Episodios

  • Wie die nächste Ölkrise Österreich kaltlässt
    Mar 27 2026
    Der Angriff auf den Iran hat die Energiepreise in die Höhe getrieben – und laut Fatih Birol, dem Chef der Internationalen Energieagentur könnte diese Krise schlimmer werden als alles, was Europa in den vergangenen 50 Jahren erlebt hat. Rund zehn Prozent des weltweiten Ölverbrauchs sind durch die Blockade der Straße von Hormuz und zerstörte Produktionsanlagen weggefallen, mehr als bei den Ölpreisschocks der 1970er-Jahre. Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur erklärt im Podcast, warum Diesel dabei knapper ist als Benzin, was die neue Spritpreisbremse taugt – und wo Österreich heute besser aufgestellt ist als noch vor vier Jahren. Er räumt mit einer verbreiteten Hoffnung auf: Hohe fossile Preise treiben nicht automatisch die Energiewende voran. Denn wenn Gas teuer wird, verbrennen viele Länder schlicht mehr Kohle. Dennoch sieht der Energieexperte in der aktuellen Situation auch eine Chance: Sie zeigt schonungslos, wohin die jahrzehntelange Abhängigkeit von fossilen Importen führt – und macht erneuerbare Energie politisch unausweichlicher denn je.
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    37 m
  • Warum wir unsere Fäkalien besser nutzen sollten
    Mar 13 2026
    Rund 600 Millionen Tonnen Kot produzieren Menschen jedes Jahr. Über die Geschichte der Menschheit kam so in etwa das Gewicht des Mount Everests an Kacke zusammen. Das schreibt die deutsche Journalistin Ursula Kosser in ihrem neuen populärwissenschaftlichen Buch "Schöne Scheiße: Wie unsere Fäkalien die Ressource der Zukunft sein können", das kürzlich im Oekom-Verlag erschienen ist. Kosser findet: Über menschlichen und tierischen Kot sollte viel mehr gesprochen und nachgedacht werden. Denn mit den Fäkalien ließe sich weit mehr machen als bisher. Statt Kot mit wertvollem Trinkwasser im Klo hinunterzuspülen, könnte der Rohstoff der Schlüssel zur Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Gesundheit sein.
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    41 m
  • Weltraumschrott: Brauchen wir eine Müllabfuhr im All?
    Feb 27 2026
    Zigtausende Objekte rasen mit rund 25.000 Kilometern pro Stunde um die Erde. Die meisten davon sind Schrott. Ausgediente Satelliten und Raketenstufen werden zur wachsenden Gefahr für die Raumfahrt. Denn Kollisionen erzeugen Millionen neuer Trümmerteile, die wiederum weitere Zusammenstöße auslösen können. Eine Kettenreaktion, die den Weltraum zunehmend unbenutzbar machen könnte. In Zeiten, in denen die Raumfahrt boomt und Mega-Konstellationen wie Starlink Tausende neue Satelliten ins All bringen, wird das Ausweichen zum Alltag: Alle zwei Wochen muss ein Ausweichmanöver geflogen werden, berichtet Holger Krag im Podcast Edition Zukunft. Er leitet die Abteilung für Weltraumsicherheit bei der Europäischen Weltraumagentur ESA. Doch es gibt Lösungsansätze: Von Lasern am Boden über eine regelrechte Müllabfuhr im Weltraum bis hin zur Kreislaufwirtschaft im Orbit. Krag erklärt, welche Technologien bereits in Entwicklung sind, warum internationale Verkehrsregeln für den Weltraum fehlen und wie ein Markt für Rückholmissionen entstehen könnte – inklusive Versicherungen für gestrandete Satelliten.
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    28 m
  • Biogas aus Bananenschalen: Wie Mist zu Energie wird
    Feb 13 2026
    Eva Maria Prehm beschäftigt sich in ihrer Arbeit den ganzen Tag mit Mist. Anstatt braune Bananenschalen, Apfelputzen oder Zucchini-Strünke verrotten zu lassen, erforscht sie, wie sich aus organischen Abfällen Biogas erzeugen lässt. Ihre Verbündeten sind Bakterien und Archaeen, die in speziellen Reaktoren organisches Material zu Methan abbauen. Das Problem: Verholzte Pflanzenmaterialien wehren sich, manche Inhaltsstoffe sind giftig für die empfindlichen Mikroorganismen. In Österreich speisen erst 16 Anlagen Biomethan ins Gasnetz ein – dabei könnte die Technologie gerade dort punkten, wo Elektrifizierung an Grenzen stößt.
