Episodios

  • Bonus: Tod in der Psychiatrie
    Jan 13 2026

    Die Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) zählen zu den grössten Anbietern psychiatrischer Behandlungen in der Schweiz. Die Patienten sollen individuell und massgeschneidert behandelt werden. So versprechen es die PDAG, die im Besitz des Kantons Aargau sind.

    Recherchen des Tamedia-Recherchedesks zeigen nun, dass das nicht immer optimal gelingt. Für manche Patienten endete die Behandlung tragisch: Von 2018 bis 2023 verzeichneten die PDAG 33 «aussergewöhnliche Todesfälle».

    Zu konkreten Einzelfällen äussern sie sich nicht. «Wir können aber festhalten, dass sich die PDAG an die international und national geltenden Leitlinien und Empfehlungen halten und wo nötig die Prozesse entsprechend angepasst sind», heisst es auf Anfrage. Meist handelte es sich bei den aussergewöhnlichen Todesfällen um Suizide, rund zehn seien auf Unfälle oder medizinische Vorfälle zurückzuführen.

    So war es auch bei Nick (22), Dömu (25) und Theo (18). Sie alle starben nach einer Behandlung am Hauptstandort der PDAG, der Klinik Königsfelden. Nun erheben ihre Angehörigen verschiedene Vorwürfe. Sie wollen nicht länger schweigen, «damit sich endlich etwas ändert», wie sie sagen.

    Was ist genau passiert? Wie sind die jungen Männer gestorben? Und welche Verantwortung trägt die Klinik?

    Catherine Boss, Co-Leiterin des Recherchedesks, und Roland Gamp, Reporter beim Recherchedesk, haben mehrere Monate lang recherchiert. Sie haben Dokumente studiert, mit den Familien der Verstorbenen und mit Experten gesprochen. Was sie dabei herausgefunden haben, erzählen sie im täglichen Podcast «Apropos».

    Ihr hört diese Folge als Bonus im Feed von «Unter Verdacht». Den nächsten regulären Fall besprechen wir hier dann wieder im Februar.

    Host: Alexandra Aregger
    Produktion: Sibylle Hartmann

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    33 m
  • Bonus: Ein Bub (12) wird zum Hauptzeugen in einem Mordfall
    Jan 6 2026

    Im Jahr 2022 wird im Könizbergwald im Kanton Bern ein achtjähriges Mädchen ermordet. Unter Verdacht steht die Mutter des Mädchens. Diese wird danach verurteilt, bestreitet die Tat aber bis heute. Es war eines der aufsehenerregendsten Tötungsdelikte der jüngeren Schweizer Geschichte.

    Es gibt keinen eindeutigen Beweis für die Schuld der Mutter, aber es gibt unter anderem einen Zeugen: Ein damals zwölfjähriger Junge hat Mutter und Tochter als Letzter gesehen. So wird er zum wichtigsten Trumpf der Ermittlungsbehörden.

    Drei Jahre nach dem Mord wehrt sich nun seine Mutter: Ihr Sohn sei fast daran zerbrochen. Der Fall und seine Rolle als Zeuge hätten ihn enorm belastet, sagt seine Mutter.

    Was ist damals genau passiert? Wie geht die Schweiz mit minderjährigen Zeugen um? Und was machen Eltern dabei durch?

    Darüber sprechen Regina Schneeberger und Michael Bucher vom Ressort Bern von «Bund» und «Berner Zeitung» im täglichen Podcast «Apropos». Ihr hört die Folge als Bonus im Feed von «Unter Verdacht». Den nächsten regulären Fall hört ihr hier im Februar wieder.

    Host: Alexandra Aregger
    Produzentin: Sara Spreiter

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    31 m
  • Der Korruptionsfall im Seco (4/4)
    Dec 30 2025

    Anfang 2014 deckt Christian Brönnimann im «Tages-Anzeiger» einen der grössten Korruptionsfälle in der Schweizer Bundesverwaltung auf. Über 20 Jahre hat Bruno A. öffentliche Aufträge ausgewählten Partnern zugeschanzt und dafür lukrative Gegenleistungen im Wert von gegen zwei Millionen Franken erhalten. Die drei Hauptbeteiligten müssen in Untersuchungshaft, der Vorgesetzte von Bruno A. verliert seinen Job.

