Episodios

  • Ep. 347: Sind Faschismus und Liberalismus entfernte Verwandte?
    Apr 1 2026

    Die Lage ist unübersichtlich: Hilft es, die Welt in Demokratien und Autokratien einzuteilen? Oder ist es sinnvoller, zwischen autokratischen und liberalen Staaten zu unterscheiden? Dass dies ein großer Unterschied ist, wird uns deutlich, wenn wir einen Vergleich zwischen dem italienischen Faschismus, dem Nationalsozialismus und Roosevelts New Deal wagen.

    Wolfgang Schivebelbusch, einer der bedeutendsten Kulturhistoriker, publizierte vor zwanzig Jahren ein Buch mit dem Titel „Entfernte Verwandtschaft“ und zeigte darin erstaunliche Parallelen auf, ohne eine Gleichsetzung oder Relativierung zu betreiben. Stattdessen steht die Diagnose im Raum, dass in Krisenzeiten Staaten illiberaler werden und der liberale Kapitalismus als Störung empfunden und deshalb eingehegt wird.

    Das geht so weit, dass progressive Kräfte in den USA durchaus Bewunderung für Mussolini zeigten. Die Politik legt sich mit der Wirtschaft an. Das erleben wir jetzt wieder, wenn beispielsweise die EU-Außenpolitik gar nicht mit den Konzerninteressen übereinstimmt. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.



    Literatur:


    Stephan Kaufmann: „Unprofitable Heimat“, in: Neues Deutschland: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198609.industrie-unprofitable-heimat.html


    Thomas Mann: „Franklin Delano Roosevelt“, in: Ders.: Zur Verteidigung der Demokratie. Politische Schriften, S. Fischer.


    Wolfgang Schivelbusch: Entfernte Verwandtschaft: Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933–1939, Hanser.



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    47 m
  • Der hilflose Antifaschismus des Marc-Uwe Kling
    Mar 31 2026

    Das kommunistische Känguru ist zurück, doch scheint es nicht mehr kommunistisch zu sein. In der neuen Folge von "Wohlstand für Alle"-Literatur sprechen wir über "Die Känguru-Rebellion" von Marc Uwe Kling, den fünften Band der Känguru-Chroniken. Dieses Mal sollen sich alle zusammenschließen, die die Zustände nicht länger ertragen, um zu rebellieren.

    Was aber ist mit diesen Zuständen gemeint? Gewarnt wird vor dem Rechtsruck im Allgemeinen und der AfD im Speziellen, vor Trump, den Tech-Oligarchen und den bösen Milliardären. Reformvorschläge zu Steuern und Umverteilung werden angesprochen, aber selbst wohlwollend gelesen ist das nicht einmal ein sozialdemokratischer Kurs. Wie auch?

    Alle gegen die AfD bedeutet: Es gibt sonst keine Konflikte darüber hinaus. Der Kapitalismus ist offenbar kein Problem mehr.

    In der neuen Folge analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt das neue Buch von Marc-Uwe Kling.




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    16 m
  • Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Rebellion
    Mar 28 2026

    Das kommunistische Känguru ist zurück, doch scheint es nicht mehr kommunistisch zu sein. In der neuen Folge von "Wohlstand für Alle"-Literatur sprechen wir über "Die Känguru-Rebellion" von Marc Uwe Kling, den fünften Band der Känguru-Chroniken. Dieses Mal sollen sich alle zusammenschließen, die die Zustände nicht länger ertragen, um zu rebellieren.

    Was aber ist mit diesen Zuständen gemeint? Gewarnt wird vor dem Rechtsruck im Allgemeinen und der AfD im Speziellen, vor Trump, den Tech-Oligarchen und den bösen Milliardären. Reformvorschläge zu Steuern und Umverteilung werden angesprochen, aber selbst wohlwollend gelesen ist das nicht einmal ein sozialdemokratischer Kurs. Wie auch?

    Alle gegen die AfD bedeutet: Es gibt sonst keine Konflikte darüber hinaus. Der Kapitalismus ist offenbar kein Problem mehr.

    In der neuen Folge analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt das neue Buch von Marc-Uwe Kling.



