Episodios

  • Anne Brorhilker, wie funktioniert Cum-Ex?
    Nov 13 2025

    Sie wurde weltweit bekannt als Ermittlerin im Cum-Ex-Steuerbetrugsskandal. Jetzt ist die ehemalige Staatsanwältin Anne Brorhilker zu Gast im unendlichen Podcast.

    Im Gespräch erklärt sie das System hinter den Milliarden-Betrugsfällen, das sie aufgedeckt hat, und welche Widerstände sie dabei zu überwinden hatte. Sie berichtet von der Geheimsprache der Händler und Begegnungen mit Kronzeugen, von ihren Erfahrungen mit Banken und deren Anwälten, mit der deutschen Politik.

    Anne Brorhilker erzählt, warum sie im vergangenen Jahr ihre eigene Entlassung als Beamtin beantragt hat. Heute ist sie Co-Geschäftsführerin des Vereins Bürgerbewegung Finanzwende und hat soeben ein Buch veröffentlicht: "Cum/Ex, Milliarden und Moral – Warum sich der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität lohnt". Darin finden sich viele von Brorhilker selbst – als Stilmittel – geschwärzte Stellen: "Ich darf zu vielen Dingen nichts sagen."

    Anne Brorhilker wurde 1973 in Hamm in Nordrhein-Westfalen geboren. Ihre Mutter arbeitete als Lehrerin, ihr Vater als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Sie spielte leidenschaftlich Querflöte und Klavier – und plante, Musiklehrerin zu werden, brach das Studium jedoch wegen der schlechten Berufsaussichten für das Lehramt ab. Die Entscheidung für ihr Jura-Studium sei spontan gefallen, erzählt sie. Als Staatsanwältin in Köln arbeitete sie ab 2009 in der Abteilung zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung.

    Im Podcast erzählt Anne Brorhilker, dass sie sich am besten mit Hörbüchern ablenken kann, und dass sie als Jugendliche bei "Aktenzeichen XY“ nie Angst hatte. Nach 6 Stunden und 9 Minuten beendet Anne Brorhilker das Gespräch, denn das kann bei "Alles Gesagt?" nur die Gästin.

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    6 h y 10 m
  • Cem Özdemir, wie konservativ können die Grünen sein?
    Oct 24 2025

    Er war Parteichef der Grünen und doppelter Bundesminister. Im kommenden Jahr will er Ministerpräsident seines Heimatlandes Baden-Württemberg werden: Jetzt ist Cem Özdemir zu Gast im unendlichen Podcast.


    Im Gespräch erzählt Özdemir von seinem politischen Aufstieg, von seinen größten Niederlagen und geplatzten Träumen – und sagt, warum er jetzt nach langem Zögern aus Berlin nach Stuttgart gegangen ist. Er erinnert sich an sein Aufwachsen in einer türkischen Arbeiterfamilie im schwäbischen Bad Urach, erzählt von seinem nicht immer unkomplizierten Verhältnis zu seiner Partei – und zum Islam.

    Er spricht über die Lage der Demokratie in Deutschland und über den Umgang der demokratischen Parteien miteinander, über den amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, über Robert Habeck und Joschka Fischer – und erklärt seine Migrations- und Wirtschaftspolitik von heute.

    Cem Özdemir wurde 1965 in Urach geboren, absolvierte erst die Haupt-, dann die Realschule, machte eine Ausbildung zum Erzieher und anschließend das Fachabitur und studierte Sozialpädagogik in Reutlingen. Er ist seit 1981 Mitglied bei den Grünen und wurde 1994 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments, Co-Vorsitzender der Grünen und Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, nach dem Ende der Ampelkoalition auch kurzzeitig Bildungs- und Forschungsminister.

    Im Podcast erklärt er seine Liebe für den schrägen Humor von Monty Python, Stan Laurel und Oliver Hardy – und berichtet von der Zeit, als er in den USA gelebt hat. Er erklärt, warum er stolz war, als er erfuhr, dass er unehelich geboren wurde, wieso er bis heute in Restaurants die Papierservietten mitnimmt – und wie man den Brezelteig vor dem Backen richtig wirft. Nach 6 Stunden und 47 Minuten beendet Cem Özdemir das Gespräch, denn das kann bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

    Produktion: Pool Artists
    Redaktion: Hannah Schraven, Sophie Hübner, Sophia Hubel, Carl Friedrichs
    Gästemanagement: Jule Tautz

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an allesgesagt@zeit.de.