    Bis der Fall vor Gericht verhandelt wird, vergehen allerdings mehr als sieben Jahre. Erst im August 2021 stehen Bruno A. und die zwei IT-Geschäftsmänner als Hauptangeklagte in Bellinzona vor dem Bundesstrafgericht.

    In erster Instanz entscheidet das Gericht auf eine Freiheitsstrafe von 52 Monaten für den Beamten und auf 22 respektive 20 Monate bedingt für die IT-Unternehmer.

    Doch als Bruno A. den Entscheid an die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts weiterzieht, passiert etwas Unerwartetes. Seine Strafe wird so stark reduziert, dass er am Schluss möglicherweise überhaupt nicht mehr ins Gefängnis muss.

    Wie kommt die Berufungskammer zu diesem Schluss? Wie kann es sein, dass jemand, der über Jahrzehnte hinweg in die eigene Tasche gewirtschaftet und einen Schaden von 20 Millionen Franken angerichtet hat, am Schluss so mild davonkommt? Und was hat diese Recherche in der Bundesverwaltung ausgelöst: Könnte ein ähnlicher Fall heute noch passieren?

    In der vierten und letzten Podcastfolge zum Korruptionsfall im Seco berichtet Christian Brönnimann vom Urteil des zweitinstanzlichen Gerichts. Und der langjährige Gerichtsreporter Thomas Hasler ordnet ein, was dieses entschieden hat.

    *Namen der Redaktion bekannt.

    Gast: Christian Brönnimann
    Host: Noah Fend
    Experte: Thomas Hasler
    Skript: Noah Fend, Sara Spreiter
    Schnitt und Produktion: Sara Spreiter

    Artikel zum Fall:

    • Anklage im Seco-Korruptionsfall: Es geht um fast 100 Millionen Franken
    • Seco-Korruptionsprozess: «Schauen Sie seine Augen an, Sie können ihm nicht Nein sagen»
    • Urteil: Mehr als vier Jahre Gefängnis für den Haupttäter
    • Korruptionsverdacht beim Seco: VIP-Tickets hier, Aufträge da
    • Der Seco-Manager fiel schon vor 20 Jahren auf

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    30 m
  • Der Korruptionsfall im Seco (3/4)
    Dec 23 2025

    Während über 20 Jahren vergibt der Seco-Beamte Bruno A. IT-Aufträge an die gleichen Firmen. Rund 100 Millionen Franken öffentliche Gelder werden in dieser Zeit also ausgegeben, ohne dass zuvor andere Offerten eingeholt worden sind.

    Beinahe kommt Bruno A. damit durch – bis ganz ans Ende seiner beruflichen Laufbahn im Seco. Kurz vor seiner geplanten Frühpensionierung gleist er mit seinen Partnern der IT-Firma ein letztes Geschäft auf. Es geht noch einmal um 14 Millionen Franken.

    Doch dann publiziert Christian Brönnimann im Januar 2014 seine Recherche. Das «Königreich» rund um Bruno A. fliegt auf – und fällt in sich zusammen.

    Was passiert, als die korrupten Machenschaften öffentlich werden? Kommt jetzt noch mehr zum Vorschein? Wie gross ist der Schaden, den Bruno A. über all die Jahre angerichtet hat? Und wie versuchen der Beamte und die IT-Unternehmer vor Gericht, ihre Haut zu retten?

    Das erzählt Christian Brönnimann, Reporter am Tamedia-Recherchedesk in der dritten Podcastfolge zum Korruptionsfall im Seco.

    *Namen der Redaktion bekannt.

