Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren Podcast Por Börsen-Zeitung arte de portada

Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren

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Der Sustainable-Finance-Podcast der Börsen-Zeitung Wer definiert, was nachhaltig ist? Wo beginnt Greenwashing? Und wie müssen sich Investoren, Finanziers, Unternehmen und Dienstleister positionieren, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein? Diese Fragen beleuchtet „Nachhaltiges Investieren“, der Podcast der Börsen-Zeitung rund um Sustainable Finance, ESG-Investments, Nachhaltigkeitstransformation & Co. Wir sprechen mit Expertinnen und Experten, die etwas zu sagen haben. Unsere Gäste sind Professionals aus Fondsgesellschaften, Banken und Unternehmen, andere bringen ihre Perspektive als Wissenschaftler, Regulierer oder Dienstleister ein. In jeder Episode nehmen wir im Interview ein aktuelles Thema oder eine besondere Herausforderung in den Blick und sprechen über professionelle und persönliche Einschätzungen. Zum Abschluss liefert unser Newsblock einen Überblick über die wichtigsten Meldungen aus der Sustainable-Finance-Community. Nachhaltiges Investieren erscheint jeden zweiten Donnerstag, Redaktion: Sabine Reifenberger. Feedback und Fragen sind willkommen: podcast[at]boersen-zeitung[dot]de Sie interessieren sich für ein Sponsoring des Podcasts oder für die weiteren ESG-Produkte der Börsen-Zeitung? Dann tretet gern in den Austausch mit unserem Sales-Team. Eva Kammler: E.Kammler[at]boersen-zeitung[dot]deBörsen-Zeitung © Musik: pøpsicle Economía Finanzas Personales Gestión Gestión y Liderazgo
Episodios
  • Wie sich die Rolle von ESG-Ratings verändert | Episode 107
    Jan 8 2026
    Ab Mitte 2026 gelten neue Regeln im Markt für ESG-Ratings. Erstmals übernimmt mit der ESMA eine Behörde die Aufsicht und Kontrolle über Nachhaltigkeitsratingagenturen im europäischen Raum. Die Regulierung soll für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit der Ratings sorgen, etwa durch Offenlegung der Methoden, Datenquellen und Bewertungslogik. Vergleichbarkeit ist gewünscht – Vereinheitlichung hingegen nicht, betont Till Jung, Managing Director und Head of Sustainability Business bei dem Datendienstleister ISS Stoxx, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. „Es gab ja auch Bestrebungen, durch diese Regulierung die Methodik zu vereinheitlichen. Weil es immer Kritik gibt, dass Ratings im Nachhaltigkeitsbereich stark auseinandergehen, je nach Anbieter – wohingegen das doch so schön ist im Kreditrating-Bereich, da sind sich alle einig“, sagt Jung. „Aus meiner Sicht ist das eine etwas verkürzte Sichtweise, weil natürlich im Bereich Nachhaltigkeit auch viel mehr verschiedene Themen zu bewerten sind.“ Investoren müssten sich die unterschiedlichen Methoden anschauen und dann entscheiden, welche Gewichtung zu ihnen passt. Manchen sei beispielsweise die Bewertung kurzfristiger finanzieller Risiken wichtig, anderen die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt. „Es ist ganz wichtig, dass man einfach anerkennt, dass es unterschiedliche Anforderungen und Nachfragen im Markt gibt“, sagt Jung. In seiner Wahrnehmung hat sich die Rolle der Nachhaltigkeitsratings verändert. „Früher hatten viele Fondsmanager und Vermögensverwalter gar keine Expertenabteilungen zu dem Thema nachhaltiges Investment“, erinnert er sich. Ratings sollten in diesen Fällen die benötigten Daten liefern und Orientierung bieten. Mittlerweile ist bei vielen Fondsmanagern allerdings eigenes Expertenwissen vorhanden. Manche Vermögensverwalter haben eigene Abteilungen mit Dutzenden Analysten aufgebaut. Diese Kunden seien nicht an Basisinformationen interessiert, sondern benötigten detaillierte Daten und Branchen-Einblicke, um diese mit dem eigenen Research in Bezug zu setzen, erklärt Jung. Die Datenlage wird nach Jungs Eindruck „von Jahr zu Jahr besser“. Nachholbedarf sieht er beispielsweise noch bei der Erhebung von ESG-Daten entlang der Lieferkette. Doch er ist optimistisch, dass die Anzahl der berichteten Datenpunkte trotz Omnibus-Initiative zunehmen wird. „Es ist nicht so, dass das alles perfekt ist“, sagt Jung. „Aber es ist auch nicht so, dass man den Kopf in den Sand stecken muss.“
    Más Menos
    31 m
  • Das Problem mangelnder Planungssicherheit für ESG-Investments | Episode 106
