Episodios

  • Inkognito
    Jan 17 2026
    Die Story "Inkognito" (1928) von Luise Robert startet auf der süssen Seite: der Himmel ist blau, das Eis blitzblank wie Fensterglas, der Baron ein wahrer Edelmann und die auf Kufen herumkurvende Prinzessin ein einziger Traum. Dann aber... man ahnt es schon... ich greife bei der Beschreibung für das was dann passiert, immer gern zur Metapher "Tapete die sich von der Wand löst und graues Mauerwerk preisgibt". In der zweiten Abteilung setzt der Podcaster auf eigene Kreativkraft: "Stelldichein in den Bergen" kann man problemlos in die Kategorie "Spottgedicht" einordnen.
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    18 m
  • Die ältesten Dokumente des Tierschutzes
    Jan 10 2026
    Der Zeitrisse-Podcast auf Reisen: im Mittelpunkt der Episode "Die ältesten Dokumente des Tierschutzes" (aus der Sonntagszeitung "Schwizerhüsli", 1911) steht Ceylon (heute Sri Lanka), respektive die alte Sage von König Devanampiya Tissa und Mönch Mahinda, der einst aus Indien den Buddhismus auf die Insel gebracht hatte. Zur titelgebenden Story gesellt sich ein Auszug aus dem Buch "Reise einer Schweizerin um die Welt" (1903) von Cäcilie von Rodt, die Bernerin besuchte Ceylon zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
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    17 m
  • Emil Beurmann, Basel
    Jan 3 2026
    Weil er auf seinen Bildern Damen in "teilweise mangelhafter Bekleidung" abbildete, bekam der Maler und Schriftsteller Emil Beurmann (gemäss eigener Aussage) in seiner Heimatstadt Basel einen "recht schlechten Ruf". Eine Vermutung: der Künstler ist nicht nur wegen seiner Vorliebe für Aktmalerei von "ehrbaren Bürgern" verurteilt worden, es könnten durchaus auch seine provokanten Gedichte gewesen sein. Nun denn, der Artikel "Emil Beurmann, Basel" von Paul Schaffner (aus "die Schweiz", 1920) wurde in dieser Zeitrisse-Episode mit den beurmannschen Dichtungen "Matterhornbahn" und "Tellsplatte" kombiniert.
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    18 m
  • Ein Besuch bei Hodler
    Dec 27 2025
    In dieser Zeitrisse-Episode: Dr. Albert Hablützel (1865-1940), zu Lebzeiten weitherum bekannter und geschätzter Redaktor des "Neuen Winterthurer Tagblattes", mit einem begeisternden Bericht vom Besuch des Genfer Ateliers von Ferdinand Hodler (1853-1918). Hablützel integrierte übrigens in seinem Aufsatz gleich noch den ihn begleitenden Winterthurer Maler Hans Schoellhorn (1892-1982, Sohn von Fritz Schoellhorn, Direktor der Winterthurer Brauerei Haldengut), von ihm stammt die Skizze links unten auf dem Podcast-Cover, gleich neben seinem Bild "Zur Fabrik" ("L'Usine"). Ferdinand Hodler, der anno 1900 mit der Auftragsarbeit "Rückzug von Marignano" (Landesmuseum Zürich) für hitzige Diskussionen sorgte, war bei Hablützels Besuch mit der "Schlacht von Murten" beschäftigt, das Motiv hätte das bestehende dreiteilige Fresko im Landesmuseum ergänzen sollen, infolge seines Todes im Frühjahr 1918, kam es aber nicht mehr dazu. Der abschliessende, flammende Nachruf auf den grossen Künstler stammt ebenfalls aus "Die Schweiz - Schweizerische illustrierte Zeitschrift".
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    21 m
  • Was sollen wir unsern Dienstboten schenken?
    Dec 20 2025
    Kleines Geschenk, grosses Geschenk? Darf es etwas kosten oder eher nicht? Was passt, was nicht? Tja, die vor 130 Jahren in "Schweizerisches Familienblatt" von Marie H. gestellte Frage ist noch immer aktuell. Auch wenn es heutzutage vielleicht nicht mehr unbedingt um Dienstboten geht, die Grundsätze und Überlegungen zum Thema des Schenkens sind noch immer die gleichen.
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    17 m
  • Lisa Wenger-Ruutz: Der Esel des St. Nikolaus
    Dec 13 2025
    Märchen sind längst nicht nur für Kinder, thematisch sprechen sie oft auch Erwachsene an. In "Der Esel des St. Nikolaus" (1905) aus der Feder der Schweizer Schriftstellerin Lisa Wenger-Ruutz (1858-1941), lässt sich zwischen den Zeilen durchaus auch sozialistisches Gedankengut heraushören, oder wie lässt es sich sonst erklären, dass der Esel in den Streik tritt und die Frage nach fairen Arbeitsbedingungen und besserem Lohn auftaucht?
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    19 m
  • Eine Woche
    Dec 6 2025
    Die Kurzgeschichte "Eine Woche" von Charles Lewis kommt im Gewand von Tagebucheinträgen daher: wir begleiten Mitte der 1920er einen namenlosen und eigentlich recht biederen Protagonisten durch das mondäne New York. So weit so gut, allerdings verursacht der Hauptdarsteller einen Vorfall, der Fragen der sittlichen und gesellschaftlichen Verhaltensregeln aufwirft. Doch was ist richtig, was ist falsch? Wer fühlt sich zum Richter oder zur Richterin berufen und möchte über das Vorkommnis urteilen? Die vertonte Story entstammt der Zeitschrift «Zürcher Illustrierte», Heft 22, 1927.
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    20 m
  • Hermann Hesse: Die Stadt
    Nov 29 2025
    Den "Jungen" ist vielleicht der deutsch-schweizerische Schriftsteller Hermann Hesse nicht mehr geläufig, manchen "Alten" hingegen schon, die hatten seinen "Steppenwolf" und "Siddhartha" sicher auch so begeistert verschlungen wie ich. Hesses hier vertonte Kurzgeschichte "Die Stadt" von 1910 ist gleichermassen Parabel, Zukunftsvision, Erzählung oder gemäss Bezeichnung der 1916 in "Die Schweiz - Schweizerische illustrierte Zeitschrift" abgedruckten Textversion, eine Skizze. Die Umsetzung erfolgte in bewährter Zeitrisse-Manier, das Geräuscheffekt-Pendel (SFX) schwingt einmal mehr hin und her und Gitarrist "Robin The Seaman" greift in die Saiten seiner Gibson Les Paul Junior.
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    20 m