Episodios

  • FC St. Pauli: "Wer 1:0 führt..."
    Apr 19 2026
    Was macht man am besten, um eine uninspirierte und vorhersagbare (gefühlte) Niederlage des FC St. Pauli zu verarbeiten? Man geht am Sonnabend zum Fußball, sich andere Hamburger Klubs beim Abstiegskampf anschauen.Einige von euch waren beim SV Werder und kamen mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Willi und ich schauten beim Altonaer FC von 1893 vorbei - und sahen nicht nur einen Heimsieg, sondern Abstiegskampf, wie er sein sollte, mit Herz und Kraft bis zur letzten Minute - auch die Musik und das Bier im Stadion waren so sehr viel besser, dass wir uns aufgeladen fühlen, wie es einst auch der FC St. Pauli konnte, bevor er Alex Blessins Brausefußball zum Opfer gefallen ist. ;)Chapters0:40 Willkommen bei St. Pauli Pop6:56 Über die 1-0-Falle9:09 Trainer und Taktikfragen13:10 Altona 93 im Fokus18:06 Live aus Altona21:42 Ein Punkt für St. Pauli24:54 Das Spiel gegen Köln31:37 VAR-Diskussion36:50 Nostalgie am Stadion1:03:15 Olympiabewerbung Hamburgs1:05:27 Schlussfolgerungen und AusblickSt. Pauli POP ist ein Hörer:innen finanziertes Angebot. Unterstütze uns mit einem Podcast Bier oder einem Galao in der Schanze - abonniere St. POPhttps://ko-fi.com/stpopWer 1:0 führt - ein Muster:Der FC St. Pauli punktet in 80% der Fälle, in denen er 1:0 in Führung geht - das ist die gute Nachricht. Allerdings gewinnt er nur, wenn er noch ein Tor nachlegt. Und auch dann beginnt im Schnitt ab Minute 64 das Zittern.„Natürlich kann man darüber reden, dass wir nach dem Führungstreffer nicht mehr die Ballzirkulation hatten und nicht mehr in die Räume gekommen sind, um den Ball zu halten und für Entlastung zu sorgen. Trotzdem glaube ich, dass der Matchplan über 90 Minuten gut war“ - Hauke Wahl mit Stockholm SyndromNeuerdings stellen die Boys in Brown das Vorwärtsverteidigen beim 1:0 Null ein, und reden es sich auch noch schön. Dabei zeigen die Spiele gegen Freiburg, Union und nun gegen Köln eindrucksvoll: die Boys können es nicht, ein 1:0 verteidigen.Die 60-Minuten-Marke: Das kritische Fenster ist die Zeit zwischen der 60. und 75. Minute. Hier fallen die meisten Gegentore nach eigener Führung. Wenn Blessin (Trainer) hier nicht durch Wechsel stabilisiert, wird es wackelig.Heimsiege nur nach 2:0 Führung: Gegen Augsburg, Heidenheim, Stuttgart, Werder Bremen und Wolfsburg hieß es am Ende jeweils 2:1.Das Muster: St. Pauli erzielt oft kurz vor der Pause das 1:0 (Saisonschnitt: 44. Minute). Die emotionale Wucht des Stadions trägt sie oft zum 2:0, bevor in der Schlussphase das „große Zittern“ beginnt.Die Anfälligkeit: Trotz der Heimsiege kassiert St. Pauli fast immer ein Gegentor (Schnitt: 64. Minute). Ein „Zu Null“ nach 1:0-Führung ist am Millerntor seltener als ein Fischbrötchen ohne Zwiebeln.Ich steige mit euch klaglos ab, wenn ihr das Herz auf dem Platz lasst und nicht in der Hose!Fazit: St. Pauli kann es nicht; ein 1:0 über die Zeit bringen. Mal hat der Gegner was dagegen, meist aber befällt die Boys in Brown eine merkwürdige Schieterbüxigkeit, die Füße und Köpfe lähmt. Allerdings darf man auf dem Kiez den Trainer nicht infrage stellen, der bekommt vorsorglich einen Persilschein ausgestellt.Nach dem 1:1 vom Freitag bangt ganz Hamburg um den Verbleib in Liga eins.Altona 93 wehrt sich noch …Wie Abstiegskampf erfolgreich betrieben werden kann, zeigt Altona 93 ein paar Kilometer weiter westlich. Gegen den Tabellennachbarn im Keller, den SV Lohne, zeigten die Spieler des ehemaligen FCSP Urgesteins André “Truller” Trulsen eine starke kämpferische Leistung und kamen nach zwei Rückständen zurück, um ganz zum Schluss das 3:2 zu feiern. So geht Abstiegskampf; da können sich die beiden Erstligisten eine Scheibe abschneiden.So spielt ganz Hamburg um den Abstieg mit, nur alle irgendwie anders.FC St. Pauli Fans gegen das IOCIm Gegensatz zur Vereinsführung, die politisch eingezwängt in stadtpolitische Notwendigkeiten vage herumlaviert, legen sich die meisten FC St. Pauli Fanclubs fest. Sie stimmen gegen Olympia in Hamburg.Wir Fanclubs des FC St. Pauli wollen unsere Freiräume erhalten, unsere Läden sollen noch lange bestehen bleiben. Wir wollen uns weiterhin im und rund ums Stadion ausleben, durchdrehen und unser Team anfeuern können. Bezahlbare Wohnungen und der Erhalt von sozialen Einrichtungen im Viertel wie in der gesamten Stadt sind uns wichtig. Keinen Fußbreit dem korrupten und rein profitgierigen IOC! Und wir lassen uns nicht blenden …Diese und andere Hamburg Meldungen findest Du in meinem 2. Projekt: Ring2, dem Hamburg Logbuch. Get full access to St. Pauli POP at erikpop.substack.com/subscribe
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    1 h y 8 m
  • Von Houtonji nach Madrid
    Apr 10 2026