    Gast: Christian Brönnimann
    Host: Noah Fend
    Skript: Noah Fend, Sara Spreiter
    Schnitt und Produktion: Sara Spreiter

    Artikel zum Fall:

    • Anklage im Seco-Korruptionsfall: Es geht um fast 100 Millionen Franken
    • Seco-Korruptionsprozess: «Schauen Sie seine Augen an, Sie können ihm nicht Nein sagen»
    • Urteil: Mehr als vier Jahre Gefängnis für den Haupttäter
    • Korruptionsverdacht beim Seco: VIP-Tickets hier, Aufträge da
    • Der Seco-Manager fiel schon vor 20 Jahren auf

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    32 m
  • Der Korruptionsfall im Seco (2/4)
    Dec 16 2025

    Bei seinen Recherchen findet Christian Brönnimann zahlreiche Hinweise auf klare Verstösse gegen das Beschaffungsrecht des Bundes. Die meisten dieser Hinweise stammen aus den letzten Jahren vor seiner Recherche, aus den Jahren 2006 bis 2012.

    Doch Brönnimann weiss: Der Beamte Bruno A. arbeitet damals schon seit über 20 Jahren beim Seco. Und seit da hat er auch eine leitende Position inne. Also steigt unser Reporter ins Bundesarchiv. Er durchforstet kistenweise Dokumente – und wird fündig.

    Schon in den frühen 90er-Jahren gibt es konkrete Hinweise auf krumme Geschäfte von Bruno A. – unter anderem wegen einer Feriensiedlung an der spanischen Costa Brava. Trotz der frühen Hinweise und mehrerer Untersuchungen gegen Bruno A. kann dieser ungehindert weitermachen.

    Was wussten die Vorgesetzten von Bruno A.? Was hat es mit dieser Feriensiedlung in Spanien auf sich? Warum hatten die frühen Hinweise und Untersuchungen in den 1990er-Jahren keine Konsequenzen für den Beamten?

    In der zweiten Folge zum Korruptionsfall im Seco analysiert Reporter Christian Brönnimann das jahrelange eklatante Kontrollversagen in der Bundesverwaltung. Und Michel Huissoud, ehemaliger Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle, sagt: «Die Vorgesetzten haben einfach nichts gemacht. Das ist unverständlich.»

    *Namen der Redaktion bekannt.

    Gast: Christian Brönnimann
    Host: Noah Fend
    Skript: Noah Fend, Sara Spreiter
    Schnitt und Produktion: Sara Spreiter
    Sprecher: Francisco Martinez Ruiz, Loris Brasser, Severin Pfeffer

    Artikel zum Fall:

    • Der Seco-Manager fiel schon vor 20 Jahren auf
    • Korruptionsverdacht beim Seco: VIP-Tickets hier, Aufträge da
    • So korrupt waren die Vorgänge beim Seco
    • Die heisse Spur nach Panama

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    35 m
  • Der Korruptionsfall im Seco (1/4)
    Dec 9 2025

    Es ist das Jahr 2012, als unser Reporter Christian Brönnimann sieben ganz normale journalistische Anfragen per E-Mail verschickt. Er ahnt damals nicht, dass ihn diese Anfragen mehr als zwei Jahre beschäftigen werden. Dass daraus eine Riesengeschichte wird. Eine Geschichte über geheime Treffen, exklusive Reisen, Geld in Couverts und auf versteckten Bankkonten – und über geschmierte Aufträge im Umfang von rund 100 Millionen Franken. Die Geschichte von einem der grössten Korruptionsfälle in der Schweizer Bundesverwaltung.

    Brönnimann will wissen, wie viele Beschaffungen die Departemente getätigt haben, ohne sie zuvor öffentlich ausgeschrieben zu haben. Aus geschwärzten Dokumenten sieht er dann: In einer Abteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) läuft ziemlich viel falsch. Auffällig viele Aufträge werden an die immer gleichen Firmen vergeben, ohne dass sie zuvor öffentlich ausgeschrieben werden.

    Die Tonaufnahme einer Sitzung entlarvt dann, wie der Beamte Bruno A.* und die beiden IT-Geschäftsmänner Rafael B.* und Manuel C.* Deals mischeln. Untersuchungen zeigen später, dass sich der Beamte an seinen Vorgesetzten vorbei ein «kleines Königreich» schaffen konnte.

