Episodios

  • #24 – Der „Boulevard of Broken Dreams“ – Tunesien 15 Jahre nach dem Arabischen Frühling
    Mar 24 2026

    Im Januar 2026 jährt sich zum 15. Mal der Rücktritt des damaligen tunesischen Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali und damit die erste erfolgreiche Revolution einer größeren Welle, die als Arabischer Frühling in die Geschichte einging. Lange Zeit galt Tunesien als dessen große Erfolgsgeschichte – bis zum Präsidentencoup im Jahr 2021 durch Kais Saied. In dieser Folge von „Steil & Kahl“ blicken Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil auf die Entwicklung Tunesiens seit der Revolution zurück. Warum wurde das Land zunächst als Modellfall für erfolgreiche Demokratisierung in der arabischen Welt gesehen? Welche Faktoren haben zur autoritären Wende seit 2021 beigetragen – die Corona-Pandemie, der dschihadistische Terrorismus oder strukturelle Schwächen der jungen Demokratie? Während Saieds Regierung außenpolitisch auf Kooperation mit der Europäischen Union in der Migrationspolitik setzt, ist sie innenpolitisch mit erheblichen Problemen konfrontiert. Aber warum bleibt der gesellschaftliche Widerstand in Tunesien bislang begrenzt? Und könnte womöglich gerade Syrien eines Tages doch noch zu einer späten Erfolgsgeschichte des Arabischen Frühlings werden?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

    Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.

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    33 m
  • #23 – Totgesagte leben länger – die Zukunft der NATO
    Mar 10 2026

    Der NATO-Gipfel im Juni 2025 in Den Haag stand unter besonderer Spannung: Es war der erste Gipfel unter der zweiten Präsidentschaft Donald Trumps, begleitet von düsteren Prognosen im Vorfeld. Umso überraschender fiel die gemeinsame Abschlusserklärung aus, inklusive eines klaren Bekenntnisses Trumps zur NATO und zur Beistandsklausel nach Artikel 5. Wie ernst sind Trumps rhetorische Aufrüstung und Infragestellung der NATO noch zu nehmen? Hat sich das Bündnis als widerstandsfähiger erwiesen als viele erwartet hatten? In dieser Folge von „Steil & Kahl“ blicken Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil auf die zentralen Mechanismen der NATO und fragen, welche Rolle sie heute tatsächlich spielt. Während der Krieg in der Ukraine der Verteidigungsfunktion der NATO neues Leben eingehaucht hat, offenbart er zugleich die mangelnde militärische Handlungsfähigkeit Europas. Sind europäische Verteidigungskapazitäten realistisch und sehen wir ernsthafte kollektive Anstrengungen zur Sicherung der NATO-Ostflanke?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    33 m
  • #22 – Zeitenwände – Deutschlands Diskurs zum Russland-Ukraine-Krieg
    Feb 24 2026

    Deutschland strebt gute Beziehungen zu Russland an, ist jedoch mit seinem "Schmusekurs" gegenüber Putin vor 2022 an die Wand gefahren. Aber der Krieg in der Ukraine kann doch nicht ewig weitergehen und muss nicht dringend eine Lösung für den Konflikt her? Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr. Sören Keil beleuchten, wie die Sehnsucht nach der "guten alten Zeit" und einem Ausgleich mit Russland in der deutschen Politik bis heute nachwirkt. Grund zur Hoffnung geben die Anzeichen für einewirkliche Zeitenwende und dass Deutschland substanziell zu einer Verteidigung Europas beitragen möchte.

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur fürInternationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    28 m
  • #21 – Völkerrecht hat hitzefrei – Internationale Politik und Recht
    Feb 10 2026

    Korrektur: Bei Minute 02:45 hat sich ein Versprecher eingeschlichen. Die USA und Israel greifen nicht den Irak, sondern den Iran an.

    Immer wieder wird gefordert, dass Staaten die Normen und Werte des Völkerrechts einhalten müssen, und doch häufen sich die Verstöße. Ob Russland in der Ukraine, Israel im Gazastreifen und im Iran oder die USA mit Blick auf Venezuela und Grönland: Das Völkerrecht scheint im Sterben zu liegen. In dieser Folge von „Steil & Kahl“ ordnen Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl die Ursprünge und dieEntwicklung des Völkerrechts ein und fragen, was seinen aktuellen Zustand tatsächlich bestimmt. Sind es die Rechtsbrüche selbst oder vielmehr die Reaktionen der internationalen Staatengemeinschaft? Im Mittelpunkt stehenbesorgniserregende Trends: eine wachsende Zahl von Staaten, die Völkerrecht verletzen, es nur selektiv anwenden, Verstöße nicht mehr rechtfertigen, oder bloß Lippenbekenntnisse von sich geben, ohne jede Absicht, aktiv dem internationalen Recht Geltung zu verschaffen. Welche Folgen hat der Rückzug der USA für die internationale Ordnung? Wie konsequent tritt die Bundesregierung tatsächlich für das Völkerrecht ein? Was bedeutet es also, wenn selbst Staaten, die sich als Hüter der regelbasierten Ordnung verstehen, nur zögerlich auf Völkerrechtsbrüche reagieren?