    Willi und Erik treffen sich in unserer Popcast Küche und - Moment, popcastern 120 Minuten Plus… über Bayern, Union, das beste Fußballalter, unsere Jugend, die Jungprofid in braunweiss, die gegen die gläserne Decke stoßen, und dann haben wir eine Idee für einen widerständigen Sieg gegen den FCB.

    Außerdem in diesem Popcast: (und ja irendwie mäandern wir sogar nach Strande zu Wolfgang Kubicki - schlimm. Über zwei Stunden Labern, Biertrinken und auf Marktwerte starren - öffentlich zu hören sind die 1. 90 Minuten - den Rest gibts in der Mixed Zone ;)

    0:36 Willkommen in Willis Küche

    16:44 Blessin und die Endspielmetapher

    19:29 Hymnen und Popkultur im Fußball

    44:22 Diskussion über Jackson Irvine

    47:43 Marktwerte und Hype-Preise

    1:03:41 Der Wal und seine Geschichte

    1:25:11 Familienbetrieb Podcast



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    1 h y 26 m
  • Einfach mal Dazke sagen
    Apr 3 2026
    Ich blogge seit mehr als 20 Jahren, mindestens ein Dutzend davon über den FC St. Pauli. Dieses Blog (und seit nu auch schon 10 Jahren der Podcast) hat viele Spieler und Funktionäre kommen und wieder gehen sehen - mit einigen blieben ein par Anekdoten und ein freundschaftlicher Kontakt.Eine zeitlang habe ich davon geträumt, vom Bloggen leben zu können (hatte dabei aber andere Themen im Sinn als den FCSP; dummerweise ist es ja immer noch irgendwie verpönt, mit seiner Leidenschaft Geld zu verdienen; übrigens ein Grund, warum ich dem Millernton alles erdenklich Gute wünsche bei diesem Unternehmen!).Dieser Post soll all den tollen Menschen gewidmet sein, die diesen Blog durch ihr Abonnement, ihr Sponsoring oder ihre Bierspende unterstützen.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersDiese Publikation wird von ihren Lesern unterstützt. Werde kostenloser oder zahlender Abonnent, um keine Beiträge zu verpassen und meine Arbeit zu unterstützen.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersDas Wort „Feedback“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den zwei Wurzeln„feed“ (nähren, füttern, zuführen) und „back“ (zurück) zusammen. Ursprünglich aus der Kybernetik stammend, bedeutet es wörtlich „Rückkopplung“ oder „Rückmeldung“ und bezeichnet die Rückübermittlung von Informationen an einen Sender. (wikipedia)Ich erinnere mich an unseren ersten “echten” Sponsoren, eine Craftbier Brauerei aus Lüneburg, die durch die Empfehlung eines Hörers auf uns aufmerksam wurde. Das war doppelt toll - und das Bier schmeckte auch sehr lecker. Allerdings sind solche “Deals” die echte Ausnahme; der Löwenanteil der zur Kostendeckung für Mikros, Server und ja auch Podcast-Biere gibt es von vielen Einzelnen - von euch.Björn, Elisabeth, Superpauli, Andreas, Alex, Sven, Carsten, Ralf, Christian, Nadine, B30, Ecki, Uda - ihr seid toll! Ihr kommt aus Hamburg, aus dem schönen Glückstadt, aus Köln und noch weiter weg; wir haben sogar Spender aus der Schweiz, den USA und UK. DAZKE vielmals.Gema-Zuschuss: Wir haben ein paar Mal exklusive Episoden mit Musik aufgenommen, die es heute “nur” noch bei Mixcloud zu hören gibt. Hach, war das toll, Musik in einem POPcast zu haben.https://ko-fi.com/P5P0U2HU1/tiersBiersponsoring, GEMA-Zuschuss oder einfach Soligrüße senden …Abmahn-Soli:Als Blogger steht man immer mit einem Bein in der Abmahnfalle; das ist einfach so - manchmal hast du gar nichts falsch gemacht und entscheidest dich dennoch dafür, eine Strafe zu zahlen. Das nervt und ist teuer. - ABER: bei diesen Gelegenheiten wird die eigene Community schnell sichtbar. Ihr habt meine Abmahngebühren zu einem Großteil mit Solis aufgefangen - das hat mein Herz besonders erwärmt.Server-Soli: seit einiger Zeit hoste ich mit St. Pauli Social eine Mastodon Instanz für unseren Kiez und Freunde des FCSP (melde dich gerne an, ist kostenlos). Auch hier senden mir Mitglieder auf der Plattform einen Soli, sodass knapp 30% der Serverkosten abgedeckt sind.Aktuell gibts auf das Jahresabo 50% Rabatt - und eine limitierte ST. POP Kaffemuck obendrauf.So sieht sie neu aus … hübsch, oder?Wer es lieber einmalig mag, der supporte mich und uns gerne via Ko-Fi.PS so wichtig aktuelle Sponsorinnen sind, so wichtig sind mir auch alle, die ihr Abo aus welchen Gründen auch immer wieder beendet haben - ihr seit natürlich auch toll! Get full access to St. Pauli POP at erikpop.substack.com/subscribe
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    26 m
  • Ach Igor!
    Mar 25 2026
