[Rezensiert] Matrescence (Lucy Jones) Zusammengefasst.
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- Amazon Germany Store: https://www.amazon.de/dp/B0C15734T4?tag=9natreegerman-21
- Amazon Worldwide Store: https://global.buys.trade/Matrescence-Lucy-Jones.html
- Apple Books: https://books.apple.com/us/audiobook/matrescence-on-pregnancy-childbirth-and-motherhood/id1707118917?itsct=books_box_link&itscg=30200&ls=1&at=1001l3bAw&ct=9natree
- eBay: https://www.ebay.com/sch/i.html?_nkw=Matrescence+Lucy+Jones+&mkcid=1&mkrid=711-53200-19255-0&siteid=0&campid=5339060787&customid=9natree&toolid=10001&mkevt=1
- Weiterlesen: https://german.9natree.com/read/B0C15734T4/
#Matreszenz #Schwangerschaft #Geburtshilfe #postpartalementaleGesundheit #CareArbeit #Mutterwerden #Identitätswandel #Matrescence
Dies sind die Erkenntnisse aus diesem Buch.
Erstens, Matreszenz als Identitätswandel statt Rollenwechsel, Im Zentrum steht die Idee, dass Mutterwerden eine Entwicklungsphase ist, vergleichbar mit anderen großen Übergängen im Leben. Jones nutzt den Begriff Matreszenz, um zu zeigen, dass es nicht nur um das Annehmen einer neuen Rolle geht, sondern um einen vielschichtigen Umbau von Selbstbild, Prioritäten, Emotionen und Lebensplanung. Dieser Blick entlastet, weil er gängige Narrative hinterfragt, nach denen Mutterschaft automatisch Erfüllung oder Instinkt bedeuten müsse. Stattdessen wird Ambivalenz als normaler Bestandteil eines Transformationsprozesses sichtbar. Die Autorin macht deutlich, wie stark soziale Erwartungen das Erleben formen: Wer sich nicht sofort verbunden fühlt, wer Trauer um das frühere Leben spürt oder wer Konflikte in Partnerschaft und Familie erlebt, gerät schnell unter Rechtfertigungsdruck. Matreszenz bietet hier ein Vokabular, das Erfahrungen benennbar macht und damit auch politisch und medizinisch anschlussfähig. Gleichzeitig wird die Bedeutung von Übergangsritualen, realistischen Vorbildern und unterstützenden Netzwerken betont. Der Perspektivwechsel hilft, Mutterschaft weniger als Prüfung und mehr als Veränderung mit Lernkurve zu begreifen, die Zeit, Ressourcen und Mitgefühl erfordert.
Zweitens, Der schwangere Körper zwischen Biologie, Medizin und Kontrolle, Jones zeichnet nach, wie Schwangerschaft in modernen Gesellschaften zugleich biologisches Wunder und Objekt intensiver Beobachtung ist. Sie beleuchtet, wie medizinische Routinen, Risikodiskurse und gut gemeinte Ratschläge das Körpergefühl prägen können. Dabei geht es nicht um eine pauschale Kritik an Vorsorge, sondern um die Frage, wann Information zu Überwachung wird und wie daraus Druck entsteht, alles richtig zu machen. Thematisiert werden auch widersprüchliche Botschaften: Schwangere sollen gelassen bleiben, aber jede Abweichung wird problematisiert; sie sollen autonom entscheiden, aber Entscheidungen werden moralisch bewertet. Der schwangere Körper wird so leicht zum öffentlichen Projekt, über das andere mitreden. Jones verknüpft diese Dynamik mit kulturellen Erzählungen über Reinheit, Verantwortung und Leistung. Zugleich lenkt sie den Blick auf Wissenslücken, etwa bei Forschung zu weiblichen Körpern, Medikamenten oder Langzeitfolgen. Indem sie Körperveränderungen, Beschwerden und Grenzen ernst nimmt, stärkt sie ein realistischeres Verständnis: Schwangerschaft ist nicht nur ein Zustand, sondern Arbeit, Anpassung und manchmal auch Belastung. Das eröffnet Raum für informierte Entscheidungen, mehr Respekt vor individuellen Verläufen und eine Medizin, die nicht nur Risiken managt, sondern auch Wohlbefinden und Selbstbestimmung schützt.
Drittens, Geburtserfahrungen und das Bedürfnis nach Würde und Sicherheit, Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Geburt als Ereignis, das körperlich intensiv und emotional prägend sein kann. Jones beschreibt, wie sehr die Erfahrung von Kontext, Kommunikation und Machtverhältnissen abhängt. Nicht nur medizinische Ergebnisse zählen, sondern auch das G...
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