Episodios

  • Episode 10 - Warum viele Unternehmensverkäufe an Eitelkeit scheitern - nicht am Markt
    Feb 26 2026
    Unternehmensnachfolge scheitert angeblich an fehlenden Käufern, restriktiven Banken oder einer überforderten Generation. Die Realität ist häufig eine andere. Viele Transaktionen im Mittelstand platzen nicht am Markt – sondern an unrealistischen Preisvorstellungen auf der Verkäuferseite. Kaufpreise werden am persönlichen Rentenbedarf orientiert. M&A-Berater gewinnen Mandate mit Mondbewertungen. Multiples ersetzen saubere Bewertungsverfahren. Und die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Wie soll der Käufer diesen Preis eigentlich finanzieren? In dieser Episode geht es um die strukturellen Gründe, warum Unternehmensverkäufe scheitern – und warum die Finanzierung kein Detail der Käuferseite ist, sondern der Kern jeder realistischen Bewertung. Mit einem konkreten Praxisfall, einer 8-Millionen-Euro-Forderung und der Frage, warum Banken in 24 Stunden Klarheit schaffen können, wenn Struktur stimmt.
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    7 m
  • Episode 9 - KI-Businesspläne: Warum Banken perfekte Texte misstrauen
    Feb 24 2026
    KI-Businesspläne: Warum perfekte Texte im Bankgespräch zerbrechen Heute kann jeder mit wenigen Prompts einen professionell klingenden Businessplan erstellen. Saubere Struktur, perfekte Sprache, Marktanalyse, SWOT, Finanzplanung – alles in Minuten generiert. Und trotzdem scheitern viele dieser Pläne bei der Bank. Warum? Weil ein Businessplan kein Text ist. Er ist ein Abbild unternehmerischer Denklogik. In dieser Folge geht es darum, warum KI zwar formulieren kann – aber keine unternehmerische Konsistenz erzeugt. Warum Markteintrittsstrategien häufig nicht zu den tatsächlichen Kapazitäten passen. Warum Marktanalysen oft generisch bleiben. Und weshalb im Bankgespräch genau diese Diskrepanzen sichtbar werden. Diese Episode ist keine KI-Schelte. Sie ist eine Analyse darüber, was Banken wirklich prüfen – und warum Perfektion misstrauisch machen kann.
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    5 m
  • Episode 8 - Wachstum macht dich pleite, wenn du Working Capital nicht verstehst
    Feb 19 2026
    Wachstum macht dich pleite: Working Capital verstehen Viele Unternehmer feiern steigenden Umsatz – und wundern sich, warum das Konto trotzdem leer ist. In dieser Folge geht es um eine der am meisten missverstandenen Kennzahlen in der Unternehmensfinanzierung: Working Capital. Und vor allem um den Unterschied zur Liquidität. Warum sind volle Auftragsbücher kein Garant für Stabilität? Warum verschlechtern sich Ratings manchmal trotz Wachstum? Und weshalb kann ein profitables Geschäftsmodell strukturell in die Insolvenz laufen? Anhand eines realen Falls aus der Beratungspraxis – einer international erfolgreichen Blusenmanufaktur – zeige ich, wie saisonale Kapitalbindung, lange Forderungslaufzeiten und falsch verstandene Kreditlinien ein gesundes Unternehmen langsam strangulieren. Themen dieser Folge: Unterschied zwischen Working Capital und Liquidität Warum Wachstum Kapital bindet Wie automatische Ratingsysteme reagieren Warum Kontokorrentlinien keine Lösung sind Weshalb Struktur wichtiger ist als Umsatz Wer sein Unternehmen nur über Umsatz steuert, übersieht die eigentliche Dynamik im Hintergrund. Diese Folge ist Pflicht für Unternehmer, Geschäftsführer und alle, die Finanzierung nicht dem Zufall überlassen wollen.
