Was liest du gerade? Podcast Por DIE ZEIT arte de portada

Was liest du gerade?

Was liest du gerade?

De: DIE ZEIT
Escúchala gratis

Wer ist nun besser: Kehlmann oder Kafka? Und was macht ein wirklich gutes Buch mit seinen Lesern und Leserinnen? Zweimal im Monat streiten und schwärmen wir über Bücher. Wir suchen aus der Fülle der Neuerscheinungen die interessantesten Bücher aus – mit Vorliebe solche, die uns selbst auf neue Gedanken gebracht haben. Es geht um neu erschienene Romane und Sachbücher und literarische Klassiker, die überraschende Schlaglichter auf die Gegenwart werfen. Im Wechsel sprechen aus der ZEIT-Redaktion Adam Soboczynski und Iris Radisch über Belletristik sowie Maja Beckers und Alexander Cammann über Sachbücher. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-aboZEIT ONLINE Arte Historia y Crítica Literaria
Episodios
  • Wenn Taylor Swift Habermas liest
    Mar 21 2026
    Wie viel Literatur steckt in Taylors Lyrics? Die Harvard-Professorin Stephanie Burt hat sie untersucht und ein wunderbares Buch über Kunst und Leben bei Taylor Swift geschrieben: "Taylor‘s Version". Warum macht sie genau das Gegenteil von dem, was man Songschreibern rät, was hat sie mit Dichtern wie Horaz zu tun und wie hat sie quasi im Alleingang die Popkultur umgekrempelt? Maja Beckers und Alexander Cammann sprechen in dieser Sachbuchfolge von "Was liest du gerade?" darüber. Einer von beiden outet sich dabei als Swiftie-Swiftie, als Fan der Swifties. Außerdem streiten sie über das neue Buch des Philosophen Peter Sloterdijk. Der schaut sich Trump, Putin, Modi und die anderen 'starken Männer' unserer Gegenwart an und fragt sich in "Der Fürst und seine Erben": Wen nehmen sie sich zum Vorbild? Cäsar oder Napoleon? Und was wird hier gespielt? Sloterdijk sieht vor allem einen modernen Machiavelli am Werk, aus seiner Feder könnten die wilden Strategien stammen, mit denen diese Männer mächtig wurden. Eine fulminante Analyse, ein zukünftiger Klassiker oder zynisch-selbstverliebtes Geschwurbel? Ein originelles Schlaglicht auf unsere Gegenwart wirft der Philosoph C. Thi Nguyen mit seinem neuen Buch "Der Score". Ob Schrittzähler, Klickzahlen oder Politikerrankings: Unsere Gesellschaft ist besessen von Scores. Nguyen kann erklären, was Punktesysteme so attraktiv macht, wann sie helfen und wann und wie wir uns davon lösen sollten. Für das Gespräch über den Klassiker gibt es diesmal einen traurigen Anlass: Am vergangenen Samstag ist der Philosoph Jürgen Habermas im Alter von 96 Jahren verstorben. Maja Beckers und Alexander Cammann erzählen sich gegenseitig ihre liebsten Habermas-Thesen, die originellsten oder jene, die sie aufgeregt haben. Ein persönlicher Blick auf den großen Denker. Das Team von "Was liest du gerade?" erreichen Sie unter buecher@zeit.de. Die Literaturangaben zur Folge finden Sie hier. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
    Más Menos
    1 h y 4 m
  • Im Osten viel Neues
    Mar 14 2026
    Die Schriftstellerin Judith Hermann begibt sich auf die Spurensuche nach ihrem Großvater, der schon lange vor ihrer Geburt gestorben ist. Sie fährt nach Radom in Polen, wo ihr Großvater als SS-Mann im Zweiten Weltkrieg stationiert war. Trotz ihrer Recherchen in örtlichen Archiven und Museen findet sie nicht heraus, auf welche Weise ihr Großvater an den deutschen Verbrechen gegen die Juden von Radom beteiligt war. Der Großvater bleibt eine wirkmächtige Leerstelle in ihrer Familiengeschichte. Statt Antworten zu finden, stellt Judith Hermann viele Fragen. Warum wurde in ihrer Familie so viel geschrien und geschwiegen? Warum fehlen die Worte, um sich der Vergangenheit zu nähern? Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester versucht die Autorin, Licht in ein über Generationen reichendes Familien-Trauma zu bringen. Wir fragen im Podcast: Ist das zu wenig? Weicht sie dem Thema der deutschen Schuld damit aus? Der Autor Lukas Rietzschel ist schon seit einigen Jahren ein gefeierter Chronist der ostdeutschen Provinz. In seinem neuen Roman Sanditz folgt er den Mitgliedern der Familie Wenzel durch fünf Jahrzehnte in kurzen erzählerischen Szenen, angefangen bei Großmutter Erika, die friedlich auf der Gartenbank vor ihrem Haus stirbt bis zu ihrem Enkel Tom, der in ukrainischen Schützengräben gegen die Russen kämpft. Dazwischen liegen die großen historischen Ereignisse, der Widerstand der DDR-Kirchen gegen das System, die Wende, der Kampf um die Hinterlassenschaft der Stasi, der Einfall der Westdeutschen in die ostdeutsche Kleinstadt und der Lockdown. Wir diskutieren darüber: Gelingt es dem Autor, ostdeutsche Geschichte in den kurzen Familienepisoden überzeugend zu erzählen? Unser Klassiker ist in dieser Podcast-Folge ein neu aufgetauchtes Notizheft des 1995 verstorbenen Dramatikers Heiner Müller aus dem Januar 1945. Der damals 15-Jährige notiert darin in erstaunlicher Frühreife seine Überflieger-Gedanken über die Aufgabe europäischer Dichter und Denker. Unser Zitat des Monats stammt aus dem autobiografischen Buch Einsamsein des Journalisten Daniel Haas. Das Team von Was liest du gerade? erreichen Sie unter buecher@zeit.de. Literaturangaben: - Judith Hermann. Ich möchte zurückgehen in der Zeit. S. Fischer Verlag. 160 Seiten. 23,- Euro. - Lukas Rietzschel. Sanditz. dtv Verlag. 480 Seiten. 26,- Euro - Heiner Müller. Zeitschrift Sinn und Form (1/2026) - Daniel Haas. Einsamsein. Eine Befreiungsgeschichte. Goldmann Verlag, 221 S., 22,- Euro [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
    Más Menos
    57 m
  • Gisèle Pelicot will nicht nur Opfer sein
    Feb 21 2026
    In 22 Sprachen erscheinen jetzt die Memoiren von Gisèle Pelicot, in langen Interviews ist die 73-jährige Französin überall präsent. In der neuen Sachbuchfolge von "Was liest du gerade?" sprechen Maja Beckers und Alexander Cammann über ihr Buch "Eine Hymne an das Leben" und das Schicksal dieser Frau. Seit dem Prozess in Avignon im Jahr 2024, in dem ihr Ex-Mann und fast 50 weitere Täter wegen Vergewaltigung verurteilt wurden, ist sie weltbekannt. Wie geht sie selbst mit ihrer Geschichte um? Und was ist ihre eigene Botschaft für die geschockte Welt? Alle reden über die neue, gefährliche Macht der Ultrareichen, nicht nur in Trumps Amerika. Der junge französische Star-Ökonom Gabriel Zucman hat in seinem Essay "Reichensteuer. Aber richtig!" eine Idee, wie man riesige Vermögen belasten sollte, damit die Kluft zwischen Arm und Reich in den westlichen Gesellschaften nicht noch stärker zur Bedrohung für die Demokratie wird. Kann sie funktionieren? Das Zitat des Monats liefert diesmal die Philosophin Miriam Metze mit ihrem Buch "Unerwidert lieben". Erstaunlich, wie viele Denker sich seit der Antike über diese traurigen Gefühle Gedanken gemacht haben – und wie wenig Sachbücher es über unglückliche Liebe gibt. In der Klassikerrubrik stellen wir Reportagen und Erzählungen des Schriftstellers Jack London vor, die jetzt in dem Band "Das Erdbeben von San Francisco" präsentiert werden: Er war 1906 als Augenzeuge dabei, als dieses Ereignis San Francisco komplett zerstörte – eine mythische Katastrophe des modernen Amerika, bis heute ein Menetekel für das moderne Kalifornien. Das Team von "Was liest du gerade?" erreichen Sie unter buecher@zeit.de. Literaturangaben: - Miriam Metze: "Unerwidert lieben". Eine philosophische Tröstung. Mairisch, 256 Seiten, 24 Euro - Gabriel Zucman: "Reichensteuer. Aber richtig!". Aus dem Französischen von Ulrike Bischoff. Suhrkamp, 63 Seiten, 12 Euro - Gisèle Pelicot: "Eine Hymne an das Leben. Die Scham muss die Seite wechseln". Aus dem Französischen von Patricia Klobusiczky. Piper, 256 Seiten, 25 Euro - Jack London: "Das Erdbeben von San Francisco. Geschichten aus der Bay Area". Übersetzt von Alexander Kluy. Limbus, 96 Seiten, 15 Euro [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
    Más Menos
    59 m
Todavía no hay opiniones