Episodios

  • Leidenschaft im Bildungsbereich - ein Widerspruch?
    Mar 5 2026
    Ist Leidenschaft ein süsser Schmerz? In dieser Episode ergründen David und Barbara die tiefe Bedeutung von Passion im Kontext von Schule und Training. Leidenschaft hat viel mit «Leiden» und «Schaffen» zu tun – sie ist kein dauerhafter Zustand, sondern ein wellenförmiger Prozess, vergleichbar mit einer Alpenüberquerung, die sowohl Momente der Euphorie als auch Täler der Anstrengung kennt. Wir diskutieren, warum Leidenschaft gerade im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz (KI) zur unverzichtbaren Kernkompetenz für Lehrende wird. Während die KI unermüdlich motivieren kann, fehlt ihr die menschliche Beseeltheit und die Fähigkeit, einen Raum im «3D-Format» energetisch zu füllen. David und Barbara räumen zudem mit dem Vorurteil auf, Leidenschaft sei nur etwas für Extrovertierte – auch in der Stille und Introvertiertheit kann ein tiefes Feuer für ein Thema brennen.
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    30 m
  • Psychohygiene in der Bildung
    Feb 26 2026
    In dieser Episode lüften David und Barbara ein Geheimnis, das für die langfristige Gesundheit im Lehrberuf entscheidend ist: die Psychohygiene. Barbara gesteht offen, dass sie die Mittagspausen in Trainings oft alleine verbringt, um in der Stille zu reflektieren und ihr System für den Nachmittag zu klären. Was auf den ersten Blick arrogant wirken könnte, ist in Wahrheit eine notwendige «Minikur», um die eigene Präsenz und Beziehungsqualität hochzuhalten. David teilt seine Erfahrungen als Schulleiter und beschreibt, wie er seine Pausenzeiten radikal anpassen musste, um dem ständigen Druck im Teamzimmer zu entgehen. Wir diskutieren, warum das Teamzimmer oft ein Ort des ungefilterten «Abladens» von Frust ist und welche Strategien helfen, sich bewusst abzugrenzen, ohne den Kontakt zum Team zu verlieren. Die Episode ist ein Plädoyer für mehr Selbstfürsorge im Bildungswesen. Es geht darum, das Kind hinter dem Schüler zu sehen und gleichzeitig die eigene «beste Version» zu bewahren, um belastbar und wirksam zu bleiben.
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    29 m
  • Humor und Autorität
    Feb 19 2026
    In dieser Episode diskutieren David und Barbara den tiefgreifenden Wandel der Autorität in Schulen und Trainings. David stellt fest, dass das klassische Wissensmonopol durch das Internet gefallen ist und Autorität heute nicht mehr automatisch verliehen, sondern durch Haltung und Ausstrahlung erarbeitet werden muss. Ein zentraler Aspekt des Gesprächs ist die Definition von Autorität. Barbara erläutert die etymologische Wurzel des Wortes: augere bedeutet „wachsen lassen“. Wahre Autorität dient also dazu, andere zu stärken und ihnen Raum zur Entwicklung zu geben, anstatt Macht durch Strenge oder Strafe negativ auszuleben. Dabei spielt der Humor eine entscheidende Rolle. Viele Lehrpersonen haben die Sorge, durch Humor die Kontrolle zu verlieren oder als unseriös wahrgenommen zu werden. Die Quellen zeigen jedoch das Gegenteil: Humor ist eine Intelligenzleistung, die neue Perspektiven eröffnet, Eselsbrücken schlägt und die eigene Autorität durch Nahbarkeit stärkt.
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    33 m
  • Merkwürdige Methoden – Liebes Tagebuch
    Feb 12 2026
    In dieser Episode gehen David und Barbara der Frage nach, wie Unterricht und Training wirklich “merk-würdig” werden – im Sinne von: Es ist wert, dass man es sich merkt. Vergessen Sie gähnende Langeweile durch PowerPoint-Schlachten, bei denen der Beamer die Teilnehmer in den Schlaf summt. Hier wird gesungen! Barbara erklärt, warum ein Lied zu Beginn eines Workshops nicht nur die Aufmerksamkeit schürt, sondern auch die Schamgrenze spielerisch überwindet. Musik ist ein körperliches und sinnliches Erleben, das Botschaften tief im Gehirn verankert. Ein zentrales Werkzeug dieser Folge ist die Methode des „Liebes Tagebuch“. Erfahren Sie, wie Sie durch lautes Schreiben auf einer Meta-Ebene Ängste und Befürchtungen Ihrer Teilnehmer abholen, sich selbst nahbar machen und eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen.