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    6 m
  • Episode 7 - 35 Prozent geschenkt – warum der GRW-Zuschuss Banken plötzlich mutig macht
    Feb 17 2026
    Wenn du mit einer Bank über eine Investition sprichst, reden alle über Eigenkapital. Über Quote. Über Haftung. Über Risiko. Und dann sitzt da jemand mit 15 oder 20 Prozent Eigenmitteln und glaubt, das sei die entscheidende Größe. Ist es oft nicht. Denn es gibt ein Instrument, das bilanziell und psychologisch mehr bewegt als viele Unternehmer verstehen: der GRW-Zuschuss. Die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, in manchen Ländern Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm genannt, ist kein Förderromantik-Programm. Das ist knallharte Investitionspolitik. Bund und Länder teilen sich das Budget, 2026 in einzelnen Ländern mit zweistelligen Millionenbeträgen. Gefördert werden KMU in strukturschwächeren Regionen C- und D-Gebiete nach der aktuellen Förderkarte. In C-Gebieten, dazu gehören Teile Ostdeutschlands, das Ruhrgebiet in Nordrhein Westfalen oder einzelne Landkreise in Niedersachsen, sind für kleine Unternehmen 35 bis 45 Prozent Zuschuss möglich. Nicht Kredit. Zuschuss. In D-Gebieten 20 bis 40 Prozent. Große Unternehmen bekommen weniger oder gedeckelte Beträge, aber selbst dort ist es relevant. Und jetzt wird es spannend. Dieser Zuschuss ist kein Darlehen. Er muss nicht zurückgezahlt werden. Er ist bilanziell ein Ertragszuschuss. Das heißt: Die Investition geht ins Anlagevermögen, der Zuschuss erscheint als Ertrag. Steuerlich ist er zwar ertragsteuerpflichtig, aber er verbessert unmittelbar die Eigenkapitalbasis. Keine zusätzliche Verbindlichkeit. Kein zusätzlicher Kapitaldienst. Kein Einfluss auf die Fremdkapitalquote. Aus Bankensicht ist das ein Geschenk. Aber leider erwähnen das nicht immer die Banken. Auch Wirtschaftsförderungen vergessen es teilweise oder erkennen es nicht immer. Das haben wir alles schon erlebt. Und nun zu dem Thema, warum das aus Bankensicht ein Geschenk ist. Weil sich nach Durchführung der Investition die Bilanzrelationen verbessern. Die Eigenkapitalquote steigt relativ. Die Verschuldungskennzahlen entspannen sich. Die Investition rechnet sich schneller, weil ein Teil der Kosten nicht finanziert werden muss. Der Break-even verschiebt sich nach vorne. Die Kapitaldienstfähigkeit verbessert sich. Und in internen Ratings wirkt genau das. Ein einfaches Beispiel: 800.000 Euro Investition in einem C-Gebiet in NRW. Förderfähig zu 100 Prozent. Standardquote 35 Prozent. Das ergibt 280.000 Euro Zuschuss. Bleiben 520.000 Euro, die finanziert oder mit Eigenmitteln gedeckt werden müssen. Viele Unternehmer denken hier zu klein. Sie sagen: Ich habe nicht genug Eigenkapital. Die Bank wird zögern. Dabei kann der Zuschuss strukturell wie Eigenkapitalersatz gedacht werden. Ich gebe dir einen realen Fall aus unserer Praxis. Ein exklusiver Ladenbauer, großes Projekt, Erweiterung der Produktionskapazitäten. Moderne Maschinen, energetische Optimierung, Erweiterung der Halle. Klassischer Mittelstand. Das Unternehmen wollte ohnehin wachsen und neue Mitarbeiter einstellen. Genau dort liegt der Hebel, denn die GRW-Förderung knüpft an Netto-Arbeitsplatzschaffung an, in der Regel mindestens zehn Prozent Zuwachs. Wir haben den Antrag gestellt. Sauber vorbereitet. Investition klar abgegrenzt. Die Eigenleistung des Unternehmers – eigene Mitarbeiterstunden für Umbau, Montage, technische Integration – wurde exakt dokumentiert. Jede Stunde erfasst, mit einem nachvollziehbaren, herleitbaren Stundenverrechnungssatz bewertet. Diese Eigenleistung floss in die förderfähigen Kosten ein. Und ja, auch Eigenleistung kann bezuschusst werden, wenn sie sauber nachgewiesen ist. In der Finanzierungsstruktur haben wir den GRW-Zuschuss von Beginn an als Eigenkapitalersatz dargestellt. Nicht als nettes Extra, sondern als strukturelles Element. Ergebnis: eine Fremdfinanzierungsquote von rund 50 Prozent. Die Bank musste nicht 80 oder 90 Prozent tragen. Das Risiko war kalkulierbar. Die Investition wurde attraktiv. Ein Jahr später war das Unternehmen produktiver, margenstärker, besser aufgestellt. Die Investition
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    7 m
  • Episode 6 - True Crime - 30 Millionen Betrug. Dortmund. Ferrari....
    Feb 12 2026
    Ein Großhändler aus Dortmund. Umsätze nahe am dreistelligen Millionenbereich. Auszeichnungen. Politische Nähe. Creditreform-Siegel. Vorzeigeunternehmer. Und mittendrin: Ich. Was als Liquiditätsmandat begann, entwickelte sich zu einem der verstörendsten Fälle meiner Beraterlaufbahn. Finetrading in Millionenhöhe, eine aggressive Finanzierungsstruktur – und dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Drei Wochen nach Projektende dann die Schlagzeilen: Zoll, Steuerfahndung, WDR, Bild-Zeitung. Der Vorwurf laut Anklage: Umsatzsteuerkarussell. Rund 30 Millionen Euro Betrug. In dieser Folge erzähle ich: wie ein Umsatzsteuerkarussell wirklich funktioniert woran man strukturelle Unsauberkeit erkennt warum hohe Umsätze nichts über Substanz aussagen und weshalb Auszeichnungen, politische Fotos oder religiöse Inszenierungen kein Beweis für Integrität sind True Crime aus dem echten Wirtschaftsleben. Ohne Moralpredigt. Aber mit klarer Haltung. Wer glaubt, dass große Zahlen automatisch für Seriosität stehen, sollte diese Folge hören.
