Episodios

  • Durchwurstler in chief: War das schlau von Ignazio Cassis?
    Apr 2 2026

    Es war offensichtlich kein Zufall: Als die Journalisten der «Schweiz am Wochenende» nachfragten, ob er das wirklich so gemeint habe, durchwursteln, really?, da legte Aussenminister Ignazio Cassis noch einen drauf: «’Durchwursteln’ gilt medial gern als Makel. Ich sehe darin eher eine schweizerische Kernkompetenz: den besten Weg zu finden, um unsere Interessen zu wahren – Schritt für Schritt, mit gesundem Pragmatismus.» Eine Kernkompetenz sogar!

    Durchwursteln seit 1904

    Tatsächlich begleitet das Reden vom Durchwursteln die Schweizer Politik schon lange. Bereits im Dezember 1904, als im Parlament ein neuer Handelsvertrag mit Italien verhandelt wurde, sagte der Berichterstatter der Zollkommission, Frey, (mit Vornamen hatte man es in der Berichterstattung damals nicht so): «Man kann aber in der Tat viel vermischen, wenn man sich von einem Vertrag zum andern durchwurstelt und nicht von Anfang an fest entschlossen ist, die grossen Linien beständig vor Augen zu halten.»

    Von da an wurde gewurstelt. Im Zweiten Weltkrieg, im Kalten Krieg, nach dem Kalten Krieg. Immer, wenn die Situation etwas komplizierter für den Kleinstaat wurde.

    Es ist also nicht so, als ob das Konzept des Durchwurstelns ein unbekanntes wäre. Nur dass es ein Bundesrat so bezeichnet – das ist neu. Was bedeutet das? Warum hat das Cassis gemacht? War das Kalkül? Oder Ungeschick? Im Politik-Podcast «Politbüro» wursteln heute Jacqueline Büchi, Fabian Renz und Mario Stäuble. Sie sind zu Gast bei Philipp Loser.

    Produzentin: Sara Spreiter

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    41 m
  • Martin Pfister: Was hat er im ersten Jahr als Bundesrat erreicht?
    Mar 26 2026

    Vor etwas mehr als einem Jahr war Martin Pfister für die meisten ein Unbekannter. Dann wurde er als Nachfolger von Viola Amherd in den Bundesrat gewählt.

    Seit einem Jahr ist er nun also Vorsteher des grossen (und schwierigen) Verteidigungsdepartements. Zu Beginn versprach Pfister, den Problemen im Departement wirklich auf den Grund zu gehen. Dann musste er als Erstes über den plötzlich nicht mehr so fixen Kaufpreis der neuen F-35-Kampfjets informieren.

    Hört man sich im Bundeshaus um, sagt man über ihn vor allem eines: Pfister ist unglaublich nett. Er ist transparent, ehrlich, holt Meinungen der Parteien ab, informiert die Kommissionen rechtzeitig. Bei aller Nettigkeit fehle ihm aber (noch immer) das Verständnis darüber, wie das politische Spiel im Bundeshaus wirklich funktioniere.

    Stimmt das? Was hat Martin Pfister in seinem ersten Jahr als Bundesrat erreicht? Was nicht? Und welche Falle hat er dabei gemacht?

    Host Philipp Loser, Inlandchef Mario Stäuble und Meinungschef Fabian Renz ziehen eine Zwischenbilanz über das erste Jahr von Martin Pfister als Bundesrat – in einer neuen Folge des Politikpodcasts «Politbüro».

    Produzent: Noah Fend

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    40 m
  • Das System Albert Rösti: Ist sein Vorgehen taktisch klug oder undemokratisch?
    Mar 19 2026

    Es war schon Abend, gegen 18.30 Uhr, als Bundesrat Albert Rösti am vergangenen Sonntag zusammen mit Karin Keller-Sutter vor die Medien trat, um die Abstimmungsresultate zu kommentieren. Was er dann zur SRG-Halbierungsinitiative sagte, sorgte bei den siegreichen Gegnerinnen und Gegnern (62 Prozent) für Empörung.

