Episodios

  • Ep.83_Gründonnerstag: Warum wir nicht bleiben können – und Jesus trotzdem darum bittet
    Apr 1 2026
    Gründonnerstag beginnt leise. Eine Nacht im Garten. Ein Mensch im Gebet. Und Freunde, die einschlafen. Gleichzeitig blicken wir an die Küste auf einen Buckelwal. Gethsemane – und einengestrandeter Buckelwal. Seit Tagen wird er beobachtet. Ein gewaltiges Tier. Geschaffen für die Weite des Ozeans. Und doch gestrandet im flachen Wasser. Kraftvoll – und gleichzeitig hilflos. Und überall dieselbe Spannung: Man möchte helfen. Eingreifen. Retten. Und gleichzeitig gibt es Momente, in denen das nicht möglich ist.
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    10 m
  • Ep.82_Adam, wo bist du? Deep Fake. Eden. Quo vadis, humanitas?
    Mar 27 2026
    Dieser Tage tobt eine Debatte. Ein Name. Ein Vorwurf. Und dann beobachte ich, wie wir darüber reden. Demos. Forderungen. Hashtags. Empörung. Ich verstehe das. Ich bin selbst eine Frau. Aber ich frage mich: Wenn wir Ungerechtigkeit so diskutieren – vereinfacht, verflacht, emotional – wenn wir DEN MANN zum Problem erklären – was passiert dann? Er geht in die Abwehr. Er schweigt. Wieder. Wir erzeugen mit unserer Empörung genau das Schweigen, das wir anklagen. Das kann nicht der Weg sein. In dieser Folge wage ich einen anderen Weg. Zurück an den Anfang. An den Text, der älter ist als alle Debatten. An die Frage, die Gott selbst gestellt hat – nach dem ersten Schweigen eines Mannes. Adam, wo bist du?
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    27 m
  • Ep.81_Klassiker falsch verstanden? Wenn wir Geschichten, Glaube & das Evangelium neu deuten
    Mar 19 2026
    👉 Ophelia, Wuthering Heights und das Evangelium Wieviel Original steckt noch in der Kopie? Wir verändern Geschichten. Wir erzählen sie neu. Manchmal schöner. Manchmal einfacher. Aber was passiert, wenn wir dabei den Kern verlieren? Von Ophelia bis Wuthering Heights – und bis hin zu unserem Glauben. Diese Folge ist eine Einladung, wieder näher an die Quelle zu gehen.
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    12 m
  • Ep.80_Wüstenzeit - Enttäuscht von Gott?
    Mar 12 2026
    Es gibt Phasen im Leben, die haben nicht unbedingt einen dramatischen Anfang. Keinen Schicksalsschlag, keinen klaren Wendepunkt. Und doch fühlen sie sich an wie eine lange Strecke durch eine Landschaft, die sich kaum verändert. Alles schleppt sich weiter – und doch scheint nichts voranzugehen. In der christlichen Tradition wird für solche Zeiten ein starkes Bild verwendet: die Wüste. Ein Ort der Leere? Ein Ort der Prüfung? Oder ein Ort der Klärung? 💡 Was sagt Jesus über solche Phasen? 💡 Was können wir von Menschen lernen, die tatsächlich durch Wüsten gehen? 💡 Und warum könnte gerade diese Zeit mehr Sinn haben, als wir zunächst glauben? Vielleicht ist die Wüste nicht nur ein Ort der Entbehrung. Vielleicht ist sie auch ein Ort der Erfahrung.
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    14 m
  • C25_Baltasar Gracián - Vergiss Freud. Denk an Klugheit.
    Mar 5 2026
    Forget Freud. Think Prudence - Hand-Orakel oder die Kunst der Weltklugheit. Oft wird Gracián als zynisch, düster oder kalt beschrieben. Doch hinter seinen berühmten Aphorismen steckt weit mehr: eine präzise Beobachtungsgabe, eine tief barocke Weltsicht und eine geistige Architektur, die stark von der Spiritualität der Jesuiten geprägt ist. Philosophen wie Arthur Schopenhauer und Friedrich Nietzsche waren fasziniert von seiner messerscharfen Analyse menschlichen Verhaltens. In dieser Folge geht es unter anderem um: *die barocke Welt, in der Gracián lebte *die Kunst der Beobachtung und Menschenkenntnis *die ignatianische Tradition der „Unterscheidung der Geister“ *warum seine Aphorismen bis heute erstaunlich aktuell sind Graciáns Gedanken zeigen: Menschliche Natur, Machtspiele und soziale Masken haben sich kaum verändert. 📚 Buchempfehlung des Monats: Ein Werk zum langsamen Lesen, Nachdenken und Meditieren – vielleicht besonders passend für die Fastenzeit. Credo 25 - der vertikale Bookclub lädt nicht zur Zustimmung ein, sondern zum Weiterdenken. Jeden 1. Donnerstag auf Medienapostel.
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    12 m
  • Ep.79_Epstein-Files – Spiegel einer gefallenen Welt oder selbstreferentieller Systeme?
    Feb 26 2026
    Ein Name wie ein Schatten. Macht, Missbrauch, Schweigen – und die Strukturen, die all das möglich machen. In dieser Folge beleuchten wir nicht nur die offensichtlichen Skandale, sondern fragen: Wie entstehen selbstreferentielle Systeme, in denen Verantwortung und Gewissen zur Nebensache werden? Wir sprechen über: Die Dynamik moderner Netzwerke von Macht, Geld und Einfluss Wie vulnerable Menschen heute oft unsichtbar bleiben Die spirituelle Perspektive: Salz und Licht in einer gefallenen Welt sein Praktische Fragen: Hinsehen, stehen bleiben, bewusst werden Es geht nicht darum, das Böse vollständig zu erklären – es geht darum, nicht wegzuschauen. Denn wir können Licht sein. Hier. Jetzt.
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    18 m
  • Ep.78_deine Seele wohnt nicht im Gehirn I Kontemplation
    Feb 18 2026
    Thomas von Aquin und das Rätsel unseres Ursprungs. Wir leben in einer Kultur, in der alles messbar sein muss. Gefühle werden erklärt. Glaube wird neurologisiert. Die Seele wird zur Psyche reduziert. Aber was, wenn wir am falschen Ort suchen? Diese Episode ist bewusst anders gestaltet: kein klassischer Vodcast, kein Diskurs – sondern ein kontemplativer Raum. 7 Minuten mit Slow Motion, Stille und einem Gedanken, der tiefer reicht als das, was sich messen lässt.
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    7 m
  • Ep.77_Conversatio in Spiritu – Resonanzraum oder Ort der Unterscheidung?
    Feb 11 2026
    Was ist heute noch ein Katholik? Ist Glaube etwas, das wir gestalten – oder etwas, das wir empfangen? In dieser Folge geht es um die Grundfrage hinter Synodalem Weg, Kirchenreform und Zeitgeist: *Geht es um Prozesse – oder um Wahrheit? *Um Beteiligung – oder um Bindung? *Was heißt katholisch, wenn Umkehr mehr kostet als Zustimmung? „Conversatio in Spiritu“ ist in vielen kirchlichen Kontexten zur bevorzugten Gesprächsform geworden. Man hört einander zu, teilt innere Bewegungen, lässt Resonanz entstehen. Doch ich frage mich: 👉 Geht es um Resonanz – oder um geistliche Unterscheidung?
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    14 m