Episodios

  • Der Kaputtmacher aus dem Ruhrpott
    Mar 6 2026
    Ein Morgen wie jeder andere. Schweiß, Kater, ein Traum, der sich schon beim Aufwachen verflüchtigt. Doch irgendetwas bleibt zurück. Ein Gefühl, dass alles, was dieses Leben ausmacht, längst zu Staub geworden ist. Und dass es Zeit ist, aufzuräumen.
    In dieser Folge von Proletenprosa begleitet ihr einen Mann aus dem Ruhrpott bei einem radikalen Befreiungsschlag. Mit einem Baseballschläger bewaffnet zieht er durch seine eigene Wohnung und zerlegt Stück für Stück das Inventar seines alten Lebens: Möbel, Erinnerungen, Statussymbole, Bücher, Geräte und die sorgfältig eingerahmten Lügen vergangener Jahre. Was als impulsiver Wutanfall beginnt, entwickelt sich zu einer rücksichtslosen Abrechnung mit Konsum, gescheiterten Beziehungen, Karrierefantasien und der sedierenden Bequemlichkeit des modernen Alltags.Zwischen splitterndem Glas, brennenden Anzügen und heulenden Sirenen entfaltet sich eine düstere, rohe Momentaufnahme eines Menschen, der beschließt, alles zu zerstören, was ihn selbst langsam zerstört hat.

    Eine Folge über Eskalation, Selbstbefreiung und den schmalen Grat zwischen Katharsis und totalem Kontrollverlust.

    Laut, dreckig und ohne Sicherheitsabstand. Willkommen im Wohnzimmer des Untergangs. 🔥🪓📻