    Man müsse die Ja-Stimmen (38 Prozent) zur SRG-Initiative ernst nehmen. Die Ausgewogenheit der SRG-Inhalte sei «auffallend oft» Thema gewesen im Abstimmungskampf. Und der Bundesrat wolle der SRG im Sport- und Unterhaltungsbereich «Beschränkungen auferlegen».

    Es ist nicht das erste Mal, dass Bundesrat Albert Röstis Politstil zu reden gibt. Für die einen ist er inakzeptabel. Für die anderen taktisch geschickt.

    Was stimmt? Ist Rösti ein strategisches Genie? Oder ist sein Vorgehen undemokratisch?

    Das diskutieren Chefredaktorin Raphaela Birrer, Reportage- und Storytelling-Leiterin Jacqueline Büchi und Fabian Renz, Leiter Analyse und Meinungen, in einer neuen Folge des Politikpodcasts «Politbüro». Sie sind zu Gast bei Philipp Loser.

    Produzent: Noah Fend

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    36 m
  • Schadet die rot-grüne Dominanz den Schweizer Städten?
    Mar 12 2026

    Der Gegensatz könnte fast nicht grösser sein: Der Bundesrat, der Nationalrat, der Ständerat, die Kantone – sie alle sind bürgerlich dominiert. In den Städten gilt das Gegenteil. Neun der zehn grössten Schweizer Städte haben linke Regierungen.

    Das wird am Sonntag einmal mehr bestätigt: Die Stadt Zürich wählt Stadt- und Gemeinderat. Sieben von neun Sitzen in der Stadtregierung werden dann von links-grünen Politikerinnen und Politikern besetzt sein. So sagen es die Umfragen.

    Was macht das mit einer Stadt? Warum scheinen Stadt und Land in der Schweiz politisch immer weiter auseinanderzudriften? Und was bedeutet das, wenn man bedenkt, dass bald schon mehr als die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer im urbanen Raum leben?

    Das diskutieren Chefredaktorin Raphaela Birrer, Reportage- und Storytelling-Chefin Jacqueline Büchi und Inlandchef Mario Stäuble in einer neuen Folge des Politikpodcasts «Politbüro». Sie sind zu Gast bei Philipp Loser.

    Produzent: Noah Fend

    Der Leitartikel von Raphaela Birrer zum Nachlesen:

    • Zürich verdient mehr Diversität

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    39 m
  • Reicht es für die Individual­besteuerung? Und was ist bei der Halbierungs­initiative passiert?
    Mar 5 2026

    Die Halbierungsinitiative: knapp. Die Klimafondsinitiative: chancenlos. Die Individualbesteuerung: mit Vorsprung. So sah es noch vor kurzem aus im Hinblick auf die Abstimmungen vom 8. März.

    Nun zeigen die letzten Umfragen vor dem Super-Abstimmungssonntag eine interessante Dynamik in diesem Abstimmungskampf. Die Halbierungsinitiative kippt deutlich ins Nein, die SRG scheint damit (vorerst) gerettet. Die Klimafondsinitiative sackt noch weiter ab. Dafür wird es für die Individualbesteuerung plötzlich überraschend knapp.

    Was steckt hinter dieser Dynamik? Welche Rolle spielt die Komplexität bei der Individualbesteuerung? Welche das Programm der SRG bei der Halbierungsinitiative? Und warum findet der Klimafonds nicht mehr Zustimmung?

    Darüber diskutieren Inlandchef Mario Stäuble, Reportagen- und Storytelling-Chefin Jacqueline Büchi und Meinungschef Fabian Renz in einer neuen Folge des Politikpodcasts «Politbüro». Sie sind zu Gast bei Philipp Loser und blicken ein letztes Mal auf die Abstimmungen vom 8. März.

