Episodios

  • Die Starterfolge
    Jan 2 2025

    hey diese Folge bietet dir die Möglichkeit einen Start in unser kleines Podcastuniversum zu finden, falls du neu hier bist und nicht weißt mit welcher Folge du anfangen sollst. Calypso und Niels geben dir hierbei eine kleine Führung und Starthilfe :)

    Más Menos
    18 m
  • Die Intimität der eigenen Kunst - mit Natalie
    Apr 4 2026

    hallo du, komm rein...wir haben hier eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre geschaffen (wie immer), um über Natalies Lyrik zu sprechen und ein ganz wichtiges Thema für Künstler*innen; die Intimität der eigenen Kunst. Denn Kunst einem Publikum zu präsentieren, besonders im Internet stellt Künstler*innen oftmals vor die Frage wieviel und in welchem Rahmen wir die eigene Kunst teilen wollen. Und darüber hinaus, ob dies einmalig und vergänglich bleibt oder für immer im Internet zu finden sein könnte.

    Wir danken unseren Fördergebern dem Beirat Soziokultur der diese dritte Staffel Kontraktion möglich macht.

    Kunsttipp:

    • Breadcrumbs - Deca (2013
    • Clay Pigeons - Deca (2020)
    • Vom Kopf der Hut - Buntspecht (2025)
    • Pen and Paper oder Crimi Dinner ausprobieren ausprobieren

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    Duwohnstda

    Du wohnst da

    Und er ist dafür verantwortlich

    Du wohnst da

    Und er weiß nicht mal was davon

    Obwohl er dich hier abgesetzt hat

    Ich wohne mit dir

    Das ist meine Wohnung und du

    Du bist jetzt auch da

    Ganz unfreiwillig meinerseits

    Ich wollte gern alleine wohnen

    Nein eigentlich nicht

    Aber ich wollte nicht mit dir wohnen

    Ich wollte die anderen behalten

    Nicht dich

    Und doch

    Wohnst du jetzt auch da

    Es hat schon immer begonnen

    Kein klarer Anfang

    Der sich abzeichnet

    Nur verwischte Linien

    Er stellte nach und nach deine Kisten hier ab

    Manchmal unauffällig

    Manchmal mitten in den Raum

    So zentral, so offensichtlich

    Das es verwunderlich ist, wie er selbst noch nicht darüber gestolpert sein kann

    Du wohnst da

    Und er ist dafür verantwortlich

    --

    Ich habe Beschwerde eingereicht

    Mehrfach

    Aber du bleibst trotzdem weiter hier

    Er hat das Gröbste geschafft – ganz ohne Umzugstransporter

    Und mittlerweile sind es Feinschliffe

    Die angebracht werden

    Poster und Bilder werden für dich aufgehangen

    Teppiche ausgerollt

    Es wird dir gemütlich gemacht

    Vermutlich will er es dir schön machen

    Die grauen Wände harmloser erscheinen lassen

    Dabei hat er so wenig Sinn für Dekor

    Wie lange wirst du hier wohnen?

    --

    Er weigert sich, dich auch nur für ein Wochenende abzuholen

    Ist froh, dass du jetzt bei mir bist

    Er hat es nie offen ausgesprochen

    Du wohnst da Ich lebe mit dir

    Ich versuche mich damit zu arrangieren

    Aber es fühlt sich unfair an

    Ich hämmer gegen deine Tür

    Du sollst verschwinden

    Ich schreie

    Du machst nicht auf

    Du gehst in meinen Zimmern ein und aus

    Dir ist egal, wo ich grade bin

    Oder ob ich das okay finde

    Ich schließe ab

    Es ist dir egal

    Du kriechst durch den Türspalt

    --

    Du wohnst da

    Und ich akzeptiere meine Wut

    Más Menos
    1 h y 20 m
  • kann Kunst politisieren? - mit Calypso
    Mar 23 2026

    Hallihallo ihr Lieben,

    schön, dass du dir die Zeit nimmst und dich mal wieder mit der Kunst- und Kulturszene Jenas und aktuellen Debatten befasst. Heute gibt es erneut eine Folge die einem der Host-Personen gewidmet ist; Calypso mit dem Text "Bisschen Knochen, Reines Brachland" (zwei Ausschnitte davon könnt ihr unten mit lesen). Viel Spaß beim Lauschen und diskutiert in euren Kreisen gerne weiter, ob Kunst politisiert und wie ihr selbst diese Art der Politisierung findet.