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    6 h y 48 m
  • Sebastian Fitzek, warum gruseln wir uns so gern? (Teil 1)
    Oct 16 2025

    Er ist mit mehr als 20 Millionen verkauften Büchern der erfolgreichste deutschsprachige Schriftsteller unserer Zeit. Jetzt ist der Thriller-Autor Sebastian Fitzek zu Gast im unendlichen Podcast.

    Diese Folge von "Alles gesagt?" wurde live vor Publikum in der Hamburger Elbphilharmonie aufgezeichnet – und findet ein für die Gastgeber Christoph Amend und Jochen Wegner völlig überraschendes, fast thrillerartiges und auch nur vorläufiges Ende. Das Schlusswort ist noch nicht gefallen. Teil 2 folgt im kommenden Jahr.

    Im Podcast erklärt Sebastian Fitzek, was er aus seinem früheren Beruf als Radioprogrammchef für seine Karriere am Buchmarkt gelernt hat. Er erzählt, welche Probleme er mit True Crime hat, verteidigt die Brutalität in seinen Romanen – und beschreibt sein kompliziertes Verhältnis zur Literaturkritik.

    Sebastian Fitzek erinnert sich daran, welche Horrorgeschichten ihm sein Vater erzählt hat ("zu früh!") und welchen Rat ihm seine Mutter für sein Leben gegeben hat. Und dass er sich als Siebtklässler vor einer eigenen Entführung gefürchtet hat, nachdem er im Fernsehen "Aktenzeichen XY" gesehen hatte. Bis heute sagt er über sich: "Ich bin ein tendenziell ängstlicher Mensch."

    Sebastian David Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren und ist im Charlottenburger Stadtteil Eichkamp aufgewachsen. Seine Mutter unterrichtete Wirtschaftslehre in der JVA Tegel. Sein Vater war Schuldirektor und hatte unter anderem Günther Jauch als Schüler, dessen Lieblingslehrer er wurde.

    Sebastian Fitzeks erste Berufswünsche waren Tennisprofi, Tiermediziner, Plattenfirmen-Mitarbeiter und Schlagzeuger in einer Rock-'n'-Roll-Band. Schließlich studierte er Jura und begann eine Laufbahn im Privatradio. Er war Chefredakteur und Programmchef mehrerer Sender in Berlin. Nebenbei schrieb er seinen ersten Thriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 sofort ein Bestseller wurde.

    Bis heute hat Fitzek weit mehr als 30 Bücher geschrieben, darunter auch Kinderbücher und Komödien. Für seine Psychothriller wurde er unter anderem mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet.

    Im Gespräch erzählt Sebastian Fitzek von einer ungewöhnlichen Freundschaft, die in der fünften Klasse begann und bis heute hält – und wie ein Auftritt der Band Plan B im Vorprogramm von Depeche Mode auf der Berliner Waldbühne ihn als 14-Jährigen für sein Leben geprägt hat. Und er berichtet von der Zusammenarbeit mit seinen Lektorinnen, die im Publikum der Elbphilharmonie sitzen – und spontan ihrerseits davon berichten.

    Warum er bis heute so viele Bücher geschrieben hat? "Ich bin ein Getriebener", sagt er. Nach 3 Stunden 39 Minuten geht der Auftritt von Sebastian Fitzek bei "Alles gesagt?" in Hamburg auf überraschende Art und Weise zu Ende. Fortsetzung folgt.

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    3 h y 43 m
  • Leipzig, wie geht's?
    Sep 23 2025

    Bei dieser Folge von "Alles gesagt?" ist alles anders: Zu Gast sind jene 1.360 Menschen, die sich am 6. September im Gewandhaus in Leipzig eingefunden haben. Nach einer improvisierten Veranstaltung in Stuttgart – der Gast war kurzfristig ausgefallen – war dies die erste geplante Publikumsfolge des unendlichen Podcasts.

