Episodios

  • #149: E-Lkw auf der Überholspur: Warum Strom zum neuen Standortfaktor wird. Kai Gutacker im Gespräch mit Peter Bergmann und Dr. Till Kreft
    Mar 23 2026

    500 bis 600 Kilometer Reichweite und neue Fahrzeugkonzepte zeigen, dass der E-Lkw die Testphase hinter sich gelassen hat und auf die Langstrecke vorrückt. Aus einer technischen Entwicklung ist damit ein echter Umbruch geworden, der die Logistik nachhaltig verändert.

    Im Zentrum steht dabei nicht allein das Fahrzeug, sondern die Frage dahinter: Wo kommt die Energie her, wie entstehen leistungsfähige Ladepunkte und was braucht es, damit aus einzelnen Lösungen ein belastbares Netz wird? Genau dort entscheidet sich, wie schnell die Transformation vorankommt.

    Spannend ist das auch wirtschaftlich. Wer Ladeinfrastruktur, Netzkapazität, PV und Speicher zusammendenkt, erschließt neue Spielräume: für Logistiker ebenso wie für Eigentümer und Entwickler von Logistikimmobilien. Im Zusammenspiel mit öffentlich zugänglichen Ladeparks entsteht die Infrastruktur, die den E-Lkw über den Depotbetrieb hinaus in die Fläche bringt.

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    45 m
  • #148: Vom Projekt zum Prozess – Wie aus Fläche ein Quartier wird. Richard van de Beek und Frank Pöstges-Pragal im Gespräch mit Kai Gutacker
    Mar 2 2026

    Ein Quartier ist nicht fertig, sobald der Bau abgeschlossen ist. Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt danach: Im laufenden Betrieb zeigt sich, ob der Handel wirtschaftlich arbeitet und ob Büromieter den Standort dauerhaft annehmen. Erst dann entsteht aus einzelnen Nutzungen ein stabiles Gefüge.

    Das ZAM in München-Freiham steht genau an diesem Punkt. Voll vermietet, trotz schwieriger Marktphase und zugleich ein Projekt im offenen Feld. Ein neuer Stadtteil, kaum gewachsene Strukturen, viel Erwartung von allen Seiten. Hier entscheidet sich nicht nur, wie Flächen performen, sondern wie ein Standort überhaupt Identität entwickelt.

    Richard van de Beek von der ROSA-ALSCHER Group und Quartiersmanager Frank Pöstges-Pragal sprechen über Umsätze, Frequenzen, politische Rahmenbedingungen und Investorenentscheidungen. Es geht um Mut, aber genauso um den Business Case. Und um die Erkenntnis, dass ein Quartier nie „fertig“ ist, sondern dauerhaft gemanagt werden muss.

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    34 m
  • #147: Zukunftsorte – vom Label zum Lebensraum. Prof. Dr. Alexander von Erdély FRICS und Dr. Bernd Schade im Gespräch mit Kai Gutacker
    Feb 23 2026

    Der Druck auf die Städte wächst, gebaut wird künftig vor allem im Bestand. Die Devise lautet: Umnutzung statt Neubau. Doch zwischen Anspruch und Genehmigungspraxis liegt ein System aus Vorschriften und Einzelinteressen. Brandschutz trifft auf Denkmalschutz, Lärmschutz auf Nutzungsmischung und Projekte geraten ins Stocken.

    Gerade die Umwandlung von Büro zu Wohnen zeigt, wie eng Regulatorik ausgelegt wird, obwohl Substanz und Flächen vorhanden sind. Wenn künftig weniger auf der grünen Wiese und mehr im Bestand entwickelt wird, entscheidet sich hier, ob Transformation gelingt. Hinzu kommt die Energiefrage: Quartiere sind nur dann zukunftsfähig, wenn Erzeugung und Verbrauch gemeinsam gedacht werden – und Immobilien- sowie Energiewirtschaft enger kooperieren.

    Ein Gespräch über Zielkonflikte, über selbst gesetzte Hürden und darüber, was sich ändern muss, damit „Bauen der Zukunft“ mehr wird als ein Schlagwort.

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    41 m
  • #146: Wie 500 Milliarden Euro die Infrastrukturbranche verändern können. Michael Henn und Andreas Ochsenkühn im Gespräch mit Jan Döhler
    Feb 2 2026

    Die Bundesregierung hat ein gewaltiges Infrastrukturpaket von 500 Milliarden Euro ins Schaufenster gestellt. Das schuldenfinanzierte „Sondervermögen“ hat es sogar zum „Unwort des Jahres“ gebracht. Braucht es jetzt überhaupt noch private Infrastrukturinvestitionen? Ja, sagen Michael Henn und Andreas Ochsenkühn im Podcast, denn durch privates Fremd- und Eigenkapital ließe sich diese Summe um den Faktor vier oder fünf hebeln.