    Kunsttipps:

    • Favorite Person - Royal & the Serpent (2026)
    • silent home - guardin (2026)
    • Good luck, have fun, don't die - Gore Verbinski (2025)
    • Bardo, false Chronicle of a handful of Thruths Alejandro G. Iñárritu (2022)

    Wir danken unseren Fördergebern, dem Beirat Soziokultur Jena.

    ...

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    Wisst ihr ich habe rechts nicht so viel Kraft

    Doch dafür links extrem

    Wenn es sein müsste treten wir Faschist*innen zu Boden

    Danach mehr Dreck unter unsren Sohlen

    Denn sie wollen uns ja auch nicht mal mehr blinzelnd sehn

    Und ich bin zwar gegen Gewalt

    Doch wie soll man gegen Gewalt vorgehn

    Außer mit Gegengewalt und das nennt ihr extrem

    Sie greifen uns ja nicht an aus Selbstschutz oder einfach nur mal aus Versehn

    ____________________________

    ...

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    Und deshalb

    Antifaschismus ist keine Straftat.

    Antifaschismus ist Zivilcourage.

    Antifaschismus ist Menschenverstand.

    Und Schuld an dieser grausamen Tat hat nicht bloß der Faschist, der ihn schlug und auch trat

    Die Schuld liegt auch bei denen die eben nur sehen

    Wo sie selbst bleiben - stumm und gelähmt sind

    Sich keinen Millimeter bewegen oder sich gar dem Fluchtversuch in den Weg stellen

    Sich nicht auflehnen, wenn ihnen so etwas begegnet

    Und einfach weiter mit aller Ungerechtigkeit um sie herum unbekümmert dann leben

    Die Gefahr sind nicht bloß die Täter und die jubelnden Nazis auf den Rängen, die offen darüber sprechen nicht-Gleichgesinnte am Baum aufzuhängen

    Sondern die Gefahr

    sind auch

    die stillen Vertreter

    Die “so schlimm ist es nicht” Redner

    Denn stehst du nur stumm daneben

    ist es fast so als hättst du selbst zugetreten

    Und ich wache auf

    erleichtert denn es war nur ein Traum

    Doch wenn ich daran denke wie so etwas dennoch da draußen passiert

    Überkommt mich ein Grauen

    Und nach dem ganzen Kram wird euch vielleicht endlich Mal klar

    Wegen Leuten wie denen gibt man Stürmen menschliche Namen

    Und das Land liegt bald brach

    Wenn das Hoffen versagt

    Liegen Knochen im Sarg

    Da wo ich herkomm

    Zu der Zeit als ich da war

    Gab es von linken Strukturen

    Fast nur noch

    Bisschen Knochen und

    reines Brachland

    Más Menos
    58 m
  • wenn das künstlerische Feuer wieder brennt - mit Niels Karsten
    Mar 9 2026

    hallo du! schön, dass du auf diese Folge gestoßen bist und auch einen Blick auf die Beschreibung wirfst ^^

    eine neue Folge Kontraktion mit drei Texten wartet auf euch...Texte, die nach einer langen Zeit der künstlerischen Flaute entstanden sind. Nun endlich ist der Bann gebrochen und das Feuer brennt von neuem auf in einer neuen Periode! Unten könnt ihr gerne alle drei Texte mitlesen. Viel Spaß...

