Episodios

  • Folge #182, Janine Schumann und Susanne Marohn, Campaigns & Brand Solutions der Sparkassen Finanzgruppe
    Apr 14 2026
    Thema: Welches Agenturmodell brauchen Marketiers? „Wir müssen weg von Projekten und hin zu echter Co-Autorenschaft in der Markenführung.“ Was Janine Schumann und Susanne Marohn, beide verantwortlich für Campaigns and Brand Solutions im Newsroom der Sparkassen-Finanzgruppe, damit beschreiben, ist ein grundlegender Wandel in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen. In einem zunehmend fragmentierten Marketingumfeld reicht es nicht mehr, Kampagnen zu steuern. Es geht darum, Marke ganzheitlich zu führen und dauerhaft wirksam zu machen. In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Janine und Susanne darüber, wie sich ihre Marketingorganisation genau in diese Richtung verändert. Im Zentrum steht der Abschied von der klassischen Kampagnenlogik hin zu einem integrierten Ansatz, der Marke als durchgängiges System denkt, über alle Kanäle, Zielgruppen und Ebenen hinweg. Dabei verändern sich nicht nur Prozesse, sondern auch Rollen. Auf Kundenseite entstehen neue Verantwortlichkeiten, die stärker orchestrieren, integrieren und priorisieren müssen. Gleichzeitig verschiebt sich auch die Erwartung an Agenturen: weg vom Dienstleister, hin zum echten Sparringspartner, der strategisch mitdenkt, kulturelle Entwicklungen einordnet und Marke langfristig mitprägt. Ein zentrales Prinzip dabei ist Co-Autorenschaft. Briefings sind nur noch der Ausgangspunkt, danach beginnt ein kontinuierlicher Klärungsprozess, in dem Kundinnen, Kunden und Agenturen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Auch das Agentur-Setup wird dadurch flexibler, spezialisierter und anspruchsvoller. Führung, Vertrauen und Transparenz werden zu entscheidenden Faktoren der Zusammenarbeit.
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    54 m
  • #181, Andreas Weber, Co-Founder & CEO von Stan Hema
    Apr 7 2026
    Thema: Warum Selbstorganisation oft zu viel will. „Selbstorganisation ist keine Selbstverwirklichung.“ Was Andreas Weber, Mitgründer und Geschäftsführer der Berliner Markenagentur Stan Hema, damit beschreibt, ist die Realität hinter einem Modell, das in vielen Agenturen lange als Heilsversprechen galt: flachere Hierarchien, mehr Eigenverantwortung, bessere Zusammenarbeit. Doch der Weg dorthin ist deutlich komplexer, als es oft klingt. In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Andreas darüber, warum sich seine Agentur bereits 2017 bewusst für Selbstorganisation entschieden hat und was seitdem passiert ist. Ausgangspunkt waren der Wunsch nach mehr Zukunftsfähigkeit, mehr Effektivität und einer spürbaren Entlastung der Führung. Die Hoffnung: klarere Rollen, bessere Entscheidungen und mehr Verantwortung im Team. Im Gespräch wird schnell deutlich, wie groß die Lücke zwischen Ideal und Realität sein kann. Neue Strukturen bringen nicht automatisch Klarheit, sondern oft erst einmal mehr Abstimmung, mehr Komplexität und eine intensive Beschäftigung mit sich selbst. Andreas beschreibt offen, wie schnell Selbstorganisation zur Überforderung werden kann, für Teams genauso wie für die Führung. Ein zentrales Learning ist, dass Selbstorganisation Führung nicht ersetzt, sondern anspruchsvoller macht. Es braucht Klarheit, Entscheidungen und die Fähigkeit, Spannungen auszuhalten, statt sie weichzuzeichnen. Heute arbeitet Stan Hema weiterhin selbstorganisiert, aber deutlich pragmatischer: weniger Konstruktion, mehr Fokus, mehr Raum für gute Arbeit. Warum Selbstorganisation kein Kuschelkurs und kein Allheilmittel ist, sondern ein System, das realistisch gedacht und konsequent geführt werden muss.