    Mir konnte eigentlich nix passieren, denn ich war mit guten Freunden und meiner Tochter verabredet, diesen Spieltag am Millerntor gemeinsam zu erleben.Der St. Pauli Podcast, die Themen:* 0:37 Willkommen beim St. Pauli Pop Podcast* 14:24 Halbzeit und taktische Fragen* 17:52 Verletzungen und Genesungswünsche* 39:08 Coming-out im Fußball* 40:24 Abschied in die LänderspielpauseUnd dann wollte ich mal den Tim spielen und hab Mistral.ai gefragt, ob es auch taktische Analyse kann; ( tl;dr: lest lieber den Millernton ;) - 1 Gedanke dazu: die Spielberichte der KI sind nicht schlecht. Eine Qualität, die für den billigen Clickbaiter mit 24 im Titel und den Boulevard sogar ausreichen würde, imho.Lest und sendet gerne Feedback - hier bleibts persönlich und ansonsten KI-freiDer Abend, an dem das Millerntor den Atem anhieltHamburg-Altona, 22. März 2026 – 17:30 UhrEs gibt Abende am Millerntor, die fühlen sich an wie ein Lied von Tom Waits: voller Hoffnung, voller Schmerz, und am Ende bleibt die Frage, warum man überhaupt noch hofft. So ein Abend war das hier. Der FC St. Pauli empfing den SC Freiburg, und es sollte ein Spiel werden, das alles hatte: einen ehemaligen Kiezkicker, der gegen seinen Jugendklub traf, eine Mannschaft, die sich selbst verlor, und eine zweite Halbzeit, die wie ein schlechter Traum endete.**Vorspiel: Zwei Teams, zwei Welten**St. Pauli kam mit einer Serie von sechs ungeschlagenen Heimspielen ins Millerntor. Sechs Spiele, in denen die Fans wieder zu glauben begannen, dass der Klassenerhalt vielleicht doch noch möglich sei. Doch die Tabelle lügt nicht: 24 Punkte nach 26 Spielen, Platz 16. Die Luft wurde dünner. Trainer Alexander Blessin musste auf wichtige Defensivkräfte verzichten – Karol Mets, Manolis Saliakas, James Sands. Die Abwehr war löchrig wie ein alter Pullover, und Freiburg wusste das.Die Breisgauer kamen mit einem 5:1-Sieg gegen Genk in der Europa League im Gepäck, aber auch mit einer Auswärtsbilanz, die schrecklicher nicht hätte sein können: nur 9 von 34 möglichen Punkten in der Fremde, vier Auswärtsspiele in Folge ohne Tor. Julian Schuster, der Freiburg-Trainer, setzte auf Kontinuität – dieselbe Startelf wie gegen Genk. Ein Risiko, aber auch ein Statement: Wir spielen unser Spiel, egal wo.---**1. Halbzeit: St. Pauli träumt, Freiburg schläft**Die ersten Minuten gehörten Freiburg. Jan-Niklas Beste feuerte in der dritten Minute eine Warnung ab, doch dann übernahm St. Pauli das Kommando. Mathias Rasmussen und Joel Chima Fujita testeten Noah Atubolu, der Freiburger Torhüter, musste sich warm anziehen. Und dann, in der 24. Minute, der Moment, der das Millerntor zum Beben brachte: Eine Ecke von links, Tomoya Andō köpft den Ball auf Danel Sinani, der im zweiten Versuch über die Linie drückt. 1:0. Jubel. Erlösung. Die Fans sangen, als gäbe es kein Morgen.Freiburg wirkte einfallslos, fand kaum Wege durch das Zentrum. Die beste Chance vor der Pause hatte Yuito Suzuki, doch Nikola Vasilj hielt stark. St. Pauli ging mit einer verdienten Führung in die Kabine. Die Fans träumten von drei Punkten, die den Klassenerhalt ein Stück näher rücken würden.**2. Halbzeit: Der Ex-Kiezkicker kehrt zurück – und das Millerntor erstarrt**Julian Schuster reagierte. Zur Pause brachte er Philipp Lienhart und Cyriaque Irié – und plötzlich war Freiburg ein anderes Team. Die Gäste übernahmen die Kontrolle, drängten St. Pauli zurück, erhöhten die Schlagzahl. Igor Matanović, der ehemalige St.-Pauli-Stürmer, wurde zum Albtraum seines Jugendklubs.In der 65. Minute lenkte er einen Schuss von Vincenzo Grifo ab, Vasilj konnte nicht mehr eingreifen: 1:1. Der Ausgleich. Die Stimmung kippte. Die Fans im Millerntor wurden stiller, als hätten sie plötzlich begriffen, was hier passierte.Doch es kam noch schlimmer. Nur 13 Minuten später, in der 78. Minute, traf Matanović erneut. Ein Schuss von Irié, Vasilj patzte – und Matanović staubte ab. 1:2. Der Doppelschlag. Die Fans waren fassungslos. St. Pauli, das in der zweiten Halbzeit kaum noch einen Torschuss auf den Kasten der Gäste gebracht hatte, verlor nicht nur das Spiel, sondern auch den Glauben an den Klassenerhalt.Matanović, der elf Jahre lang das Trikot des FC St. Pauli getragen hatte, weigerte sich, seine Tore zu feiern. Ein Zeichen des Respekts – doch für die Paulianer war es ein bitterer Abend.---**Die Taktik: Warum Freiburg gewann – und St. Pauli verlor****1. Halbzeit: St. Pauli zeigt, was möglich ist**- **Formation:** 4-2-3-1, kompakt, schnelle Umschaltmomente, Fokus auf Standardsituationen.- **Pressing:** Aggressiv im Mittelfeld, Freiburg wurde zu langen Bällen gezwungen.- **Stärken:** Standardsituationen (Tor durch Ecke), schnelle Flügelspieler (Fujita, Pyrka).**2. Halbzeit: Freiburg dreht das Spiel – St. Pauli verliert den Faden**- **Freiburgs Wechsel:** Lienhart und Irié brachten Tempo und Präzision. Die Formation wurde aggressiver (3-4-1-2), das Pressing höher.- **St. Paulis Fehler:** ...
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    42 m
  • Gladbach, Olympia und die CDU
    Mar 15 2026