    Wie geht's Leipzig? Wie denken die Leipziger über sich selbst? Was hat das mit der Messe zu tun? Was unterscheidet die Leipziger von anderen Sachsen? Und was von den Dresdnern? Was lieben die Leipziger an ihrer Stadt, und was nervt sie? Welche politischen Debatten werden in Leipzig geführt? Wer war '89 auf dem Ring? Was hat es mit dem Begriff der "Critical Westdeutschness" auf sich? Worin liegt der Erfolg der AfD? Warum kommt die Digitalisierung im Land nicht voran? Wofür steht die Kunst aus Leipzig? Und warum ist das Ost-Softeis so viel besser als das Softeis im Westen?

    Im Gespräch erinnert sich die Bürgerrechtlerin Gesine Oltmanns, seit diesem Jahr Ehrenbürgerin der Stadt, an die friedliche Revolution von 1989, insbesondere an den 9. Oktober: "Ich merke jedes Mal, wenn ich davon erzähle, wie mich das aufrührt." Sie erklärt, warum sie später nicht in die Politik gegangen ist – und schwärmt von ihrer heute so "lebenswerten Stadt". Skadi Jennicke, die Leipziger Kulturbürgermeisterin, spricht über die kommunale Haushaltskrise, die auch Leipzig betroffen hat, und erklärt, wie sie trotzdem versucht, die freie Szene zu unterstützen. Gewandhaus-Direktor Andreas Schulz spricht über seinen Etat und über die politische Haltung seines Hauses (und singt später zum ersten Mal auf der Bühne des Gewandhauses).

    Der elfjährige Erwin, der mit seinem Vater ins Gewandhaus gekommen ist, empfiehlt das Kant-Gymnasium, und Tom aus Leipzig erzählt, dass er seit einem halben Jahr erfolglos eine Wohnung sucht. Das Ensemble des Gewandhauses gibt zwischendurch ein kleines Konzert, und das Ensemble-Mitglied Gundel Jannemann-Fischer sagt, dass sie mit elf Jahren Oboe lernen wollte, weil sie Rondo Veneziano toll fand.

    Der Leipziger Künstler Michael Triegel berichtet, wie es war, den Papst zu malen, welche überraschenden Erfahrungen er nach 1989 im Westen gemacht hat – und warum eine italienische Reise für ihn "eine zweite Geburt" war.

    Martina Hefter, 2024 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, erinnert sich auf der Bühne, wie sie als Tänzerin und Fitnessstudio-Mitarbeiterin aus dem Allgäu in Leipzig zur Schriftstellerin wurde. Und erklärt, was für sie gute Literatur ausmacht.

    Spontan bildet sich um Hannah Suppa, Chefredakteurin der Leipziger Volkszeitung, und Anne Hähnig, ZEIT-Redaktionsleiterin mit Wohnsitz in Leipzig, ein Presseclub mit Fragen aus dem Publikum. Und dann singen die 1360 Gäste gemeinsam "Der Mond ist aufgegangen".

    Nach 4 Stunden und 54 Minuten beenden die "Weisen des Schlussworts" im Saal das Gespräch, denn das dürfen bei "Alles gesagt?" nur die Gäste.

    Produktion: Pool Artists
    Redaktion: Hannah Schraven, Sophie Hübner, Sophia Hubel, Carl Friedrichs
    Gästemanagement: Jule Tautz

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an allesgesagt@zeit.de.

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    4 h y 54 m
  • Christiane Nüsslein-Volhard, warum ist nach dem Nobelpreis alles aus?
    Aug 29 2025

    Als erste deutsche Frau erhielt sie den Medizin-Nobelpreis. Jetzt ist Christiane Nüsslein-Volhard zu Gast im unendlichen Podcast.

    Für die Aufzeichnung dieser Folge haben Christoph Amend und Jochen Wegner die 82-jährige Genforscherin und Entwicklungsbiologin in ihrem Haus in Tübingen besucht und sie dort – und bei einem von ihr selbst zubereiteten, hessischen Mittagsmenü im Garten – interviewt.

    Im Podcast spricht die in der Wissenschaft oft als CNV abgekürzte Forscherin darüber, wie sie sich als Frau in einer männlich geprägten Welt durchgesetzt hat und wie sich ihr Leben veränderte, als sie 1995 den Nobelpreis erhielt. Sie erinnert sich an "die zehn goldenen Jahre" vorher, "dann kam der Nobelpreis, und alles war aus".

