Let's talk SCIENCE! Podcast Por Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel arte de portada

Let's talk SCIENCE!

Let's talk SCIENCE!

De: Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Escúchala gratis

Unser Podcast „Let‘s talk SCIENCE!“ beschäftigt sich mit Forschung und der Kommunikation darüber. Unsere Gäste sind Forschende, die ihre wissenschaftlichen Ergebnisse normalerweise auf der Bühne der Science Show mit der Öffentlichkeit teilen. Außerdem begrüßen wir Alumni des Zertifikatsprogramms Wissenschaftskommunikation des Graduiertenzentrums der CAU und darüber hinaus Expertinnen und Experten rund um das Thema Wissenschaftskommunikation, auch von außerhalb der Kieler Universität. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie teilen und diskutieren mit uns ihre Einblicke und Gedanken.Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Ciencia
Episodios
  • #46 Jannik Rank: Wissenschaft endet nicht mit dem Paper – sie beginnt im Austausch
    Feb 27 2026
    Wissenschaft findet nicht im luftleeren Raum statt. Sie wird öffentlich finanziert, gesellschaftlich diskutiert und politisch eingeordnet. Für Jannik Rank ist Wissenschaftskommunikation deshalb kein freiwilliges Zusatzprojekt neben der Promotion, sondern Teil wissenschaftlicher Verantwortung. In dieser zweiten Folge sprechen wir mit ihm darüber, wie sich sein Engagement für Wissenschaftskommunikation entwickelt hat – von frühen Erfahrungen bei Jugend forscht bis zur aktiven Teilnahme an Formaten wie der Science Show, „Wissenschaft in der Holtenauer“ oder Rent a Scientist. Dabei wird deutlich, dass es ihm nicht primär um Bühnenpräsenz geht, sondern um Dialog: um Situationen, in denen Fragen erlaubt sind, Unsicherheiten sichtbar werden und Wissenschaft als Prozess erfahrbar wird. Besonders wichtig ist ihm die Vermittlung wissenschaftlicher Methodik. Forschung produziert keine endgültigen Wahrheiten, sondern arbeitet mit Modellen, Wahrscheinlichkeiten und Fehlerbalken. Gerade in gesellschaftlichen Debatten – etwa rund um Klima oder Gesundheit – zeigt sich, wie erklärungsbedürftig diese Denkweise ist. Wissenschaftskommunikation bedeutet hier nicht nur, Ergebnisse zu „übersetzen“, sondern nachvollziehbar zu machen, wie Erkenntnis entsteht. Gleichzeitig sprechen wir über strukturelle Rahmenbedingungen: Wie viel Raum haben Promovierende für Wissenschaftskommunikation? Braucht es institutionelle Verankerung statt individueller Initiative? Und welche Rolle spielen geschützte Experimentierräume wie das Zertifikatsprogramm des Graduiertenzentrums, in denen neue Formate ausprobiert werden können – ohne Leistungsdruck, aber mit professionellem Feedback? Die Folge macht deutlich: Wissenschaftskommunikation ist keine Einbahnstraße. Sie schafft Transparenz, fördert Vertrauen und ermöglicht Austausch. Und sie verändert auch diejenigen, die kommunizieren – indem sie dazu auffordert, die eigene Forschung immer wieder neu zu durchdenken.
    Más Menos
    42 m
  • #45 Jannik Rank: Vom Labor zur Industrie: Mechanisches Verhaken statt Chemie – Promotion in den funkt. Nanomaterialien
    Feb 13 2026
    In dieser Folge von Let’s talk SCIENCE! nehmen wir euch mit an die Technische Fakultät – genauer gesagt in den Lehrstuhl für funktionale Nanomaterialien. Doktorand Jannik forscht an der elektrochemischen Oberflächenstrukturierung von Metallbändern und Drähten. Ziel seiner Promotion ist es, eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen, chemisch aggressiven Haftvermittlern zu entwickeln. Statt auf chemische Bindungen setzt das Team auf ein mechanisches Prinzip: Durch gezielte elektrochemische Ätzprozesse entstehen mikrostrukturierte Oberflächen, die Kunststoffe formschlüssig „verhaken“ – vergleichbar mit einem dreidimensionalen Puzzle. Der Clou: Das Verfahren soll nicht nur im Labormaßstab funktionieren, sondern industriell skalierbar sein. Von zehn Zentimetern Draht im Labor bis zu zwei Kilometern Edelstahlband in einer kontinuierlichen Anlage – Janniks Promotionsprojekt ist eng mit einem Industriepartner verknüpft und zeigt beispielhaft, wie wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn und technologische Anwendung ineinandergreifen. Wir sprechen über: • den Weg in die Promotion über Hiwi-Tätigkeit und Masterarbeit, • Forschung zwischen Labor, Anlagenbau und industriellem Upscaling, • Nachhaltigkeit durch elektrochemische Verfahren, • wissenschaftliche Denkweisen im Umgang mit „Nicht-Erfolgen“, • Patente, Publikationspraxis und NDA-Herausforderungen in Industrieprojekten, • Konferenzen zwischen Rostock, Seattle und Prag, • sowie die Frage, wie viel Freiheit in industrienaher Forschung steckt. Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie eng Grundlagenforschung, technologische Entwicklung und Nachhaltigkeitsfragen miteinander verbunden sind – und warum es manchmal gerade dann spannend wird, wenn etwas nicht funktioniert.
    Más Menos
    50 m
  • #44 Ulf Evert & Mirco Bergerhof: Gemeinsam denken, gemeinsam sprechen: Wissenschaftskommunikation in Europa
    Dec 19 2025
    In der letzten Folge von Let’s talk SCIENCE! in diesem Jahr blicken wir gemeinsam zurück – und zugleich nach vorn. Im Weihnachtsspecial sprechen wir mit Ulf Evert und Mirco Bergerhof vom Graduiertenzentrum der Universität Kiel über Wissenschaftskommunikation, europäische Zusammenarbeit und die Frage, welche Rolle Wissenschaft heute für Gesellschaft und Demokratie spielt. Im Mittelpunkt steht die European University of the Seas (SEA-EU) – ein europäisches Universitätsbündnis, das Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation über Ländergrenzen hinweg neu denkt. Ulf und Mirco geben Einblicke in ihre Arbeit in der Expert Group Science Communication: von gemeinsamen Leitlinien für gute Wissenschaftskommunikation über internationale Science-Shows bis hin zu Netzwerken, die Nachwuchswissenschaftler*innen langfristig stärken. Die Folge ist zugleich eine Einladung zum Nachdenken: Was verstehen wir eigentlich unter Wissenschaftskommunikation? Wo beginnt sie – und für wen? Wir sprechen über interne und externe Kommunikation, über Dialog statt Einbahnstraße, über Social Media, Fake News und die Verantwortung von Wissenschaft in einer zunehmend komplexen Informationslandschaft. Persönlich wird es, wenn Ulf und Mirco von Momenten erzählen, die sie besonders geprägt haben: von Reflexionsgesprächen mit Doktorand*innen, von wachsendem Selbstvertrauen, von Safe Spaces und davon, wie Kommunikation nicht nur Forschung sichtbar macht, sondern Menschen stärkt. Eine ruhige, nachdenkliche Jahresabschlussfolge über Austausch, Haltung und den Wert von Wissenschaftskommunikation – gerade in Zeiten des Wandels.
    Más Menos
    1 h
Todavía no hay opiniones