    Es gibt Spiele, da weiss man gar nicht, was man dazu sagen oder bloggen soll.https://stpaulipop.myspreadshop.de/Irgendwie war die Niederlage so in sich abgeschlossen, und banal. Ein vollkommen zurecht verlorenes Spiel. Eines von 13 Endspielen, die Alex Blessin vor Wochen ausgerufen hatte. Und nu? Endspiel verloren. Melden wir uns vom Betrieb ab? Natürlich nicht; auch wenn das mal konsequent wäre.Hoffe, man sieht ein, dass die Endspiel-Metapher ziemlich doof war. War doch offensichtlich, dass so ein Spiel kommen würde. Nach den Siegen gegen Stuttgart und Werder, nach der Energieleistung gegen die Eintracht, hat vielleicht der Eine oder Andere © im Kader gedacht, es ginge gegen die andere Borussia, die Tabellennachbarin, mit ein wenig weniger Kampf, diesem Kämpfen an dessen Ende Krämpfe warten - und vielleicht, so war die unbewusste Hoffnung, reichts irgendwie für einen Punkt auswärts.Keine 120%, keine PunkteIch habe das Spiel über die App meines Arbeitgebers gesehen (so konnte ich mir nachher wenigstens einreden, ein wenig getestet zu haben). Die hat den englischen DFL Originalkommentar eingebaut. Wie Eric Smith und später auch Hauke Wahl, ausgerechnet Hauke Wahl, verteidigt haben, bekam den passenden wie unschönen Namen “Lazy Defending” oder “Sloppy Defending”. Englisch passt manchmal Mic-drop-mäßig gut.Natürlich gab es eine Diskussion in unserer POPcast-Signalgruppe nach dem Spiel.Alfetta bemerkte, es sei augenfällig, dass der Blessin-Ball (in Anlehnung an sein Gegenteil, den Walter-Ball) taktisch auf die Null spielt. Wenn wir dann irgendwie das 1:0 schießen, dann kommen am Ende Ergebnisse wie gegen Hoffenheim (ideal gelaufen), Bremen (auch da fiel das 1:0 für uns) oder wenigstens gegen die Eintracht heraus (0:0). Wenn wir allerdings den ersten Treffer kassieren, hat dieses Team, dieser Trainer, dieser Kader keine Antwort parat. Und das schon die ganze verdammte Saison lang.Kassieren wir das 0:1, können wir das jeweilige Endspiel abpfeifen.Das ist hart, aber die Realität.Mir tat es weh, mitanzusehen, wie Jackson nach einem der vielen Fehlpässe dem Gladbacher Mittelfeldspieler beinahe hinterher humpelte, die Schultern nach unten hängend, ohne Spannung im Körper - ohne Zuversicht. Bei Eric Smith kenne ich das nicht anders diese Saison. Er wirkt wie ein Schatten seiner selbst, nur das - inzwischen überheblich wirkende - abkappen der Füße beim Pass erinnert an seinen großen Kampfesmut mit Überblick, die uns alle im Podcast-Team zu Fans hat werden lassen.„Wir laufen dann dem Ergebnis hinterher, öffnen Räume und hätten am Ende auch wieder drei, vier Gegentore bekommen können. Das ist frustrierend, weil es mich an den Oktober erinnert.“ - sagt Jackson Irvine.Wir haben dasselbe Spiel gesehen.„Ein Mangel an Konzentration, ein Mangel an Überzeugung… wir haben heute keinen Biss gehabt. Das war wirklich richtig schwach und wir müssen nächste Woche sehr viel besser sein.“ sagte Irvine ggü der Mopo und schloss: „Wir sahen aus wie das strauchelnde Team, das wir vor Monaten waren, das ärgert mich am meisten.“Ja, das kam auch bei mir so an. Wenig Energie, kein gutes Timing in Zweikämpfen und Pässen - vor allem da wo es eng wird, im letzten Drittel. So kann man kein 0:1 aufholen. Wenn der Mut fehlt, das zu tun, was Gladbach bei uns abgeschaut hat: mutiges und energisches Forechecking (ja, so nenne ich das immer noch :).Alfetta verortet uns nach Gladbach einen Tabellenplatz zu hoch; diesen Relegationsplatz zu verteidigen, ist die Losung der nächsten Spiele. Denn auch Konkurrent Wolfsburg parkt unter Hecking gerne Busse vor seinem Strafraum. Spannend zu sehen, wenn die Taktik aufgeht, wer dann im wirklichen Endspiel am Millerntor als erstes sein Kämpferherz entdeckt.Aber bis dahin gibts ja noch sieben Endspiele - und der hsv erlebt auch noch einen Frühling ;)“Nolympia” - St. Pauli und die Olympiabewerbung HamburgsAls ich die vergangene Woche zu meinem Hamburg Newsletter recherchierte, fiel mir natürlich das Thema “Olympia Hamburg” vor die Füße. Wie äußert sich da der Verein eigentlich zu?, habe ich mich gefragt; aber nicht viel Erhellendes gefunden. Oke ist dafür (muss er wohl auch aus stadtpolitischen Gründen, immerhin wollen wir unser Stadion ausbauen und die Kollaustraße, da brauchen wir das Wohlwollen der Mächtigen), der Verein selbst hat keine Meinung - zumindest keine öffentliche, keine abgestimmte. In einem Laden, in dem jeder Pups vorher genehmigt werden muss, heißt das vielleicht, dass die Nolympia-Fraktion groß ist?Obige Umfrage ist zwar marktforscherisch nicht sauber, aber für unsere Follower im Fediverse schon eingermaßen eindeutig. Und ich vermute, so sehen das viele im FCSP und im Viertel:92% von immerhin knappp 50 Teilnehmenden sind gegen Olympia in Hamburg. Und das bin ich auch.Meine Gründe sind vielfältig, aber im Kern reduziert es sich auf die Frage: Traue ich diesem Senat eine ehrliche schwarze Null zu? Meine Antwort...
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    22 m
  • Kein Dreier mit Zwayer
    Mar 10 2026