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    6 m
  • Episode 5 - Die Bank leiht dir einen Regenschirm, wenn die Sonne scheint – und fordert ihn zurück, wenn es regnet
    Feb 10 2026
    Der Kontokorrentkredit wirkt wie Sicherheit. In guten Zeiten wird er eingeräumt, in schwierigen Phasen oft stillschweigend geduldet. Genau darin liegt die Gefahr. In dieser Episode erkläre ich, warum der Kontokorrentkredit für Unternehmen schnell zum Todesstoß werden kann. Wie Banken intern über Ratingverfahren Risiken abbauen, während Unternehmen sich auf kurzfristige Liquidität verlassen. Und warum die Kündigung – ob ordentlich oder fristlos – häufig eine Liquiditätslücke erzeugt, die kaum noch geschlossen werden kann. Es geht um die rechtlichen Spielräume der Banken, um die Grenzen von Förderdarlehen in der Krise und um das, was im Ernstfall tatsächlich bleibt: Verhandlungen, Zeitgewinn und strukturiertes Handeln. Keine Vorwürfe. Keine Romantik. Sondern Realität aus der Finanzierungspraxis.
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    5 m
  • Episode 4 - KfW-StartGeld, wie schwer ist es?
    Feb 5 2026
    KfW-StartGeld: Warum eine Ablehnung oft schwerer ist als eine Zusage Viele Gründer glauben, das KfW-StartGeld scheitere an der Bank. Die Daten zeigen etwas anderes. In dieser Episode erkläre ich, warum die größten Brüche in der Erfolgswahrscheinlichkeit lange vor dem Bankgespräch entstehen – und weshalb formale Förderfähigkeit allein nicht ausreicht. Basierend auf der Auswertung tausender Fälle aus dem KfW-StartGeld-Chancenrechner zeige ich, wo Gründer sich selbst aussortieren, oft ohne es zu merken. Wir sprechen darüber, warum Businesspläne mit KI gut klingen, aber im Gespräch nicht tragen. Warum unplausible Planungen, fehlende Herleitungen und mangelnde Authentizität mehr schaden als eine schwache Idee. Und weshalb Banken nicht nach perfekten Zahlen suchen, sondern nach stimmigen Menschen hinter dem Konzept. Ich erkläre, warum der erste Bruch fast immer beim Businessplan liegt – und der zweite im persönlichen Gespräch. Und worauf es wirklich ankommt, wenn man ein Bankgespräch führt, das nicht nur freundlich endet, sondern erfolgreich. Keine Anleitung zum Antrag ausfüllen. Keine Förderromantik. Sondern Einblick in die reale Entscheidungslogik hinter dem KfW-StartGeld. Diese Folge richtet sich an Gründer und Unternehmer, die verstehen wollen, warum Förderdarlehen nicht an Formularen scheitern – sondern an fehlender Übersetzung zwischen Konzept und Person.
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    5 m
  • Episode 3 - Fördermittel sind entweder der Türöffner zur Straftat oder genialer Eigenkapitalersatz
    Feb 3 2026
    Fördermittel gelten in Deutschland als Heilsversprechen. Billiges Geld. Risikofrei. Staatlich legitimiert. Und genau das ist das Problem. In dieser Episode zerlege ich einen der größten Mythen der Unternehmensfinanzierung: die naive Gleichsetzung von Fördermitteln mit „guter Finanzierung“. Ich erkläre, warum Beratungs- und Schulungszuschüsse häufig nichts anderes sind als systematischer Preistreiber für mittelmäßige Leistungen – und warum sie in der Praxis nicht selten Haftungsrisiken, Bilanzprobleme und im schlimmsten Fall Subventionsmissbrauch erzeugen. Aber ich mache auch klar, warum das nicht für alle Fördermittel gilt. Anhand eines realen Investitionsfalls zeige ich, warum Investitionszuschüsse wie der GRW echte Eigenkapitalersatzinstrumente sein können, wie sie Bilanzstrukturen verändern, Risiken senken und Unternehmenswerte messbar erhöhen. Wir sprechen darüber, warum Banken sehr genau unterscheiden, welche Förderung im Unternehmen wirkt – und welche nur auf dem Papier gut aussieht. Diese Folge ist unbequem. Für Coaches. Für Förderberater. Für alle, die glauben, ein Stempel ersetze Denken. Aber sie ist Pflicht für Unternehmer, die verstehen wollen, warum Förderung entweder ein strategischer Hebel ist – oder der erste Schritt in strukturellen Unsinn. Kein Moralvortrag. Keine Förderromantik. Sondern Finanzierung, wie sie Banken, Investoren und Gutachter wirklich bewerten. Wenn du Fördermittel einsetzt oder einsetzen willst, hör genau hin.
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    5 m