    Wir danken natürlich wie immer unseren Förderern - dem Beirat Soziokultur Jena - die diese dritte Staffel Kontraktion möglich machen

    Kunsttipps:

    • Wann strahlst du? - Jacques Palminger, Erobique, Yvon (2009)
    • I Saw the TV Glow- Jane Schoenbrun (2024)

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    HARTE SCHATTEN

    Ich tanze mir das Gesicht in den Schatten,

    hör' die kratzige Stimme eines Buntspechts

    und die Bewegungen ziehen mich von mir weg,

    in eine taube und verängstigte Gewissheit.

    Die Uhr steht wie der Mond am Himmel

    und sie leuchtet weiß und sie läuft schnell.

    Aus der tauben Gewissheit des Schattens,

    blicke ich auf den Schein der Uhr hinaus

    und auch wenn ich sie nicht schlagen höre,

    schlägt ihr Schlaglicht harte Schatten, sodass,

    für den Moment, die Welt frei von Zwielicht.

    Kein vielleicht vielleicht und kein irgendwann,

    ich bleibe hier oder fang von vorn' an.

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    frühjahr

    Die Sonne scheint, die jungen Blätter in den Kronen tanzen und du fährst mir durch die Haare.

    Flieger kehren zurück. Die Tage des Frostes liegen hinter uns, doch du streichelst noch mein Gesicht.

    Deine sanften, doch bestimmten Berührung spielen meinen Körper wie eine Tastatur und ich bekomme eine Haut wie die Vögel hoch über meinem Kopf.

    Ich schließe die Augen und genieße deine Nähe, während du endlose Kreise in meinem Haaren ziehst und mich durchdringst.

    Ich würde deine Berührungen niemals dauerhaft ertragen können, doch spüre ich dich, merke ich wie sehr ich dich gemisst habe, in der Zeit als du anderswo Kreise gezogen hast.

    Ich öffne die Augen und lächle in die Sonne. Ich beginne meine Pfeife zu stopfen, auch wenn es mir deine Berührungen erschweren. Als der Kopf voll ist, hast du meinen bereits befreit und ich versuche vergeblich das Feuerzeug zu entzünden, denn du lässt mich nicht. Mein Genuss wird Verdruss und so gehe ich kurz hinein und lasse dich zurück.

    Den Kopf nun endlich beruhigt und am brennen, trete ich wieder hinaus und du beginnst augenblicklich mit den Schwaden zu spielen und um mich tanzen zu lassen. Wie luftig-graue Vorhänge zieht der Rauch fort und steigt auf zu kleinen Haufen im endlosen Blau.

    Ich schau wieder in die Sonne und blinzle. Die Strahlen scheinen in meinen leeren Kopf und füllen ihn mit Licht. So, blind vor Licht, kommt es mir fast vor als sehe ich dich so dicht. Ganz nah bei mir und doch überall und nirgendwo.

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    selbstgelächelt

    Mein Spiegelbild lächelt mir Grübchen ins Gesicht und die Trompete untermalt die Unterseite der bewegten Tasten.

    Im Schein der Kerze scheint der Geruch vom Rauch, der aus meiner Kleidung aufsteigt fast schon passend, gar wärmend, haltend. Lege ich mich gleich zu Bett, werden die Dämpfe in die Träume aufsteigen und zu Wolken.

    Doch lass sie regnen. Ich werde Grübchen in den Regen lächeln und mein Spiegelbild in jedem Tropfen sehen.

    Más Menos
    1 h y 19 m
  • Geschrieben, editiert, gebund. Literatur- und Kunstmagzine - mit Andy Eckhardt
    Feb 23 2026

    Die neue Folge des jenaer Kunstpodcast Kontraktion ist da und dies mit einem wiederkehrenden Gast. Andy Eckhardt - Lyriker, Literat und zukünftiger Redakteur - ist zum drittenmal unser Gast und somit auch in jeder Staffel einmal vertreten...ist Andy nun unser Maskottchen?

