.
    Entscheidend: Erst durch Sertralin konnte ich meine Krebsvergangenheit überhaupt aufschreiben – Szene für Szene, Gefühl für Gefühl. Dieses strukturierte Schreiben wurde für mich zum eigentlichen Heilungsweg: Erinnerungen ordnen, Trigger entschärfen, Bedeutung finden.
    Ich erwähne in dieser Folge auch Elvanse, das ich früher einmal verschrieben bekam. Wichtig: Elvanse verursacht selbstverständlich keinen Krebs – es ging mir nur um das subjektive Gefühl, dass meine damalige Überstimulation mit meiner späteren Diagnose verknüpft war.
    Nach Therapien wie dem Matrix-Protokoll und einer CAR-T-Zellbehandlung war mein zentrales Nervensystem stark belastet. Sertralin war für mich kein einfacher Ausweg, sondern ein Werkzeug, um meinem Gehirn die Chance zu geben, sich zu regenerieren – damit ich überhaupt wieder denken, schreiben und fühlen konnte.

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    20 m
  • 2. Das erste Aha-Erlebnis: Als mein inneres Kind die Kontrolle übernahm
    Oct 8 2025

    Ich hatte nie meditiert.
    Ich dachte immer, meine ständige Selbstbeobachtung – aus Angst vor einem Rezidiv – wäre Achtsamkeit.
    War sie aber nicht.

    In dieser Folge erzähle ich von meinem ersten echten Aha-Erlebnis – einem Moment, in dem sich etwas in mir verschoben hat.
    Ich liege auf dem Teppich, will eigentlich nur meinen Rücken entspannen, und lande mitten in einer Erinnerung, die sich plötzlich in Bewegung setzt.

    Auf einmal erlebe ich mich doppelt – als Kind und als Erwachsener – und begreife, dass ich jahrelang aus der falschen Perspektive gelebt habe.

    Es geht um Traumaverarbeitung, Körpererinnerung und das Zwerchfell als Speicherort von Stress – und darum, wie sich Heilung anfühlt, wenn sie wirklich im Körper ankommt.

    Am Ende wird klar, dass Sertralin – ein SSRI – den Boden dafür bereitet hat.
    Aber das ist eine andere Geschichte.
    Die erzähle ich beim nächsten Mal.

    Hirnbruch. Erkenntnisse aus dem Kollaps.

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    16 m
  • 1. Ein unerwartetes Intro - AHA!?
    Sep 20 2025

    Nach drei Monaten Pause starte ich neu: Aus Antikörper für die Psyche wird Hirnbruch – Erkenntnisse aus dem Kollaps. In diesem unerwarteten Intro erzähle ich, warum sich nicht nur der Titel, sondern auch das Format geändert hat. Ich spreche darüber, wie es sich anfühlt, mit 30 und 31 zweimal Krebs zu bekommen, warum mein 35. Geburtstag ein Wendepunkt war und wie mein Podcast mir geholfen hat, traumatische Erinnerungen zu verarbeiten. Außerdem erzähle ich von meinen Aha-Momenten – wenn sich das Zwerchfell plötzlich löst, die Atmung frei wird und sich meine Konzentration und mein freier Wille spürbar verändern. Das ist der Startschuss für Hirnbruch – und für eine Reise, die gerade erst beginnt.

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    13 m
  • S2F4 - Neurobiologischer Alarm: Warum die Psyche ausrastet
    Jun 19 2025

    Blanke Panik, leerer Kopf, Dauer­grübeln – alles nur meine Schuld?
    In dieser Folge erkläre ich, was wirklich in den ersten Sekunden, Stunden und Wochen nach einer Krebs­diagnose im Gehirn abgeht – von der Alarm­glocke Amygdala bis zum noch kaum erforschten ACC. Ich zerlege den Mythos „Du musst nur achtsam sein“ und zeige, wie Stress­hormone, gelähmter Prä­frontal­cortex und ein verkrampftes Zwerchfell dich ferngesteuert wirken lassen. Spoiler: Es ist Neurobiologie, kein Charakterfehler. Atme durch – und hör rein, warum Bauchatmung mehr als Esoterik ist.

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    11 m