    Chapters

    0:37 Moin, moin, Sankt Pauli

    1:26 Sponsoren und Unterstützung

    3:31 Amateurtrainer und Insiderwissen

    4:50 Sportmoderatoren und alte Bekannte

    6:06 Sponsoren und Werbepartner

    7:45 Themenwechsel: Gewicht und Tupperware

    11:39 Begegnungen in der Fanszene

    12:58 Grüße an alte Bekannte

    17:37 Konzertbesuch und Empfehlungen

    21:26 Spielanalyse: St. Pauli gegen Eintracht

    26:46 Emotionen vor und während dem Spiel

    32:02 Verletzungen und Ausblick

    36:21 Kaderplanung für die Zukunft

    43:23 Schiedsrichter und Spielentscheidungen

    48:03 Der Einfluss von Spielern

    55:20 Abschied von Felix Zweier

    1:03:43 Ausblick auf kommende Spiele

    1:07:40 Umzug des Clubs Kier

    1:31:51 Abschluss und Ausblick auf das nächste Spiel

    In Willis Küche ist es warm, die Ratsherren-Pilsner sind kühl, und draußen senkt sich das Hamburger Grau über den Kiez. Ein Dienstagabend, wie er im Buche steht – oder besser: wie er in die Aufnahme eines Mikrofons fließt, das zwischen zwei Männern steht, die mehr über den FC St. Pauli vergessen haben, als andere je wissen werden.

    Das Schweigen der Adler und der Zitteraal

    Es war einer dieser Nachmittage am Millerntor, an denen das Drumherum fast schwerer wog als das Spiel selbst. Bevor der Ball überhaupt rollte, gab es diese Schweigeminute – ein Moment der Stille, den selbst die Frankfurter Anhänger respektvoll mitgetragen haben. Manchmal zeigt sich die Größe eines Vereins eben nicht in der Tabelle, sondern in der Fähigkeit, gemeinsam innezuhalten.