    Heute geht es - neben einem politischen Text von Andy (hier nach-/mitzulesen: https://media.rss.com/kontraktion/feed.xml) - um Literatur- und Kunstmagazine. Ob sie einen definierbaren Zweck oder ein Ziel haben, was Herausforderungen für die Umsetzung darstellen und wie auch ihr Teil eines Magazinprojekts werden könnt.

    Das alles zum Anlass der Veröffentlichung unseres Kollektiv-eigenen Magazins kntrst, das ab Samstag den 28.02.2026 für euch verfügbar ist. Kommt gerne zur Releaseveranstaltung am selben Tag um 19 Uhr im Haus auf der Mauer.

    Kunsttipps:

    • Eine Weihnachtsgeschichte - Charles Dickens (1843)
    • Frankenstein - Mary Shelley (1818)
    • Landlord calls the Sheriff in - La Dispute (2025)
    • Howl - Allen Ginsberg (1956)
    • Howl - Azeret Koua, mit Thato Kämmerer (läuft aktuell noch!!!)

    Más Menos
    1 h y 11 m
  • BONUS: Das Wesen der Kunst
    Feb 14 2026

    Diese kleine Bonusfolge mit Maja schließt inhaltlich an die letzte Folge an, doch betrachten wir ein spezifisches Thema der vorangegangen Diskussion; das Wesen der Kunst.

    Dieser Folge könnt ihr auch ohne die letzte Folge gehört zu haben folgen und regt hoffentlich ganz viel zum Nachdenken und zu Diskussionen an ^^

    ...und das Kunstwerk, das das heutige Folgencover ziert, ist das zweite Werk von Maja, welche letzte Woche besprochen wurden. ;)

    Más Menos
    16 m
  • kann ein Kunstwerk fertig werden? - mit Maja
    Feb 8 2026

    ihr Lieben es ist wieder soweit! Eine neue Folge Kontraktion und endlich mal wieder mit bildender Kunst. Mit Maja sprechen wir heute über zwei ihrer surrealistischen Malereien und die Gefühle, die diese evozieren. Im Anschluss (auch angesichts des zweiten Werks) diskutieren wir ob ein Kunstwerk jemals wirklich fertig werden kann.

    Referenzwerke der heutigen Folge:

    • Hygiea - Gustav Klimt (1900-1907)
    • Die Sünde -Franz von Stuck (1893)
    • Field Scarecrow (1945)
    • The Voice of the Forest (1934)

    Kunsttipps:

    • Dürerstraße - Wolfgang Tillmanns
    • Weg hier raus - Apsilon
    • Asleep - Toyen (1937)

    Und wir danken natürlich wie immer herzlich unseren Förderern der dritten Staffel Kontraktion, dem Beirat Soziokultur

    Más Menos
    1 h y 21 m
  • üben wir Kunst? - mit Lilly
    Jan 24 2026

    Sollten wir mehr Kunst üben? Sollten wir bewusst Techniken, Methoden und Strategien Kunst zu machen üben oder üben wir im regelmäßigen Kunstschaffen bereits genug? Fragen die besonders in der Literatur gar nicht so leicht zu beantworten ist. Hört mal rein und bildet euch selbst eine Meinung zu dem Thema, aber zuvor lauscht den spannenden Texten, die uns unser heutiger Gast Lilly mitgebracht hat. Es wird expressiv. Es wird grausig schön und und ästhetisch hässlich.

    Kunsttipps:

    • die/den innere*n Kritiker*in nicht zu viel Raum geben beim Kunst machen
    • Journey - Escape (Album)
    • Laura Branigan - Self Control
    • Kennedyxoxo - The birds don't sing they scream in pain

    Wir danken wie immer der Förderinstitution der dritten Staffel Kontraktion, dem Fond des Beirat Soziokultur Jena, ohne die dieses Kulturprojekt nicht möglich wäre.

    Más Menos
    57 m