    Produzent: Noah Fend

    Mehr zu den Abstimmungen am 8. März:

    • SRG-Halbierung kippt ins Nein – Individual­besteuerung verliert stark an Zuspruch
    • Kinderlose Ehepaare werden bei den Steuern belohnt, Familien bestraft
    • Interaktiver Rechner: So hoch ist oder wäre Ihre Heiratsstrafe

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    45 m
  • Abstimmungen (2/2): Alles zur Individualbesteuerung und zur Bargeldinitiative
    Feb 26 2026

    Der 8. März ist ein Super-Abstimmungssonntag. Entschieden wird über vier Vorlagen – und über ziemlich viel Geld. Es geht um die SRG, ums Klima, um die Steuern und ums Bargeld.

    Das «Politbüro» nimmt sich allen vier Abstimmungsvorlagen an, erklärt sie und analysiert den Abstimmungskampf. In der zweiten von zwei Abstimmungsfolgen geht es um die Individualbesteuerung und um die Bargeldinitiative.

    Geht es bei der Individualbesteuerung im Kern wirklich um Gleichstellung? Warum sind die Kantone dagegen? Wäre die Umsetzung so kompliziert, wie viele von ihnen behaupten? Und was würde ein Ja zur Individualbesteuerung für die Ehe bedeuten?

    Was will die Bargeldinitiative genau? Was würde ein Ja zur Initiative überhaupt verändern? Und woher kommt die gross Staatsskepsis der Initianten?

    Das alles diskutiert Host Philipp Loser mit Chefredaktorin Raphaela Birrer, Inlandchef Mario Stäuble und Meinungschef Fabian Renz in der zweiten Abstimmungsfolge des Politikpodcasts «Politbüro».

    Produzentin: Jacky Wechsler

    Hier Teil 1 der Abstimmungsfolgen über die Halbierungs- und Klimafondsinitiative hören

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  • Abstimmungen (1/2): Alles zur Halbierungs- und zur Klimafonds-Initiative
    Feb 19 2026

    Der 8. März ist ein Super-Abstimmungssonntag. Entschieden wird über vier Vorlagen – und über ziemlich viel Geld. Es geht um die SRG, ums Klima, um die Steuern und ums Bargeld.

    Das «Politbüro» nimmt sich allen vier Abstimmungsvorlagen an, erklärt die Vorlagen und analysiert den Abstimmungskampf. In der ersten von zwei Abstimmunsfolgen geht es um die SRG-Halbierungsinitiative und um die Klimafonds-Initiative.

    Was passiert wirklich bei einem Ja zur Halbierungsinitiative? Welche Rolle spielt Bundesrat Albert Rösti im Abstimmungskampf? Welche Susanne Wille? Und ist das zulässig?

    Was wollen die Grünen und die SP mit dem Klimafonds? Wie viel kostet das – und wer soll das bezahlen? Warum sind die Grünliberalen dagegen? Und warum haben es grüne Anliegen gerade so schwer?

    Das alles diskutiert Host Philipp Loser mit Chefredaktorin Raphaela Birrer, Inlandchef Mario Stäuble und Meinungschef Fabian Renz in der ersten von zwei Abstimmungsfolgen des Politikpodcasts «Politbüro».

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    1 h y 1 m
  • Die besten Bundesräte der Geschichte – und die schlechtesten
    Feb 12 2026

    Seit 1848 hatte die Schweiz über 100 Bundesrätinnen und Bundesräte. Darunter solche, die Grosses geschafft, etwa die AHV gegründet haben. Aber auch einige, die längst in Vergessenheit geraten sind. Und Einzelne, die man heute ein wenig vermisst.

    Wer waren die besten Bundesräte der Geschichte? Wer die schlechtesten? Werden Frauen und Welsche in der Landesregierung anders bewertet als Männer und Deutschschweizer? Und über all dem steht die Frage: Was macht einen im Nachhinein zu einem guten Bundesrat, zu einer guten Bundesrätin?

    Meinungschef Fabian Renz wagt ein inoffizielles Bundesratsranking in einer neuen Folge des Podcasts «Politbüro». Er ist für den grossen historischen Bundesratsrückblick ausnahmsweise alleine zu Gast bei Philipp Loser.

    Produzentin: Jacky Wechsler

    Hier Philipp Losers Würdigung für Ruth Dreifuss lesen

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