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    17 m
  • Ep. 346: Der Iran-Krieg und die Weltwirtschaft
    Mar 23 2026

    Mit ihrem Krieg gegen den Iran könnten sich die USA und Israel verspekuliert haben. Die Börse reagiert äußerst nervös, eine neue Inflationswelle rollt an und die Energiepreise erklimmen täglich neue Rekordhöhen. Zudem ist nicht damit zu rechnen, dass die iranische Regierung sich in den letzten Zügen befindet, wie anfangs kolportiert wurde.

    Die gesperrte Straße von Hormus ist für den Weltenergiemarkt eine Katastrophe, deren Ausmaß noch gar nicht abzuschätzen ist. Wenn eine mit den 1970er-Jahren vergleichbare Energiekrise einsetzen sollte, wird das auch für die Tech-Konzerne, die momentan gigantische Mengen an Energie verschlingen, zu einem Problem. Nicht nur deshalb häufen sich in der republikanischen Partei kritische Stimmen. Das mediale Trump-Vorfeld scheint sich ebenfalls, namentlich Tucker Carlson, immer stärker von Trump zu distanzieren.

    Heißt es also wieder einmal „It’s the economy, stupid“? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



    Quellen/Literatur:


    CNN: “Cracks emerge in GOP over Iran war cost as administration floats more than $200B request to Congress”, online verfügbar unter: https://edition.cnn.com/2026/03/19/politics/iran-war-cost-republicans-congress.


    Friedrich Merz: Presse-Statement vom 2. März 2026, online verfügbar unter: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kanzler-statement-naher-osten-2409172


    Friedrich Merz: Regierungserklärung vom 18. März 2026, online verfügbar unter: https://dserver.bundestag.de/btp/21/21064.pdf


    Tej Parikh: “How the Iran war could derail the AI boom”, online verfügbar unter: https://www.ft.com/content/df3f208a-2512-4a75-b2f3-d3bd27bae2e8


    Isabella Weber/Gregor Semieniuk: “The world energy shock is coming”, online verfügbar unter: https://www.newstatesman.com/international-politics/geopolitics/2026/03/the-world-energy-shock-is-coming


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    Termine:


    Ole und Wolfgang sind am 24.3. in Bielefeld: https://www.instagram.com/astaunibielefeld/p/DVQ-z4gjF-Q/


    Wolfgang ist am 26.3. in Hamburg: https://hamburgliest.de/programm/#elfenbeinturm-und-barrikade-2


    „Schlager für Alle“ am 11.4. in Hamburg: https://tickets.centralkomitee.de/product/91257/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-11-04-2026


    Ole ist am 24. April in Ravensburg:

    https://www.imblauensessel.de/


    Ole ist am 27. April in München:

    https://www.literaturhaus-muenchen.de/veranstaltung/kaempfen-fuer-die-freiheit/

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    36 m
  • Wieso die AfD kein Wirtschaftskonzept hat: Interview mit Nils Schniederjann
    Mar 21 2026

    Deutschland rückt politisch nach rechts – aber was bedeutet das ökonomisch? Wie denkt die Neue Rechte über Wirtschaft nach? Das erklärt uns Nils Schniederjann, der sich als freier Journalist und Blogger schon lange mit rechten Strömungen und Vordenkern in Deutschland beschäftigt.

    Hat die AfD ein konsistentes Wirtschafts- und Sozialprogramm? Wie denken rechte Vorfeldorganisationen über ökonomische Themen? Und was hat es mit der "Alternativen Gewerkschaft" namens "Zentrum Automobil" auf sich? Das und mehr besprechen Ole und Nils in knapp 80 Minuten Interview.


    Zu "Über Rechts" geht es hier entlang:

    https://www.ueberrechts.de/


    Zu Nils' Website geht es hier entlang:

    https://nilsschniederjann.com/


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    23 m
  • Ep. 345: Ist China das Land der Ingenieure?
    Mar 18 2026

    Kürzlich war Bundeskanzler Friedrich Merz zu Besuch in China, um auf Xi Jinping zu treffen, die Handelsbeziehungen zu verbessern und um sich einen Eindruck von der Weltmacht zu verschaffen. In Vorbereitung auf die Reise las er, wie vorab bekannt wurde, ein Buch: „Breakneck. China's Quest to Engineer the Future“ von Dan Wang.