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    37 m
  • #20 - Probleme aus der Hölle: Der Krieg im Sudan und das Schweigen der internationalen Gemeinschaft
    Jan 27 2026

    Zwölf Millionen Flüchtlinge, massenhafte Kriegsverbrechen und systematische Gewalt gegen Zivilisten, aber keiner greift ein? Die UNO beschreibt den Sudan als größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit. Doch über die Gräueltaten, Massenvertreibungen und sexualisierte Gewalt in dem nordostafrikanischen Staat schweigt die internationale Gemeinschaft. In der 17. Folge von „Steil & Kahl“ tauchen Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl in die Ursachen für die Konflikte im Sudan ein und diskutieren, welche Rolle Deutschland und die Europäische Union dabei spielen – und spielen könnten.

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    29 m
  • #19 – Frieden in Südostasien oder eher „Bungle in the Jungle“?
    Jan 13 2026

    Grenzkonflikte zwischen Thailand und Kambodscha, der anhaltende Bürgerkrieg in Myanmar und politische Instabilität in mehreren Ländern Südostasiens stellen die regionale Ordnung zunehmend infrage. Dabei galt die ASEAN, eine Regionalorganisation südostasiatischer Staaten, seit ihrer Gründung in den 1960er Jahren als Sicherheitsgemeinschaft, die zwischenstaatliche Kriege durch wirtschaftliche Verflechtung, offene Grenzen und vertrauensbildende Institutionen verhindern sollte. Tatsächlich ist es innerhalb der ASEAN bislang zu keinem offenen Krieg zwischen Mitgliedstaaten gekommen. Dennoch erweist sich der Frieden in der Region als fragil. In dieser Folge von „Steil & Kahl“ stellen Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl die Frage nach der Wirkungskraft der ASEAN und den Wegen zur Stabilisierung der Region. Welche Rolle spielen autoritäre Regime, divergierende nationale Interessen und der wachsende Einfluss Chinas in der Region? Warum ist es der ASEAN bislang nicht gelungen, beispielsweise den Bürgerkrieg in Myanmar zu beenden? Braucht es womöglich ein stärkeres Engagement des Westens, um die Gewaltkonflikte einzudämmen?

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    30 m
  • #18 – Jahresrückblick 2025: Die Ankündigungskaiser liefern nicht
    Dec 30 2025

    2025 war ein Jahr großer Versprechen – und ernüchternder Realitäten. In der letzten Folge des Jahres ziehen Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl in „Steil & Kahl“ Bilanz über ein politisches Jahr, das von Ankündigungen, Symbolpolitik und ausbleibenden Konsequenzen geprägt war. Sie sprechen über die größten Peinlichkeiten der Internationalen Politik, von Donald Trump bis zur deutschen Afghanistan-Politik, ebenso wie über die folgenreichsten Entwicklungen des Jahres – darunter die neue Sicherheitsstrategie der USA und der Krieg in Gaza. Welche Entscheidungen haben 2025 besonders geprägt, und wo blieb die Politik hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück? Neben diesen Zäsuren geht es auch um Lichtblicke: die europäische Reaktion auf den US-amerikanischen „Friedensplan“ für die Ukraine sowie die begrenzten Erfolge rechtsextremer Akteure. Wer kann in diesem Jahr als politische Gewinner und Verlierer gelten? Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorne auf die Herausforderungen und Hoffnungen, die das Jahr 2026 prägen. Können Wahlen in Myanmar, mögliche Schritte in Richtung Frieden in Gaza und eine stärker koordinierte internationale Politik Anlass für vorsichtigen Optimismus geben?

    Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich für Ihre treue Hörerschaft bedanken, wünschen Ihnen ein frohes Neues Jahr und freuen uns, wenn Sie auch 2026 wieder dabei sind bei „Steil & Kahl“.

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    31 m
  • #17 – Wann wird es endlich wieder Sommer? Optimismus und Pessimismus in der Internationalen Politik
    Dec 16 2025

    Die Welt scheint zunehmend aus den Fugen zu geraten: Donald Trump verunsichert die Staatengemeinschaft, autoritäre Mächte wie Russland und China verschieben das globale Machtgefüge, Handelskriege und Pandemien erschüttern internationale Strukturen, während der Klimawandel unaufhaltsam voranschreitet. In dieser zugespitzten Lage fragen sich Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl in „Steil & Kahl“: Ist Optimismus in dieser Lage ein notwendiger Antrieb oder vielmehr eine gefährliche Illusion? Wann kann Optimismus mobilisieren – und wann verführt er zur politischen Untätigkeit? Persönliches Engagement könnte wichtiger denn je sein, um Entwicklungen entgegenzuwirken, die zu lange ignoriert wurden. Zugleich eröffnet der Blick auf negative Szenarien neue Handlungsspielräume: Wer Risiken klar benennt, kann ihnen frühzeitig begegnen. Trotz aller Herausforderungen gibt es auch Ressourcen für Zuversicht: eine global vernetzteÖffentlichkeit, der wachsende Druck auf autoritäre Regime und neue politische Generationen, die Veränderungen einfordern. Sind dies nicht vielleicht die „Silberstreifen am Horizont“, die wir brauchen, um die Zukunft der internationalen Ordnung neu zu denken?

    „Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.

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    32 m