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    30 m
  • Tabuthema Coaching
    Feb 5 2026
    In dieser Episode widmen sich David und Barbara einem heiklen Thema: Warum lassen sich Lehrpersonen im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen so wenig coachen? Während Coaching in Unternehmen oder im Spitzensport – man denke an Roger Federer – als völlig normale Massnahme zur Leistungsoptimierung gilt, haftet ihm im Bildungsbereich oft ein Nimbus des Versagens an. David und Barbara räumen mit dem Vorurteil auf, Coaching sei eine „hausgemachte Therapie“ für diejenigen, die es „nicht draufhaben“. Stattdessen definieren sie Lehrpersonen als Führungskräfte, die nicht nur Kinder leiten, sondern in erster Linie sich selbst führen müssen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Aussensicht: Wie ein Spiegel hilft ein Coach dabei, die eigene Wirkung zu reflektieren, Klarheit zu gewinnen und wirksamer zu unterrichten.
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    30 m
  • Microshaming & bedingungslose Wertschätzung
    Jan 29 2026
    In dieser Episode nehmen David und Barbara ein Phänomen unter die Lupe, das oft unbemerkt den Lernalltag vergiftet: Microshaming. Was als vermeintlich lustiger Kommentar oder gut gemeinter Rat getarnt ist, kann bei Schülern und Teilnehmern tiefe Blockaden auslösen. David provoziert zum Einstieg mit einer Kritik an Barbaras Kleidung, um den Moment der Beschämung und die sofortige innere Verteidigungshaltung für die Zuhörer spürbar zu machen. Wir diskutieren schmerzhafte Beispiele aus Schule und Weiterbildung – von Sätzen wie „Mal schauen, was aus dir wird“ bis hin zu intellektueller Überlegenheit wie „Das ist doch Grundlagenwissen“. Dabei wird deutlich: Microshaming findet oft hochgradig subtil statt, etwa durch nonverbale Signale wie ein enttäuschtes Kopfschütteln bei der Prüfungsrückgabe oder das bewusste Überhören von Wortmeldungen.
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    33 m
  • Ähms und Pausen
    Jan 22 2026
    Hast du sich schon einmal gefragt, warum wir in Gesprächen oder Vorträgen so oft zu Füllwörtern wie «Ähm» greifen? In dieser Episode starten David und Barbara mit einem Experiment: David beginnt auf Schweizerdeutsch, um zu verdeutlichen, wie viel Energie die gleichzeitige Übersetzung ins Hochdeutsche und das Vermeiden von Füllwörtern kostet. Ein zentrales Thema ist die Angst vor der Pause. Viele Menschen nutzen das «Ähm» als eine Art Höflichkeitston oder als Schutzschild, um den Faden im Gespräch nicht zu verlieren. Doch die Quellen zeigen: Die Pause ist ein Geschenk an das Gegenüber. Sie gibt dem Zuhörer die nötige Zeit, wertvolle Gedanken zu verarbeiten, anstatt mit „Wortmüll“ überschüttet zu werden.
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    27 m
  • Postulate: Dein innerer Kompass für Haltung und Handeln
    Jan 15 2026
    Was leitet Sie, wenn es im Unterricht oder Training stressig wird? In dieser Episode führen David und Barbara den Begriff des Postulats ein – eine kraftvolle Alternative zu klassischen „Werten“. Während Werte oft nur Schlagworte bleiben, sind Postulate ausformulierte Sätze, die als Handlungsrichtlinien und innerer Kompass dienen. Barbara stellt einige ihrer zentralen Postulate vor, darunter den Musterbruch. Dabei geht es darum, das übliche Schema einer Präsentation oder Lektion bewusst zu hinterfragen: Dient das Muster noch dem Lernziel oder ist es Zeit, es zu brechen? Ein weiteres faszinierendes Postulat ist das „Open Cockpit“. Barbara beschreibt ihren Weg von der Angst, Materialien preiszugeben, hin zur radikalen Transparenz: Indem sie ihren Dozentenplatz für alle öffnet, baut sie Schwellen ab und schafft echte Augenhöhe und Nähe. David bringt das Postulat des lebenslangen Lernens ein. Er teilt seine Erfahrung als Schulleiter und warum es für ihn essenziell ist, ein Vorbild für Entwicklung zu sein – selbst wenn das bedeutet, alle zwei Jahre die Schule zu wechseln, um nicht im Gewohnten zu erstarren.
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    26 m