    Doch sobald der Pfiff ertönte, war es vorbei mit der Besinnlichkeit. St. Pauli stand den Frankfurtern so früh auf den Füßen, dass deren Torhüter – von uns liebevoll als „Zitteraal“ getauft – bereits ab der dritten Minute anfing, auf Zeit zu spielen. Ein Slapstick-Moment par excellence, der uns in der Kurve nur ein müdes Lächeln entlockte. Dass Frankfurt mit einem Kaderwert anreist, der in ganz anderen Galaxien schwebt, hat man auf dem Platz nicht gesehen. Unsere Defensive, allen voran Hauke Wahl, hat die “großen Namen” der Eintracht so konsequent aus dem Spiel genommen, dass sie kaum Luft zum Atmen fanden.

    Schiedsrichter-Egos und die „Letzte Patrone“

    Und dann war da natürlich Felix Zweier. Man kann über ihn sagen, was man will – und wir sagen viel –, aber wenn ein Schiedsrichter das Gefühl hat, sein Ego über das Spiel stülpen zu müssen, dann wird es anstrengend. Ein “Strukturspießer”, dem der FC St. Pauli naturgemäß ein Dorn im Auge sein muss. Es ist diese Mischung aus Ordnungsliebe und einem Hang zur Selbstdarstellung, die uns am Ende zwar einen Punkt, aber auch viel Nerven gekostet hat.

    Währenddessen brennt in der restlichen Liga der Baum. Wolfsburg feuert die „letzte Patrone“ ab und holt einen Trainer, der gerade erst mit Bochum abgestiegen ist. Bei uns hingegen herrscht das, was man in Hamburg „Stoik“ oder einfach nur „Ruhe“ nennt. Während andere Vereine in Panik verfallen, lehnen wir uns zurück – nicht aus Arroganz, sondern weil wir eine Idee haben.

    Von Traum-Nägeln und Club-Kultur

    Aber St. Pauli wäre nicht St. Pauli, wenn es nur um den Ball ginge. In Willis Küche schweift der Blick schnell ab – von der Kaderplanung hin zu den Dream Nails, einer Punkband aus Utah, die heute im Molotow spielt. Es ist diese untrennbare Verbindung zwischen Sport und Clubkultur, die diesen Verein ausmacht. Wir reden über das Clubsterben, über alte Bekannte aus der Fanszene, die uns in der Kurve ihre Sticker schenken, und über die Tatsache, dass manche Menschen unseren Podcast tatsächlich zum Einschlafen nutzen – was wir als das ultimative Kompliment verbuchen.

    Jetzt geht es nach Gladbach. Ein Freitagsspiel, ein schönes Stadion, ein harter Brocken. Erik wäre gerne dabei, schafft es aber zeitlich nicht – also müssen die anderen die „Boys in Brown“ nach vorne singen. Bringt Punkte mit, gerne in der Mehrzahl. Und lasst es krachen.

    Munter bleiben. Und vergesst nicht: Wer uns auf Substack unterstützt, kriegt das Jahresabo zum halben Preis. Ein Schnapper, fast so gut wie ein Last-Minute-Tor gegen die Eintracht.