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    49 m
  • #180, Franziska von Lewinski, Managing Partner bei Observatory.
    Mar 31 2026
    Thema: Wie wird im AI-Century gepitched? „Heute geht es im Pitch nicht nur um Kreation, sondern um das richtige Zusammenspiel von Setup, Steuerung und Kompetenz.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Franziska von Lewinski, Managing Partner bei Observatory, über eine Frage, die in der Agenturwelt gerade noch einmal neu verhandelt wird: Wie wird im AI-Century eigentlich gepitcht? Franziska beschreibt, wie stark sich die Anforderungen auf Kundenseite verschärft haben. Marketing-Verantwortliche müssen mehr integrieren, mehr steuern und zugleich mit begrenzten Ressourcen auskommen. Genau daraus entsteht ein wachsender Druck auf Agenturmodelle, Pitch-Setups und Zusammenarbeit. Im Gespräch geht es darum, warum integrierte Lösungen heute deutlich stärker gefragt sind als noch vor wenigen Jahren, weshalb Bietergemeinschaften an Relevanz gewinnen und warum klassische Rollen wie die der Lead-Agentur neu bewertet werden müssen. Ein zentraler Punkt ist die Frage, was in Pitches heute überhaupt noch funktioniert und was nicht mehr. Franziska macht deutlich, dass gute Pitch-Prozesse kompakt, transparent und präzise sein müssen, mit klaren Kriterien, möglichst wenig Bietern und Aufgaben, die echte Aussagekraft haben, ohne unnötig Ressourcen zu verbrennen. Gleichzeitig zeigt sie, wie wichtig es geworden ist, nicht nur kreative Exzellenz zu beweisen, sondern auch tiefes Verständnis für das Geschäftsmodell der Kunden mitzubringen und daraus tragfähige Lösungen abzuleiten. Auch KI spielt dabei eine neue, sehr konkrete Rolle. Nicht mehr als Buzzword, sondern als echter Differenzierungsfaktor im Pitch. Entscheidend ist aus Franziskas Sicht längst nicht mehr, ob Agenturen KI einsetzen, sondern wie gut sie zeigen können, welchen Mehrwert sie damit für Geschwindigkeit, Qualität und Wirkung auf Kundenseite schaffen. Genau darin liegt ein Teil der neuen Wettbewerbslogik.
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    48 m
  • #179, Michael Schillinger, CEO von Apollo18 und Apollo GG und Managing Director Sports and Gaming der fischerAppelt AG.
    Mar 24 2026
    #179, Michael Schillinger, CEO von Apollo18 und Apollo GG und Managing Director Sports and Gaming der fischerAppelt AG. Thema: Wem gehört die Zukunft des Sportmarketings? „Sportmarketing ist die Disziplin, die Marken glaubwürdig in Kulturen und Communities hineinführt.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Michael Schillinger, CEO von Apollo18 und Apollo GG und Managing Director Sports and Gaming der fischerAppelt AG, über eine Frage, die im Sportmarketing gerade immer relevanter wird: Wem gehört eigentlich die Zukunft dieses Marktes? Michael gibt Einblicke in den Aufbau von Apollo18, von der Gründung im Wohnzimmer bis hin zur internationalen Sportmarketingagentur mit Anbindung an ein großes Agenturnetzwerk. Er beschreibt, warum gerade diese Verbindung aus unternehmerischer Spezialisierung und strukturellem Zugang zu größeren Kunden entscheidend ist, um Sportmarketing weiterzuentwickeln und sichtbarer zu machen. Im Gespräch wird deutlich, warum Sportmarketing heute deutlich mehr ist als klassische Sponsoring-Logik. Es geht um kulturelles Verständnis, um Nähe zu Fans und um die Fähigkeit, Marken glaubwürdig in bestehende Sportökosysteme zu integrieren. Denn wer die Codes nicht versteht, läuft schnell Gefahr, als austauschbar oder opportunistisch wahrgenommen zu werden. Ein zentraler Punkt ist die zunehmende Komplexität des Marktes. Neue Ligen, Plattformen und Formate verändern die Spielregeln grundlegend. Sport verschmilzt immer stärker mit Entertainment, Influencer übernehmen Distributionsrollen und schaffen eigene Ökosysteme, die klassische Strukturen herausfordern. Für Marken entstehen dadurch neue Chancen, aber auch neue Anforderungen an Strategie, Kreation und Umsetzung. Michael zeigt auf, warum Sportmarketing ein hochspezialisiertes Feld ist, das tiefes Verständnis für Business, Kultur und Community erfordert und warum gerade darin eine große Wachstumschance für Agenturen liegt.