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    21 m
  • Neue Mond-Missionen: "Diesmal bleiben wir"
    Jan 30 2026
    Die US-Raumfahrtbehörde Nasa plant mehrere spektakuläre Mond-Missionen. Wenn alles gut geht, bricht am 7. Februar die Crew der Mission Artemis 2 in Richtung Mond auf und wird den Trabanten umrunden. Die Mission Artemis 3 soll dann im Jahr 2027 starten, um erstmals seit den 1970er-Jahren wieder Menschen auf die Mondoberfläche zu bringen. Die Nasa und ihre Partner haben dabei ganz andere Ziele als bei den früheren Mondflügen. Langfristig will man eine Raumstation auf dem Mond errichten, in der Astronautinnen und Astronauten forschen könnten. Sogar ein Atomkraftwerk für den Mond sei geplant, wie die Nasa bekräftigt. Der Experte Volker Schmid vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) analysiert, was in den kommenden Jahrzehnten auf dem Mond alles passieren könnte.
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    28 m
  • Kann KI die Natur retten?
    Jan 16 2026
    Bewegungsprofile von Walhaien, Nashörner mit elektronischen Halsbändern, die vor Wilderern warnen, und Berggorillas mit eigenen Bankkonten – künstliche Intelligenz eröffnet dem Naturschutz völlig neue Möglichkeiten. Die Biologin Frauke Fischer erklärt im Podcast konkret, wie Algorithmen bereits heute Muster in gigantischen Datenmengen erkennen, die Menschen nie erfassen könnten. Zusammen mit der Ökonomin Hilke Oberhansberg hat sie Ende 2025 das Buch "Kann KI die Natur retten" veröffentlicht. Doch das Werkzeug ist zweischneidig: Die gleichen Technologien, die bedrohte Arten schützen sollen, könnten sie auch gefährden, wenn die Daten in falsche Hände geraten. Problematisch ist auch der ökologische Fußabdruck der KI selbst. Rechenzentren verbrauchen so viel Strom wie ganze Städte, für die Hardware werden seltene Erden aus den artenreichsten Regionen abgebaut. Kann eine Technologie die Natur retten, die selbst zur Bedrohung geworden ist?
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    32 m
  • Replay: Wann und wie Demokratien untergehen
    Jan 9 2026
    Der Wandel passiert meist schleichend: Schritt für Schritt untergraben Politiker und Parteien demokratische Institutionen. Und wenn sie damit fertig sind, ist von einer einstigen Demokratie meist nurmehr die Hülle übrig, sagt die Politikwissenschafterin Tamara Ehs. Dieser politische Wandel trifft für viele wohl gerade auf die USA zu – wobei US-Präsident Donald Trump laut Ehs im Vergleich zur Vergangenheit und zu anderen Machthabern die Demokratie aktuell sogar beachtlich schnell umbaut. Im Podcast "Edition Zukunft" spricht Ehs darüber, welche Versuchungen von "starken Männern" wie Donald Trump ausgeht, inwiefern eine Autokratisierung mit Krisen wie dem Ukrainekrieg und der Corona-Pandemie zusammenhängt, wie sich diese Entwicklung stoppen lässt und warum sich unsere Demokratien dafür wandeln müssen. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
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    36 m
  • Replay: Wie Klimaschutz wieder Spaß macht
    Jan 2 2026
    Seit über 30 Jahren setzt sich Roger Hackstock für den Klimaschutz ein. Dabei ist er nicht nur motiviert wie am ersten Tag, er lässt sich auch den Spaß an der Arbeit trotz Temperaturextremen, vermehrten Dürren und Starkregenereignissen nicht verderben. Im Gegenteil, Hackstock macht mittlerweile sogar Witze über den Klimawandel. Um auch andere mit seiner Zuversicht anzustecken, hat er das Buch Wie wir die Welt retten, ohne uns dauernd Sorgen zu machen (erschienen bei Kreymayr & Scheriau) geschrieben. **Hat Ihnen dieser Podcast gefallen?** Mit einem STANDARD-Abonnement können Sie unsere Arbeit unterstützen und mithelfen, Journalismus mit Haltung auch in Zukunft sicherzustellen. Alle Infos und Angebote gibt es hier: [abo.derstandard.at](https://abo.derstandard.at/?ref=Podcast&utm_source=derstandard&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast&utm_content=podcast)
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    20 m