    Der Autor, der in China geboren wurde und zuletzt die Covid-Jahre dort verbracht hat, präsentiert eine diskussionswürdige These: Während die amerikanische Wirtschaft und Politik von Anwälten bestimmt wird, regieren in China die Ingenieure. Nach Maos Tod setzt Deng gezielt auf Ingenieure in der Partei, um ein modernes China zu schaffen. Das bringt nicht nur Effizienz, sondern auch Probleme mit sich.

    In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über „Breakneck“ und die Frage, was Friedrich Merz daraus gelernt hat. Als er zurückkehrte, erklärte er, die Deutschen müssten mehr arbeiten. Verbindet Merz etwa ideologisch etwas mit Xi?



    Literatur:


    Dan Wang: „Breakneck. China's Quest to Engineer the Future“, W. W. Norton & Company.




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    Termine:


    Am 19. März ist Ole auf der Leipziger Buchmesse:

    https://www.leipziger-buchmesse.de/pco/de/buchmesse/69440335a4b3dfc56c0919b7


    Am 20. März ist Ole in Basel:

    https://mitte.ch/programm/um-politics-talks-mit-ole-nymoen/


    Am 24.3. sind wir in Bielefeld

    https://www.instagram.com/astaunibielefeld/p/DVQ-z4gjF-Q/


    Am 25.3. ist Wolfgang in Berlin:

    https://lfbrecht.de/events/2026-03-25/


    Am 26.3. ist Wolfgang in Hamburg:

    https://hamburgliest.de/programm/#elfenbeinturm-und-barrikade-2


    Am 11. 4. sind Ole und Wolfgang in Hamburg:

    https://tickets.centralkomitee.de/product/91257/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-11-04-2026

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    48 m
  • Baden-Württemberg: Wieso wählen "Familienunternehmer" die AfD?
    Mar 16 2026

    In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir schwerpunktmäßig über den Rechtsruck in den USA und in Deutschland. Die Springer-Presse bemüht sich nach Kräften, die Brandmauer einzureißen. Die Idee, die auch Nius sowie Teile der CDU und AfD verfolgen, besteht darin, ein neues "bürgerliches" Lager entstehen zu lassen.

    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg kam die AfD auf 18,8 Prozent – trotz eines schlechten Wahlkampfs und obwohl die CDU im Ländle besonders konservativ ist. Schaut man sich einzelne Wahlkreise an, ergibt sich ein interessantes Bild: Gerade in wirtschaftlich starken Regionen mit vielen Hidden Champions wird besonders rechts gewählt. Gebildet hat sich dort eine Kapitalfraktion aus Familienunternehmern, die von der Brandmauer wenig halten.

    In den USA ist diese Entwicklung schon weiter fortgeschritten: Libertäre Ideen vermischen sich mit Patriotismus und einer anti-woken Agenda. Knapp 80 Minuten sprechen wir über diese Zusammenhänge, dabei beziehen wir uns auf das frisch erschienene Buch „Oben rechts“. Anschließend beantworten wir Fragen aus dem Publikum.



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    14 m
  • Speakeasy #30: Der Rechtsruck der “Familienunternehmer”, Springer gegen die Brandmauer u. v. m.
    Mar 14 2026

    In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir schwerpunktmäßig über den Rechtsruck in den USA und in Deutschland. Die Springer-Presse bemüht sich nach Kräften, die Brandmauer einzureißen. Die Idee, die auch Nius sowie Teile der CDU und AfD verfolgen, besteht darin, ein neues "bürgerliches" Lager entstehen zu lassen.

    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg kam die AfD auf 18,8 Prozent – trotz eines schlechten Wahlkampfs und obwohl die CDU im Ländle besonders konservativ ist. Schaut man sich einzelne Wahlkreise an, ergibt sich ein interessantes Bild: Gerade in wirtschaftlich starken Regionen mit vielen Hidden Champions wird besonders rechts gewählt. Gebildet hat sich dort eine Kapitalfraktion aus Familienunternehmern, die von der Brandmauer wenig halten.

    In den USA ist diese Entwicklung schon weiter fortgeschritten: Libertäre Ideen vermischen sich mit Patriotismus und einer anti-woken Agenda. Knapp 80 Minuten sprechen wir über diese Zusammenhänge, dabei beziehen wir uns auf das frisch erschienene Buch „Oben rechts“. Anschließend beantworten wir Fragen aus dem Publikum.



    Literatur:


    Heinrich Geiselberger (Hrsg.): Oben rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt, Suhrkamp.



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