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    19 m
  • Fleischwurstbrot mit Mayo
    Feb 27 2026
    Für die neue Folge Proletenprosa serviert Luke Stuckberry ein Frühstück, das nach grauem Amtsflur riecht und trotzdem nach Zuhause schmeckt: Fleischwurstbrot mit Mayo.Was als harmlose Stulle beginnt, entwickelt sich zur schonungslosen Selbstbeichte zwischen Kühlschrankbrummen, Fettglanz und moralischer Verwahrlosung. Mit der Präzision eines Metzgers und der Würde eines Raststättenphilosophen zerlegt Stuckberry nicht nur die Fleischwurst, sondern gleich den ganzen Mythos von Clean Eating, Detox-Wahn und Tofu-Erlösung. Zwischen Rülpsern, Reue und rebellischer Sättigung entsteht ein Monolog über Ekel, Gewohnheit und die ehrliche Schönheit des kulinarischen Absturzes.Diese Episode ist kein Wellness-Retreat. Sie ist Autobahnraststätte um drei Uhr morgens. Sie ist Mayo auf nackter Wurst. Sie ist der Triumph des Magens über die Moral.Wer wissen will, wie sich Salz, Fett und Selbstironie zu Literatur verarbeiten lassen, sollte sich ans Brettchen setzen. Serviert wird heiß. Verdaut wird später.
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    12 m
  • Niemand will mehr
    Feb 20 2026
    In der neuen Folge von Proletenprosa wirft Luke Stuckberry einen wütend-ironischen Blick auf eine Gesellschaft im Dauerzustand der Selbstoptimierung. Zwischen Reihenhausidylle, Karrierezwang, durchgeplanten Lebensentwürfen und perfekt inszenierter Individualität stellt sich eine radikale Frage: Was passiert, wenn plötzlich niemand mehr wirklich etwas will?Mit scharfem Humor und bitterer Beobachtungsgabe beschreibt die Folge eine Welt aus Statussymbolen, glattgebügelten Biografien und emotional gefilterten Beziehungen. Gleichzeitig erzählt sie von der Sehnsucht nach Unordnung, Ehrlichkeit und Orten, an denen Scheitern noch erlaubt ist. Ein schonungsloser, gesellschaftskritischer Monolog über Fortschritt, Anpassung und die stille Angst vor dem eigenen Leben.
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    12 m
  • Legale Drogen
    Feb 13 2026
    Alle reden über Drogen. Aber fast immer über die falschen.In dieser Folge von Proletenprosa geht es nicht um das Klischee vom Bahnhofsjunkie, nicht um die ausgestreckte Hand im Park, nicht um das moralisch bequeme Feindbild. Es geht um die anderen. Um die Funktionierenden. Die Unsichtbaren. Die mit festem Händedruck und weicher Leber. Die mit zwanzig Lungenbrötchen pro Tag. Die mit der Vape wie ein USB-Rosenkranz. Die mit zwei Korn zum Frühstück und einer stabilen Steuer-ID.Wir sprechen über Alkohol, Nikotin, Cannabis und das große deutsche Talent zur Doppelmoral. Über die neue Legalität des Kiffens und ein Konzept, das wirkt, als sei es zwischen Mitternacht und Ministeriumskantine entstanden. 25-Gramm-Regel. Drei Pflanzen. Keine Steuer. Viel Rauch. Wenig Plan.Während unten auf der Straße Joint-Jochen Aktien checkt, Hash-Omi ihre Haschplätzchen steuerfrei vertickt und Willi-Promilli sich zuverlässig in Richtung Leberzirrhose arbeitet, bleibt eine Frage in der Luft hängen wie abgestandener Kneipenqualm: Wer gilt hier eigentlich als Problem?Diese Folge ist ein Spaziergang durch Grauzonen. Eine Beobachtung aus dem Küchenfenster. Eine Abrechnung mit selektiver Empörung. Und ein Blick auf eine Gesellschaft, die lieber funktioniert, als ehrlich hinzuschauen.Legale Drogen ist keine Moralpredigt. Es ist ein Spiegel. Und der Rauch zieht trotzdem rein.
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    12 m
  • Der Letzte kommt zum Schuss (Teil 2)
    Feb 6 2026
    In diesem zweiten Teil von Der Letzte kommt zum Schuss zeigt sich, dass Warten manchmal schwieriger ist als alles, was vorher kam. Rolli hat die Wohnung aufgeräumt, Strom und Heizung wieder, das Leben wirkt ein Stück klarer – doch Meggie meldet sich nicht. Die Tage ziehen sich zäh, die Einsamkeit bleibt spürbar. Dann endlich eine Nachricht, ein Spaziergang, kleine Gespräche über Belangloses, das plötzlich alles bedeutet. Rolli lernt, dass Nähe nicht überstürzt werden muss, dass Geduld und kleine Schritte reichen, um aus dem Leeren ein Stück Echtheit zu formen. Ein Abend, an dem stille Versprechen und flüchtige Berührungen das Leben zurückholen.
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    11 m
  • [dazwischengerotzt]: Friedrich und die Arbeit
    Jan 31 2026
    Luke Stuckberry schläft.
    Bis ihn seine Frau weckt.
    Nicht mit Kaffee. Sondern mit Politik.In dieser Folge von Proletenprosa trifft der müde Alltag eines Vollzeit-Arbeitenden auf große Forderungen nach noch mehr Leistung. Zwischen Schnarchen, Hausarbeit, Steuererklärung, Malochermoral und dem ewigen Vergleich mit der Schweiz fragt sich Luke: Wie viele Stunden hat ein Tag eigentlich noch übrig? Und wer entscheidet, wann genug gearbeitet wurde?Ein satirischer Monolog über Arbeit, Überforderung, falsche Vorbilder, Selfmade-Mythen und die alte Sehnsucht nach Freizeit in einer Welt, die sie längst für verdächtig erklärt hat.Bissig. Proletarisch. Und sehr wach, obwohl alle müde sind.
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    8 m
  • Der Letzte kommt zum Schuss (Teil 1)
    Jan 30 2026
    In dieser Folge von Proletenprosa trifft Dunkelheit auf flackerndes Kerzenlicht und Resignation auf die leisen Möglichkeiten eines neuen Anfangs. Rolf „Rolli“ Ronterbach hat die Stromrechnung verfallen lassen, das Bier ist kalt, die Gedanken schwer. Sein Tagesplan besteht aus Alkohol, Tabak und einem kleinen Ritual gegen die Stille – bis ein Anruf und eine zufällige Begegnung im Park die Perspektive verändern. Zwischen zerbrochenem Asphalt, flackernden Laternen und einem zu kleinen Regenschirm entstehen Momente von Nähe, ehrlicher Kommunikation und vorsichtigem Aufatmen. Ein Abend, an dem Rolli erkennt, dass man nicht weg muss, um endlich anzukommen.
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    16 m
  • Das Schrebergarten Paradoxon
    Jan 23 2026
    „Das Schrebergarten-Paradoxon“ taucht tief in die Absurditäten deutscher Ordnungsliebe ein. Luke Stuckberry erzählt von Peter Prengelmeyer, der zwischen Bierwampe, Couch und penibel gepflegtem Schrebergarten über Macht, Kontrolle und das paradoxe Verhältnis der Gesellschaft zu Raum, Regeln und Glück sinniert.Eine Satire über Vorschriften, Ordnung und die kleinen Freuden, die nur existieren dürfen, wenn niemand hinsieht. Zwischen korrekt geschnittenen Hecken, absurden Vereinsversammlungen und dem Mangel an Wohnraum entfaltet sich ein stiller, beißender Kommentar auf eine Gesellschaft, die Menschen bändigt, während sie Gärten kultiviert. Lakonisch, präzise und bitterkomisch – Proletenprosa wie ein Spiegel voller Hecken.
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    16 m