    Christiane Nüsslein-Volhard wurde 1942 in Heyrothsberge in der Nähe von Magdeburg geboren und ist später in Frankfurt am Main aufgewachsen. Sie studierte in Tübingen, forschte in Basel, Freiburg und Heidelberg. 1981 wechselte sie an das Max-Planck-Institut in Tübingen, dessen Direktorin sie 1985 wurde.

    Im Podcast erzählt sie von ihrer "modernen Mutter" und von ihrem Vater, der im Herzen ein Erfinder war und am Tag ihrer Abiturprüfung verstarb. Sie erklärt die Geschichte ihres Doppelnamens und wie es dazu kam, dass sie sich ihr halbes Forscherleben mit der Fruchtfliege beschäftigt hat. Sie spricht über Angela Merkel, über die Rückkehr darwinistischer Prinzipien in der Weltpolitik – und schwärmt von der Schönheit der Fische. Nach 4 Stunden und 12 Minuten beendet Christiane Nüsslein-Volhard das Gespräch, denn das kann bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.

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    4 h y 13 m
  • Wim Wenders, was ist die Zukunft des Kinos?
    Aug 14 2025

    Er ist einer der bedeutendsten deutschen Filmregisseure unserer Zeit, am 14. August 2025 feiert er seinen 80. Geburtstag. Wim Wenders ist zu Gast bei "Alles gesagt?", dem unendlichen Podcast der ZEIT.


    Wenders erklärt ausführlich, wie seine einflussreichsten Filme entstanden, "Der Himmel über Berlin", "Paris, Texas", "Perfect Days" und "Buena Vista Social Club" – und erzählt von seinen größten Flops. Er erinnert sich an seine Kindheit im Ruhrgebiet, erzählt, dass er eigentlich Maler in Paris werden wollte und dort eher zufällig zum Kinoexperten avancierte. Später war er Teil des ersten Jahrgangs an der neu gegründeten Hochschule für Fernsehen und Film in München – und wohnte zeitweise in einer Wohngemeinschaft mit Fritz Teufel, einem wichtigen Protagonisten der 68er-Studentenbewegung.


    Wim Wenders wurde als Wilhelm Ernst Wenders 1945 in Düsseldorf geboren. Seinen Durchbruch erlebte er 1974 mit dem Film "Alice in den Städten". Ende der Siebzigerjahre drehte er erstmals in den USA: Für "Paris, Texas" erhielt er 1984 die Goldene Palme in Cannes. 1987 drehte er "Der Himmel über Berlin".


    Neben seinen Spielfilmen macht Wim Wenders immer wieder Dokumentationen wie "Buena Vista Social Club" oder "Pina" über die Choreografin Pina Bausch. Er arbeitet außerdem für die Werbeindustrie und als Fotograf. Von der Europäischen Filmakademie wurde er mit dem Preis für sein Lebenswerk und von der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet, zudem ist er Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern der Bundesrepublik.


    Im Podcast erzählt Wim Wenders von seiner Zusammenarbeit mit Hollywoodstars wie Dennis Hopper, Sam Shepard, Francis Ford Coppola oder Peter Falk – und warum er Filme am liebsten ohne fertiges Drehbuch dreht. Er schwärmt von seinem Lieblingsland Japan und berichtet, wie die 3D-Technik seine Vorstellung vom Filmemachen verändert hat. Und er erklärt, warum er nie für Netflix arbeiten wird.
    Nach sieben Stunden und zehn Minuten beendet Wim Wenders das Gespräch, denn das kann bei "Alles gesagt?" nur der Gast.

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    7 h y 11 m
  • Alli Neumann, wie wird man heute Popstar?
    Jul 24 2025

    Sie ist Sängerin und Schauspielerin, spielte in der Netflix-Serie Kleo mit, trat mit Coldplay auf und wurde für ihre Musik mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Jetzt ist Alli Neumann zu Gast bei "Alles gesagt?".

    Im Podcast spricht sie über Identitätsfragen und ihre Vorstellung von Freiheit, über ihr politisches Engagement, die Abhängigkeit von Statussymbolen – und ihre Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben in Zeiten von Social Media. Sie erklärt, wie man heutzutage Popstar wird und wie man davon leben kann. Auch wenn sie Fagott und Saxophon spielt, sei ihre eigene Stimme ihr liebstes Instrument.

