Episodios

  • 16. Tameryraptor markgrafi - Ein neuer, alter Carcharodontosaurus aus Ägypten
    Jan 16 2026

    Auf über 80 Jahre alten Archivfotos haben Paläontologen die Überreste eines riesigen, bislang unbekannten Raubdinosauriers aus Ägypten identifiziert. Sein Originalskelett wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff zerstört – und so hielt man den Räuber lange Zeit für den bekannten Carcharodontosaurus. Erst die erneute Analyse des Bildmaterials brachte seine wahre Identität ans Licht!

    Paläontologe Maximilian Kellermann hat sich während seiner Masterarbeit an die alten Fotos von den zerstörten Fossilien drangesetzt und nebenbei eine ganz neue eigene Carcharodontosaurus-Art beschrieben: ⁠Tameryraptor⁠, der „Räuber aus dem geliebten Land“.

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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

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    31 m
  • 15. Fayolia sterzeliana – Von Haieikapseln und dem Fossil des Jahres 2025
    Jan 1 2026

    Unspektakulär klein und doch von großer Bedeutung: Fossile Haieikapseln liefern seltene Einblicke in die frühe Evolution der Knorpelfische. Mit Fayolia sterzeliana wurde 2025 ein solches Fossil zum „Fossil des Jahres“ gekürt – ausgezeichnet von der Paläontologischen Gesellschaft für seine außergewöhnliche wissenschaftliche Aussagekraft. Der Fund stammt aus dem Unterkarbon von Chemnitz-Borna und Chemnitz-Glösa und ist rund 330 Millionen Jahre alt.

    Die Eikapseln stammen von mindestens zwei verschiedenen Arten früher Süßwasserhaie und stellen die bislang ältesten bekannten Fossilien dieses Typs dar. Gemeinsam mit dem Paläontologen und Hai-Experten Jan Fischer sprechen wir heute über die Bedeutung von Fayolia sterzeliana, über die Vielfalt fossiler Hai-Eikapseln und darüber, warum diese seltenen Fossilien häufig mit Pflanzenresten verwechselt werden.

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    ©Bildcopyright: Museum für Naturkunde Chemnitz

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    48 m
  • 14. Partula-Baumschnecken – In der Natur ausgestorbene Arten
    Dec 26 2025

    Partula-Baumschnecken galten in der Natur als ausgestorben – heute sind sie ein Symbol für internationalen Artenschutz. Seit 2021 beteiligt sich der ⁠Zoo Schweri⁠n gemeinsam mit dem Grünen Zoo Wuppertal am europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der ⁠Moorea-Baumschnecke⁠. Bereits über 6.000 Tiere wurden aus verschiedenen Zoos zurück nach Französisch-Polynesien gebracht – darunter mehrere Hundert aus Schwerin. Nach einer erfolgreichen Auswilderung im Herbst 2024 folgte nun die nächste Rückkehr in die Heimat der Schnecken.

    Doch warum verschwanden die Tiere überhaupt? Invasive Arten wie die Rosige Wolfsschnecke haben seit den 1960er-Jahren fast alle der ursprünglich 51 Partula-Arten vernichtet – mindestens 29 gelten heute als ausgestorben. Welche Rolle zoologische Einrichtungen beim Schutz dieser einzigartigen Schnecken spielen, wie Wiederansiedlungen in Moorea ablaufen und warum Arten überhaupt in der Natur aussterben, dazu Sabrina Höft, Kuratorin im Zoo Schwerin.

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    ©Bildcopyright: Zoo Schwerin

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    45 m
  • 13. Makrodactylus – Ein neuer Flugsaurier aus der Mörnsheim Formation
    Dec 19 2025

    Auf den ersten Blick wirkt er wie ein weiterer Flugsaurier aus der Mörnsheim-Formation – doch Makrodactylus entpuppt sich als überraschend eigenständiger Neuzugang. Erst vor wenigen Wochen wissenschaftlich beschrieben, zeichnet sich dieser Flugsaurier durch eine lange, schmale Schnauze und den namensgebenden verlängerten Finger aus. Bekannt ist die Gattung bislang nur durch eine einzige Art, Makrodactylus oligodontus. Grundlage der Beschreibung sind ein bereits 2014 entdeckter Teilschädel sowie das Skelett eines ausgewachsenen Exemplars.

    Der Fund reiht sich einweitere Neuentdeckungen und Beschreibungen des Jahres 2025, darunter Tameryraptor, Mirasaura, Plesionectes – und nicht zuletzt Nanotyrannus. Gemeinsam mit dem Paläontologen und Paläoartist Frederik Spindler schauen wir uns die neu beschriebene Art einmal ganz genau an, wie Mörnsheim während der Jurazeit aussah und welche weiteren Flugsaurier hier kreisten.

    Mehr von Frederiks Arbeit und Palaeonavix findet ihr hier: https://www.palaeonavix.org/index.php

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    ©Bildcopyright: Hone et al.

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    43 m
  • 12. Höhlenbär – Mehr als nur ein großer, pflanzenfressender Braunbär
    Dec 12 2025

    Höhlenbären waren eindrucksvolle, riesige und ikonische Bewohner der letzten Eiszeit. Ihre Überreste finden sich zahlreich in europäischen Höhlen, doch viele Fragen sind bis heute ungeklärt: Wie lebten diese Pflanzenfresser tatsächlich? Warum zogen sie sich so häufig in Höhlen zurück? Und was führte schließlich zu ihrem Aussterben am Ende des Pleistozäns?