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    47 m
  • Folge #178, Dörte Spengler-Ahrens, Non-Executive Chairwoman bei Jung von Matt
    Mar 17 2026
    Folge #178, Dörte Spengler-Ahrens, Non-Executive Chairwoman bei Jung von Matt. Thema: Kreative Exzellenz in Zeiten von AI „Kreative denken mit dem Herzen. Genau darin liegt ihre Stärke, gerade in Zeiten von KI.“ Was Dörte Spengler-Ahrens, Non-Executive Chairwoman bei Jung von Matt, damit beschreibt, ist der eigentliche Kern der Debatte um Kreativität in Zeiten von KI. Denn je perfekter Bilder, Filme und Stimmungen erzeugt werden können, desto wichtiger wird die Frage, was davon wirklich berührt. Für Dörte liegt genau dort der Unterschied zwischen technologischem Spektakel und kreativer Relevanz. In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Dörte darüber, was sich in den letzten zwei Jahren für Kreative tatsächlich verändert hat und was vor allem Lautstärke ist. Es geht um KI als „fleißigsten Praktikanten der Welt“, um neue Freiheiten in der Entwurfsphase und um die Gefahr, dass perfekte Politur plötzlich wichtiger wirkt als die Idee selbst. Ein zentrales Thema ist der Einfluss von KI auf kreative Skills. Dörte macht deutlich, warum Kreative heute beides brauchen: den Mut zum Träumen und die Fähigkeit, neue Tools souverän für sich zu nutzen. Oder anders gesagt: Wenn die KI denkt, muss der Mensch fühlen, überraschen und das Unerwartete schaffen können. Auch der Blick auf Award Shows spielt eine Rolle. Dörte spricht darüber, warum KI-Arbeiten im Moment oft noch an ihrer eigenen Perfektion scheitern, weshalb gesonderte Kategorien aktuell sinnvoll sein können und wo sich echte künstlerische Qualität bereits zeigt – vor allem dort, wo KI nicht alte Logiken imitiert, sondern neue Ausdrucksformen ermöglicht.
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    48 m
  • Folge #177, Martha Rzeppa, Chief Disruption Officer, TBWA Germany
    Mar 10 2026
    Folge #177, Martha Rzeppa, Chief Disruption Officer, TBWA Germany. Thema: Wie wir Agenturalltag neu denken. „Manchmal hilft es, das eigene Ego zurückzustellen und zu sagen: Ich weiß nicht alles, lasst uns gemeinsam draufschauen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Martha Rzeppa, Chief Disruption Officer bei TBWA Germany, über eine Frage, die gerade viele umtreibt: Wie sieht ein Agenturalltag aus, der wieder besser funktioniert, für Kundinnen und Kunden genauso wie für Teams? Martha schaut dabei bewusst auf das, was im Alltag wirklich entscheidet. Kleine Veränderungen, die Strukturen lockern, Verantwortung klarer und Zusammenarbeit spürbar einfacher machen. Es geht um Routinen, die zu eng geworden sind, um Silos, die Tempo rausnehmen, und um die Kunst, Dinge auszuprobieren, ohne sofort ein fertiges Zielbild zu brauchen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Beratung. Martha erklärt, warum sie in Deutschland an Einfluss verloren hat, was das mit fehlendem Raum, fehlender Wertschätzung und falschen Erwartungen zu tun hat, und wie man den Weg zurückfindet: mit Haltung, mit proaktivem Denken, mit klarer Kommunikation – auch über Geld – und mit einer Feedbackkultur, die Probleme früh anspricht, statt sie auszusitzen. Auch der Blick auf Organisation und Kultur ist zentral. Martha beschreibt, warum Wandel nicht in einem Extra-Team stattfinden kann, sondern im Kern der Agentur verankert sein muss, in Arbeitsweisen, Entscheidungswegen und im Miteinander. Am Ende geht es um ein Setup, das wieder Raum schafft für gute Arbeit, klare Verantwortung und echte Weiterentwicklung.