    Dec 11 2025
    Die nachhaltige Transformation der Wirtschaft wird gegenwärtig durch einen Mangel an Planungssicherheit behindert – und dafür ist die Politik mitverantwortlich. Diese Einschätzung äußert Katharina Beck, die finanzpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag: „Wir brauchen wieder eine gewisse Verlässlichkeit in der Politik – nichts ist schlimmer als dieses ständige Hin und Her“, betont Beck. Natürlich müsse es immer die Möglichkeit geben, Anpassungen vorzunehmen. Aber generell brauche es „eine gewisse Planungssicherheit“. Aktuell herrsche Verwirrung, niemand wisse so recht, welche Vorgaben er einhalten müsse. Konkret verweist Beck zum Beispiel auf die Tatsache, dass die EU-Richtlinie über Nachhaltigkeits-Berichtspflichten, die CSRD, in Deutschland noch immer nicht in nationales Recht umgesetzt worden und daher seit anderthalb Jahren überfällig sei. Mit Blick auf den Gesetzesentwurf, der nun in erster Lesung im Bundestag verhandelt werde, äußert Beck zwar einige Vorbehalte, weil er bürokratisch aufwändig sei. „Ich bin aus der Motivation heraus, dass es funktioniert, dafür, dass es besonders praxisnah ausgestaltet wird“. Die Finanzexpertin macht aber zugleich deutlich, es sei wichtig, dass nun zügig entschieden werde. Denn Planungssicherheit für Unternehmen sei in den aktuell geopolitisch angespannten Zeiten noch wichtiger. In der öffentlichen Debatte habe das Thema Sicherheit die Debatte über Nachhaltigkeit etwas verdrängt. Beck unterstreicht in diesem Kontext, dass beides durchaus eng verknüpft sei. Europa müsse realisieren, dass es in der EU wenig fossile Vorkommen gebe – und dabei die geopolitische Situation berücksichtigen. Dann werde offensichtlich: „ClimateTech ist ja am Ende auch ResilienceTech oder wie immer man das nennen will.“ Was die Investitionen in ClimateTech und GreenTech angeht, erinnert die Bundestagsabgeordnete daran, dass Deutschland vor zwei Jahren im Bereich der Klima- und Umwelttechnologien noch Vize-Weltmeister war. „Und ich hätte richtig Bock, dass wir da wieder Weltmeister werden.“ Dabei sei es nicht richtig, Industrie und Nachhaltigkeit – wie es oft in der politischen Debatte geschehe – argumentativ als einen Gegensatz darzustellen. „In meinem Wahlkreis wird gerade ein neues Plastik hergestellt, das man sofort auf den Kompost werfen kann, das ist ja auch Industrie.“
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    33 m
  • Das ESG-Datendilemma der Banken | Episode 105
    Nov 27 2025
    Ist Nachhaltigkeit für Mittelständler in Deutschland kein Thema mehr? Der Eindruck könnte fast entstehen – schließlich werden sie im Zuge der Omnibus-Initiative von Reportingpflichten entlastet. „In der Breite hat sich einfach manifestiert: ESG ist tot“, beobachtet Michael Sindram, Gründer und Geschäftsführer von OpenESG, einer Plattform zur Erfassung und Analyse von Nachhaltigkeitsdaten. Dabei sei das Gegenteil der Fall – gerade in der Bankenwelt würden ESG-Risiken immer relevanter. Da mittelständische Firmenkunden die Nachhaltigkeitsdaten nicht im Rahmen einer Berichtspflicht erfassen, müssen Banken nachfragen. „Dann kommen Sie natürlich in eine sehr unangenehme Diskussion. Sie sind sofort in der Rechtfertigungspflicht“, sagt Sindram. Für eine Studie hat OpenESG mit Partnern gerade 165 Teilnehmer aus deutschen Finanzinstituten zur Relevanz von ESG-Daten befragt. Dabei wurde deutlich, dass es den Banken zunehmend schwerfällt, die erforderlichen Angaben zu erheben – gerade bei mittelständischen Firmenkunden. In der Kreditvergabe an Mittelständler nutzen zwei Drittel der Banken hauptsächlich Branchen- oder Durchschnittswerte. Mit Blick auf das Risikomanagement sei dies schwierig – es drohe eine Negativauslese, mahnt Sindram. „Wenn ich ein Unternehmen bin mit einem sehr schlechten ESG-Footprint, dann bin ich natürlich froh, wenn ich den Durchschnittswert bekomme“, erklärt er. Wer hingegen über dem Branchendurchschnitt liege, werde benachteiligt. „Das ist aus Risikomanagementgesichtspunkten definitiv nicht die optimale Lösung.“ Im Gespräch berichtet Sindram, wie die Banken versuchen, dieses Datendilemma zu lösen, und welche Perspektive auf Nachhaltigkeit er aus seiner eigenen Zeit im Unternehmensmanagement mitgenommen hat.
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    32 m
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