    Neue Forschungen zeichnen ein komplexeres Bild: vom saisonalen Verhalten über die Ernährung bis hin zu den Wechselwirkungen mit frühen Menschen, die denselben Lebensraum nutzten. Molekulare Analysen und moderne Vergleichsstudien verändern zudem unser Verständnis davon, wie flexibel – oder eben empfindlich – Höhlenbären auf Umweltveränderungen reagierten. Mit Paläontologin Anneke van Heteren beleuchten wir in dieser Folge Paläotalk, was aktuelle Studien über Biologie, Verhalten und Evolution der Höhlenbären verraten.

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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

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    41 m
  • 11. Prehistoric Planet: Ice Age – Vom Big Freeze zum Big Melt
    Dec 2 2025

    „Prehistoric Planet: Ice Age“⁠ ist ein groß angelegtes neues Kapitel der preisgekrönten Naturdokumentationsreihe der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton. Die fünfteilige Serie, die weltweit am 26. November 2025 startete, entführt uns in eine dramatische neue Ära der prähistorischen Geschichte – Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinosaurier. Es ist eine Zeit, geprägt von Eis, einem unerbittlichen Kampf ums Überleben und dem Aufstieg einer neuen Generation von Giganten: der ikonischen Megafauna.

    Die Dokumentation zeigt spektakuläre Lebensräume und deren Bewohner und bietet ein Erlebnis, wie es zuvor noch keines gab. Von riesigen Wollmammuts bis zu scheuen Schneefaultieren, von furchteinflößenden Säbelzahnkatzen bis hin zu widerstandsfähigen Zwerg­elefanten (die nur rund 90 cm groß wurden) enthüllt die Serie epische Überlebenskämpfe und überraschende Geschichten jener Tiere, die einst die Eiszeit beherrschten. Wir bereisen weite Tundren, karge Wüsten, wachsende Graslandschaften und tauenden Permafrost, während diese Kreaturen in einer Welt extremer Klimabedingungen, wandelnder Landschaften und dem Einsetzen der „Großen Eiszeit“ – und schließlich der „Großen Schmelze“ – ums Überleben ringen.

    Gemeinsam mit ⁠Palaeoartist Joschua Knüppe⁠ werfen wir einen Blick auf alle fünf Episoden, sprechen über die darin gezeigten Tiere, ordnen die wissenschaftlichen Erkenntnisse ein und diskutieren über eine mögliche Fortsetzung in Form einer vierten Staffel.

    Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Prehistoric Planet: Ice Age“, dann gibt es hier den Link zu ⁠Apple TV+⁠.

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    ©Bildcopyright: Apple TV

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    2 h y 7 m
  • 10. Neandertaler – Unsere nächsten ausgestorbenen Verwandten
    Nov 28 2025

    Sie sind unsere nächsten ausgestorbenen Verwandten – die Neandertaler. Jahrtausende lang teilten sie sich mit uns den europäischen Kontinent, hinterließen Werkzeuge und Kunst. Ihr Ruf schwankt bis heute zwischen „primitiven Höhlenmenschen“ und hochentwickelten Jägern, die uns in vielerlei Hinsicht ähnlicher waren, als lange gedacht.

    Doch wer waren die Neandertaler wirklich? Anthropologe Dustin Welper vom ⁠⁠Neanderthal Museum⁠⁠ in Mettmann nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, zu einer Menschenform, die längst verschwunden ist und doch in uns weiterlebt. Denn in jedem von uns steckt noch ein Teil Neandertaler-DNA!

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    ©Bildcopyright: Neanderthal Museum

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    37 m
  • 9. Synapisden – Die reptilienartigen Vorfahren unserer modernen Säugetiere
    Nov 14 2025

    Ob Känguru, Schimpanse oder Rotschulter-Rüsselhündchen – alle drei sind nicht nur Säugetiere, sondern auch Synapsiden! Lange vor den Dinosauriern prägten sie das Bild der Erde. Reptilienartig wirkten sie auf den ersten Blick – und doch gelten sie als die eigentlichen Vorfahren unserer heutigen Säugetiere. Von bizarren „Pelycosauriern“ mit segelartigen Rückenkämmen bis hin zu den urtümlichen Therapsiden, die schon fast säugetierähnlich waren – die Vielfalt dieser Gruppe ist ebenso faszinierend wie ihre Rolle in der Evolution. Denn aus den Synapsiden sind auch wir Menschen entstanden.

    Doch wie sahen die Synapsiden wirklich aus, wie lebten sie – und warum sind gerade sie der Schlüssel zur Entstehung unserer eigenen Säugetierlinie? Gemeinsam mit Jörg Fröbisch vom ⁠⁠Naturkundemuseum Berlin⁠⁠ werfen wir einen Blick auf diese oft übersehenen und fälschlicherweise als säugetierähnliche Reptilien betitelten Tiere.

    Wenn ihr mehr über den Bromacker und das gesamte Projekt von Jörg und sein Team erfahren wollt, dann schaut gerne hier vorbei: ⁠https://bromacker.de⁠

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    ©Bildcopyright: Joschua Knüppe

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    44 m
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