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    47 m
  • Folge #176, Kevin Tiedgen & Markus Frank, Gründer von Tied and Frank
    Mar 3 2026
    Folge #176, Kevin Tiedgen & Markus Frank, Gründer von Tied and Frank. Thema: Wie beweisen wir Wirksamkeit im Marketing? „Das bisherige System ist radikal infrage gestellt. Marketing ist relevanter denn je. Aber wie wir es tun, das muss neu beantwortet werden.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Kevin Tiedgen und Markus Frank, den Gründern von Tied and Frank, über eine Frage, die im Marketing gerade alles entscheidet: Wie beweisen wir Wirksamkeit, damit Marketing vom Kostenfaktor zum Wachstumstreiber wird? Im Gespräch geht es darum, warum fragmentierte Kanäle, fehlende Orchestrierung und zu viel operative Reibung nicht nur teuer sind, sondern Wirkung schwer steuerbar machen. Kevin und Markus zeigen, wie Marketing wieder in Business-Logik übersetzt werden kann: mit klaren Zielbildern, messbaren Effekten und einer Steuerung, die Investitionen nachvollziehbar und damit verteidigbar macht. Ein zweiter Schwerpunkt ist Effizienz durch Ordnung im System. Weniger Tools, weniger Reibung, weniger Shadow Work, dafür Workflows, Daten und Verantwortlichkeiten, die zusammenlaufen. So sinken Kosten, Prozesse werden schneller und die Qualität steigt. Daraus entsteht ein neues Modell: ein technologisch orchestriertes Ökosystem aus Spezialistinnen und Spezialisten, das Exzellenz absichert, statt alles intern zu überladen, und Marketing endlich so aufstellt, dass Wirkung sichtbar wird.
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    54 m
  • #175, Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song
    Feb 24 2026
    Folge #175, Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song. Thema: Die neuen Kreativen „Ich glaube, Mindset wird wieder viel wichtiger, und das finde ich großartig. Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Skillsets ist gerade ungefähr wie bei einer Tüte Milch. Morgen kommt das nächste Tool, übermorgen machen wir wieder was anderes. Dieser Turnaround ist so schnell, dass am Ende das Mindset entscheidet.“ Was Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song, damit beschreibt, ist eine grundlegende Verschiebung im Selbstverständnis kreativer Arbeit. Wenn Tools und Produktionsmöglichkeiten immer zugänglicher werden und sich Skills im Wochentakt überholen, reicht es nicht mehr, „nur“ kreativ zu sein. Entscheidend wird, wer einordnet, kuratiert und Wirkung herstellt, für Marken, für Teams und für die Kultur, in der kreative Arbeit entsteht. In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Thomas über neue kreative Rollen und darüber, wie sie sich gerade neu sortieren. Es geht um Creative Consultants, die zwischen Business, Technologie und Marke vermitteln, um Inventors, die Ideen erfinden und ihre Stärke mit KI gezielt multiplizieren, und um Tastemakers, die nicht einzelne Assets auswählen, sondern die holistische Stimme einer Marke kuratieren und ihr Richtung geben. Im Zentrum steht die Frage, warum es heute nicht mehr reicht, allein auf handwerkliche Exzellenz zu setzen. Warum Mindset wichtiger wird als Skillset und weshalb kreative Führung bedeutet, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen unterschiedliche Profile wirken und sich weiterentwickeln können. Ein zentrales Thema ist dabei die Rolle von KI. Thomas beschreibt sie als Output-Demokratisierung und warnt zugleich vor dem Shortcut-Denken. Entscheidend ist nicht, ob Technologie genutzt wird, sondern wie bewusst. Responsible AI, kritisches Denken und eine lebendige Feedbackkultur werden zu zentralen Faktoren für kreative Exzellenz.
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    53 m