    Geboren wurde die Künstlerin als Alina-Bianca Neumann in Solingen, aufgewachsen ist sie in den Neunzigerjahren in Polen und anschließend auf einem Bauernhof in Nordfriesland. Im Podcast erzählt sie von ihrer Kindheit in den polnischen Bergen an der Grenze zur Ukraine. Davon, wie sie mit Pferden einkaufen gegangen ist. Und wie sie mit 14 Jahren zum ersten Mal die Schule verlassen hat, um Popstar zu werden. Mit 20 Jahren wollte sie dann Antiquitätenhändlerin werden – wie ihr Vater.

    2021 gründete Alli Neumann ihr eigenes Musiklabel, im selben Jahr erschien ihr Debütalbum. Parallel schreibt sie seit einigen Jahren auch Musik für Kinderfilme. Im September 2025 wird sie ihr drittes Album "Roquestar" veröffentlichen.

    Im Gespräch erzählt Alli Neumann, warum sie sich vor Kurzem von all ihren Instrumenten und ihrer Trachtensammlung getrennt hat, wieso sie auf dem Fusion-Musikfestival Unkraut gejätet hat – und weshalb sie sich selbst als "Champagne Socialist" bezeichnet. Nach 3 Stunden und 33 Minuten beendet Alli Neumann das Gespräch, denn das kann bei "Alles gesagt?" nur die Gästin.

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    3 h y 33 m
  • Klaus Biesenbach, was ist Kunst?
    Jul 10 2025

    Er ist der Direktor der Neuen Nationalgalerie in Berlin, war Chief Curator at Large beim MoMA in New York und ist eine der prägenden Persönlichkeiten der internationalen Kunstwelt. Jetzt ist Klaus Biesenbach zu Gast im unendlichen Podcast.

    Biesenbach spricht über die vielen Definitionen von Kunst – und kritisiert den heutigen Kunstmarkt. Er spricht über die Macht von Social Media, und wie er sein Privatleben schützt: "Ich war viel zu sichtbar."

    Klaus Biesenbach spricht über den überwältigenden Erfolg der von ihm kuratierten Ausstellung "The Artist is Present" von Marina Abramovics im MoMA im Jahr 2010 – und über den Flop seiner Ausstellung mit der Musikerin Björk, der für ihn ein Wendepunkt in seiner Karriere war. "Das war überdehnt", sagt er heute.

    Klaus Biesenbach wurde 1966 in Bergisch-Gladbach geboren und ist in der Gemeinde Kürten im Rheinisch-Bergischen Land aufgewachsen. Er erzählt von seiner einfachen Kindheit auf dem Land - und warum er nie Deutscher sein wollte. Biesenbach ist mittlerweile deutscher und amerikanischer Staatsbürger.

    Als während seines Studienaufenthalts in New York 1989 in Deutschland die Mauer fiel, beschloss er, nach Berlin zu ziehen. Im Alter von 24 Jahren wurde er der Co-Gründer der Kunstwerke in Berlin-Mitte, später ging er nach New York und wechselte zur Kunsthalle PS1, das zum MoMA gehört, und schließlich zum MoMA selbst.

    Im Podcast erzählt er, wie ihn seine Zeit in Israel in einem Kibbuz geprägt hat, warum er jahrelang mit einer Wildgans lebte, wieso er Haushaltswarengeschäfte liebt, was er sich von Joseph Beuys abgeschaut hat, und wie es dazu kam, dass er die Popband Kraftwerk ausstellte. Klaus Biesenbach sagt, dass er mittlerweile in seinem zwölften Leben angekommen sei.

    Nach 5 Stunden und 20 Minuten beendet er das Gespräch, denn das kann bei Alles Gesagt? nur der Gast.

    In Leipzig und Hamburg können Sie Alles gesagt? im September live erleben. Informationen gibt es hier. Der Ticketverkauf startet in Kürze.

    Produktion: Pool Artists
    Redaktion: Hannah Schraven, Vincent Mank, Sophie Hübner, Sophia Hubel, Carl Friedrichs
    Gästemanagement: Jule TautzFragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an allesgesagt@zeit.de.

    Más Menos
    5 h y 20 m