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    1 h y 33 m
  • Frühlingsgefühle auf St. Pauli
    Mar 1 2026
    Der Temperaturunterschied in der zugigen Ecke des Millerntorstadions, unsere bevorzugte Ecke der Nord vis-a-vis zur Gegengeraden, war um den Faktor eines Hochsommertages wärmer als beim letzten Heimspiel. Während ich meinen Nebenstehern gegen den HSV zuschauen konnte, wie das Bier in den Bechern gefror, schickte der Atlantik geradezu milden Nieselregen aus Westen ins angefeuerte Rund.Zu Gast waren die Freunde aus Bremen, allerdings lehnen diese gerade mit uns und auch mit ihren Rücken an der Wand; ein Sieg war für die Bremer Pflicht. Für unsere Boys das erst einmal leichteste machbarste Heimspiel auf längere Sicht.Das “Spitzenspiel der zweiten Liga”, wie Markus scherzte, war dann auch keines. Die beiden Mannschaften schoben mit einer Menge Angst in der Büx sich gegenseitig in den ungefährlichen Dritteln den Ball hin und her - wobei der SV Werder zwischenzeitlich nur mit sich selbst spielte, bei 70% Ballbesitz.Nur logisch, dass sich die Nervosität auch auf die beiden Torhüter auswirkte. Nach der Pause köpfte Hauke Wahl eine Rückgabe zum Bremer Torwart, die allerdings immer länger wurde, sodass der junge Bremer zwar seine Fingerspitzen aber nicht seinen Körper vor den Ball bekam. Ein Slapstiktor zum 1:0; egal, Hauptsache die Führung.Seinen eigene Slapstickdance vollführte dann Vasilj, der bei dem Versuch, eine Ecke zu entschärfen, ausrutsche und den Ball vor die Füße der eigenen Abwehr bugsierte. Wahl und Co. dengelten dann ziemlich Hektisch den Ball erst aneinander, dann Vasilj aus den zupackenden Händen. Milosevic musste für die Bremer dann nur noch volley einschießen, zum 1:1. …Oh, Moment, Willi ist im Studio … ich schalte rüber in die Schanze …Krokusse, Punkte und Barfuß-Explosionen: Ein Abend mit Willi und Erik nach zwei Siegen in FolgeChapters0:41 Frühling in Hamburg3:37 Heimspiel gegen Werder Bremen4:51 Spieler im Abstiegskampf8:44 Emotionale Explosion von Fujita10:37 Torwartleistungen im Fokus17:11 Der Kampf um den Klassenerhalt29:55 Teambuilding und Erwartungen35:39 Trainerwechsel und seine Auswirkungen40:01 Der Einfluss der Fans56:14 Unterstützung der Kulturszene1:02:28 Ausblick auf das Spiel gegen FrankfurtVon der Elbe weht ein Wind, der nicht mehr nach Winter schmeckt. Während draußen der Hamburger Frühling die Natur wachküsst, sitzen zwei Männer zusammen, die eigentlich über Fußball reden wollen – aber dabei viel mehr über das Lebensgefühl am Millerntor verraten.Ich sitze in der Ecke, die Luft riecht nach frisch dekantiertem Wein und der leichten Aufregung, die immer dann mitschwingt, wenn der FC St. Pauli plötzlich anfängt, die Gesetze der Logik zu biegen. Willi und Erik sind keine Analysten in sterilen Studios; sie sind Chronisten einer Stimmung.„Moin, moin“, schallt es durch den Raum. Es ist dieser typische Hamburger Doppelschlag, der alles gleichzeitig ist: Begrüßung, Bestandsaufnahme und ein Versprechen auf die nächsten sechzig Minuten.Die Natur explodiert – und die Boys in Brown auchWilli hat Erik ein Foto geschickt. Keine taktische Aufstellung, sondern Veilchen. Oder waren es Krokusse? „So explodierende Natur, die sich nach dem Winter den Weg nach oben gekämpft hat“, beschreibt Willi es. Es ist die perfekte Metapher für diesen Verein. Lange war es frostig, doch jetzt, im März 2026, bricht alles auf einmal durch den Asphalt.Erik lacht und erzählt von seiner Radtour am Morgen. Vier Grad, da musste er sich noch eine „Pereira-Lage“ überziehen. Ein kleiner Insider, eine Anspielung auf die Schichten, die man braucht, um in Hamburg zu überleben – sportlich wie meteorologisch. Doch die Kälte ist vergessen, wenn sie auf Joel Fujita zu sprechen kommen.Der Barfuß-MomentFujita ist das Gesicht dieses Aufschwungs. Erik bringt es auf den Punkt: „Barfuß wie Joel Fujita.“ Es geht um diese emotionale Explosion, um die Rückkehr von Schlüsselfiguren wie Eric Smith und Jackson Irvine, die dem Team ein Rückgrat geben, das im Abstiegskampf fast schon verloren schien.Es herrscht eine fast ungläubige Freude darüber, dass der Verein plötzlich entdeckt hat, dass es auch außerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs Punkte zu holen gibt. „Das war unserem Verein ja gar nicht bewusst“, scherzt Willi mit diesem trockenen Humor, den man nur hat, wenn man schon zu viele bittere Auswärtsfahrten hinter sich hat.Zwischen Taktik und SubkulturDie beiden hangeln sich von Thema zu Thema. Es geht um Torwartleistungen, den Kampf um den Klassenerhalt und den Einfluss von Trainerwechseln. Aber ein St. Pauli Podcast wäre nichts ohne den Schwenk zur Kultur. Plötzlich landen wir im Westwerk, bei Konzerten und der Band Stone Foundation (hingehen!).Das ist das Faszinierende an diesem Gespräch: Der Ausblick auf das schwere Spiel gegen Frankfurt wird genauso leidenschaftlich diskutiert wie die Frage, welches DJ-Set man vor dem nächsten Konzert mitnehmen sollte. Es ist eine Symbiose aus Kiez-Kultur und Profisport.Der Blick nach vornWährend sie über...