    Wer sind diese Leute? Wie kommen sie ins Geschäft? Wie funktioniert ihr «Königreich» genau? Und warum ist das überhaupt möglich, ohne aufzufliegen?

    Das erzählt Christian Brönnimann, Reporter am Tamedia-Recherchedesk, in der ersten von vier Folgen zum Korruptionsfall im Seco.

    * Namen der Redaktion bekannt.

    Gast: Christian Brönnimann
    Host: Noah Fend
    Skript: Noah Fend, Sara Spreiter
    Schnitt und Produktion: Sara Spreiter
    Sprecher: Francisco Martinez Ruiz, Loris Brasser, Severin Pfeffer

    Artikel zum Fall:

    • Das Seco vergab Millionenaufträge unter der Hand
    • Die perfekte Täuschung
    • Korruptionsverdacht beim Seco: VIP-Tickets hier, Aufträge da
    • Der Seco-Manager fiel schon vor 20 Jahren auf

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    40 m
  • Update: Urteil im Fall Travis
    Dec 8 2025

    Letzte Woche stand der Zürcher Party-Influencer Travis the Creator in Zürich vor Gericht . Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, vier Frauen vergewaltigt und eine weitere Frau sexuell genötigt zu haben. Von einer sechsten Frau soll er ohne deren Zustimmung intime Videos aufgenommen und verbreitet haben.

    An der Urteilsverkündung am Freitag sprach das Zürcher Bezirksgericht den Influencer Travis grösstenteils frei . Es sieht die ihm vorgeworfenen Vergewaltigungen und die sexuelle Nötigung nicht als erwiesen an. Einzig die Verletzung der Privatsphäre ist für das Gericht gegeben.

    Weil sich die konkreten Fälle zwischen 2017 und 2020 ereigneten, kam am Bezirksgericht das alte Sexualstrafrecht zur Anwendung, das bis im Juli 2024 in Kraft war.

    Wie ist der Prozess gegen Travis genau abgelaufen? Wie begründet das Gericht den Freispruch? Was bedeutet er für die Klägerinnen? Und warum hat hier gerade das alte Sexualstrafrecht Travis so sehr geholfen?

    Sascha Britsko und Oliver Zihlmann haben ausführlich zu den Machenschaften des Influencers recherchiert . Letzte Woche haben sie auch den Prozess gegen Travis begleitet. Davon erzählen sie in einer neuen Folge des täglichen Podcasts «Apropos».

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    24 m
  • Ein tödlicher Drogendeal (3/3)
    Nov 18 2025

    Im Oktober 2022 eskaliert ein Drogendeal in einen Raubüberfall und endet für den 17-jährigen Francis A. tödlich. Drei Jahre später kommt es zur Verhandlung am Bezirksgericht Meilen.

    Vor Gericht stehen der Verkäufer Oliver R. wegen vorsätzlicher Tötung, Raufhandels und Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Leon Z., dem versuchter qualifizierter Raub, Raufhandel und Verstoss gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen werden. Er hatte zusammen mit Francis A. den Raub geplant. Der Dealer Lenny N. sagt als Zeuge aus.

    Leon Z. ist einerseits das überlebende Opfer, gleichzeitig aber auch der Planer des Raubs. Er ist Kläger im Prozess und zugleich der Beschuldigte in Bezug auf seine eigenen Delikte. Wie häufig kommt es zu einer solchen Doppelung? Haben Oliver R. und Lenny N. aus Notwehr gehandelt? Wann gilt etwas als Notwehr? Und wann nicht?

    Der erfahrene Gerichtsreporter Thomas Hasler ordnet in der dritten und letzten Folge zum Tötungsdelikt in Oetwil die zentralen Fragen des Falls ein. Zudem berichtet Redaktor Daniel Hitz, warum die Verhandlung – für ein Mal – einem Krimi glich und wie es für die jungen Männer weiterging.

    Gast: Daniel Hitz
    Host: Sara Spreiter
    Skript: Sara Spreiter, Jacqueline Wechsler
    Schnitt und Produktion: Jacqueline Wechsler

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    38 m
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