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    30 m
  • #145: Serielle Sanierung: Zwischen Effizienzversprechen und Realität. Martina Aschauer und Thomas Rolf Hermes im Gespräch mit Jasper Radü
    Jan 26 2026

    Serielle Sanierung gilt seit Jahren als naheliegende Antwort auf steigende Energiekosten und einen stockenden Neubau. Trotzdem setzt sie sich nur langsam durch. Das liegt auch an nicht mitgedachten Prozessen und Kostenvergleichen, die Preis und Tempo verzerren. Die Frage ist daher weniger, ob serielle Sanierung funktioniert, sondern unter welchen Bedingungen sie wirtschaftlich und organisatorisch tragfähig wird.

    Martina Aschauer beschreibt die Zurückhaltung aus Sicht einer Herstellerin, die serielle Sanierung in bestehende Marktstrukturen einordnen muss. Thomas Rolf Hermes argumentiert aus der Perspektive des Bestandshalters und verweist auf Faktoren wie Zeit, Qualität und künftige Kosten. Deutlich wird, dass serielle Sanierung kein technisches Detail ist, sondern eine strukturelle Frage. Und dass sich an ihr entscheidet, wie ernst es der Branche mit der Transformation des Bestands ist.

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    41 m
  • #144 : Energie-Hub Immobilie. Wie kann die grüne Transformation gelingen? Tim Säuberlich und Marc Schuhbauer im Gespräch mit Henning Jeß
    Jan 12 2026

    Die Immobilie ist längst mehr als ein Ort, an dem Energie verbraucht wird. Sie wird zur Schnittstelle, an der Erzeugung, Nutzung und neue Anforderungen zusammenlaufen. Damit rücken Immobilienwirtschaft und Energiewirtschaft zwangsläufig näher zusammen.

    Tim Säuberlich und Marc Schuhbauer zeigen, was das konkret heißt. Auf der einen Seite der Asset Manager, der regulatorische Vorgaben und wirtschaftliche Zwänge zusammenbringen muss. Auf der anderen Seite der Energiedienstleister, der Modelle wie Mieterstrom oder On-Site-PPA in den Betrieb übersetzt. Erst im Zusammenspiel dieser Perspektiven entscheidet sich, ob Dekarbonisierung mehr ist als ein ambitioniertes Ziel.

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    26 m
  • #143: Erst reden, dann bauen – so geht Logistikimmobilienentwicklung richtig. Kai Gutacker im Gespräch mit Martina Averbeck und Dr. Bernd Schade
    Jan 7 2026

    Wenn Martina Averbeck und Bernd Schade über Logistikimmobilien sprechen, geht es schnell nicht mehr nur um technische Anforderungen. Sondern um Entscheidungen, die an unterschiedlichen Punkten des Lebenszyklus getroffen werden müssen. Der Entwickler, der früh plant. Die Assetmanagerin, die später steuert. Im Gespräch wird spürbar, wie stark beide Rollen ineinandergreifen, lange bevor ein Projekt wirklich Form annimmt.

    Im Austausch wird außerdem deutlich, wie sehr die Branche von guter Abstimmung lebt. Entwicklungen werden komplexer, Rahmenbedingungen ändern sich schneller und die Nutzer erwarten heute etwas anderes als noch vor wenigen Jahren. Gerade deshalb zeigt sich, wie viel Stabilität entsteht, wenn Entwickler und Assetmanager Erfahrungen teilen statt nur Ergebnisse auszutauschen.

    Der Blick der einen Seite für den Bau, der der anderen für Betrieb und Vermietbarkeit, beides zusammen entscheidet, ob eine Immobilie heute funktioniert und morgen noch relevant ist.

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    31 m
  • #142: Agenten übernehmen – Wie KI den Immobilienalltag neu sortiert: Kai Gutacker im Gespräch mit Jörg Müller und Steffen Ricken
    Dec 15 2025

    Mietverträge, Reports, Betriebskosten – das tägliche Kleingedruckte der Immobilienwelt. All das, was sonst Zeit frisst, läuft plötzlich ohne menschliche Zwischenstopps. KI erkennt Fehler, bevor jemand sie sucht. Sie demontiert Prozesse auf, die jahrelang als unveränderbar galten. Und während die Systeme im Hintergrund arbeiten, verschieben sich die Gewichte: weg von Kontrolle und Nacharbeit, hin zu echter Analyse.

    Der Podcast macht deutlich, wohin diese Entwicklung führt: Wenn Prozesse nicht mehr von ihren Schwachstellen bestimmt werden, entsteht ein Spielraum, der die Branche zwingt, ihr eigenes Selbstverständnis zu überdenken. Nicht aus technischer Euphorie heraus, sondern aus der schlichten Erkenntnis, dass Verlässlichkeit neue Möglichkeiten freilegt, die lange verborgen waren.

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