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    1 h y 5 m
  • FC St. Pauli - Stehplatz-Adel und andere Armleuchter
    Feb 22 2026
    Moin Moin, St. Pauli - hier kommt ein Rant-Reply ;)Jeder von uns hat mindestens eine “Bezugsgruppe” im Stadion, von der er weiß, wo er sie im Zweifel findet. Das geht mir auch so. Insgesamt sind es drei, wobei ich mich mit den Jungs vom Podcast derzeit meist in der zugigen Ecke zwischen Nord und Gegengeraden treffe. Auch da ist es bei attraktiven Spielen voll. Und auch da gibt es diese unangenehme Art St. Paulianer, über die “Philex 99” jüngst ein Video gemacht hat. Dieser Blog/Podcast ist ein Reply - inkl. einer persönlichen Anekdote.Das Problem heißt Arschloch-AttitudeIch gehe seit über 30 Jahren zum FC St. Pauli und kann euch berichten, auch Dir Phil, das Problem mit den “Fans” mit eingebauter Vorfahrt gibts nicht nur auf der Gegengeraden (obwohl mal interessant wäre zu erfahren, ob die SUV-Verbreitung und die “Hier stehen wir schon immer”-Attitude korreliert?). Meine kleine Geschichte spielt auf der Nord. Deswegen würde ich sagen: das Problem haben wir überall dort, wo alte weiße Männer auf Stehrängen sich einfinden. Wohl der einzige Grund, warum es ähnliches nicht von der Haupt zu berichten gibt ;)Bundesligasaison 2010/2011 - NordkurveNach dem vorletzten Aufstieg im Frühjahr 2010 wurde es auf der alten Nord in meiner Wahrnehmung noch enger, als dieses Mal auf der neuen. Ich hatte damals gerade keine Dauerkarte und stellte mich, wie viele St. Paulianer:innen mitten in der Nacht bei jedem Wetter vor das Ticketcenter, um Karten zu ergattern. Meist Nord - die Gegengerade war damals schon eine Art closed shop.Mit der Twitter Crowd traf ich mich dann, wie eigentlich immer seit 30 Jahren, mindestens 90 Minuten vor Anpfiff in der Ecke zur Gegengeraden. Meist war um diese Zeit noch viel Platz - eng wurde es erst später.Zum ersten Heimspiel des Jahres 2011 gegen den SC Freiburg, das später wegen des stadionweiten Jolly Rouge in die Vereinsgeschichte eingehen sollte, wurde es besonders voll.Neben mir stand ein Mitte 40 Jahre alter Mann in Kutte, der gerade einem anderen erklärte, dass er hier nicht stehen könne. Da kämen noch zehn!Wie sich herausstellte, hatte der so angeschnauzte sein Ticket für 100 EUR auf einem illegalen Zweitmarkt erworben, war das erste Mal am Millerntor; weswegen er sich anschickte, kleinlaut der rüden Anweisung zu folgen.Nix da, intervenierte ich; wer zuerst kommt, steht zuerst. Besetzen gibt es am Millerntor nicht. (Zusammenkuscheln schon, aber das ist eine anderes Mindset).“Wir stehen schon seit der Regionalliga hier”“Wir stehen schon seit der Regionalliga hier”, erklärte sich der Mann nun mir gegenüber. Als ob das ein Recht begründet, andere von den Stehtarversen zu mobben. “So?”, antwortete ich ruhig, “da hab ich dich gar nicht gesehen”.Vielleicht lag es daran, dass ich (für diejenigen, die mich nicht kennen) damals noch so aussah, als wäre es keine gute Idee, meine Überzeugungen herauszufordern. (Heute wäre ich gespannt, was passierte, würde man das “Awareness Team” des FCSP beauftragen, das Problem zum Ausgang zu begleiten?).Inzwischen trafen einige seiner Freunde ein, es wurde geschubst und gemeckert, aber am Ende gab die Truppe nach und verzog sich unter Abgesang schmutziger Lieder nach unten. (Dort pöbelten sie dann die Kinder am Zaun an, dass sie nix sehen könnten - aber das ist eine andere Geschichte, unterstreicht aber vielleicht, wie asozial diese Typen sind).Es gibt kein Recht auf denselben Stehplatz. Ende der Diskussion!Es wäre schön, wenn auch der Verein dies mal klarstellen würde: es gibt kein Recht auf eine private Ecke im Stadion. Und dabei ist es unerheblich, wie lange man dort schon steht oder wieviele echte oder imaginierte Verdienste man um diesen Verein hat. Punkt!(Die organisierten Supportblöcke auf der GG, Nord und Süd würde ich hier ausnehmen - aber da sind sowieso alle 2h vorm Anpfiff da in der Regel)Wer mit seiner Gruppe an einem bestimmten Platz stehen möchte, der kommt 90 Minuten vor Anpfiff, wie wir alle. Besetzen ist wirklich wie Handtücher abends auf Liegen verteilen; es ist so erbärmlich wie unstpaulianisch. Mir sind bisher nur alte weiße Männer mit Agenturhintergrund negativ aufgefallen, was einem gewissen Muster folgt.“Das ruckelt sich schon zurecht”Auch ich war mal neu am Millerntor. Auch ich habe Platz gemacht, wenn jemand verbal oder anders mit zeigte, dass er hier stehen will/darf/muss. Aber ich habe auch - und überwiegend - andere Erfahrungen gemacht. “Das ruckelt sich schon zurecht”, sagte mir einer mal auf der alten Gegengeraden, “nach dem ersten Tor steht hier sowieso keiner mehr an dem Platz, an dem er vorher stand”.Zusammenrücken statt Besetzen, darauf können wir uns doch bitte einigen, oder muss ich erst laut werden? Get full access to St. Pauli POP at erikpop.substack.com/subscribe
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