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Frisch an die Arbeit

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Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-aboZEIT ONLINE Economía
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  • Wie schreibt man einen Fantasy-Bestseller, Katja Brandis?
    Jan 27 2026
    "Ich muss meine Schreibzeit erobern, verteidigen und genießen", sagt die Bestseller-Autorin Katja Brandis im Podcast Frisch an die Arbeit. Mit der Woodwalker-Reihe hat sie mittlerweile über 3,5 Millionen Bücher weltweit verkauft. Ein Drittel ihrer Arbeitszeit verbringe sie jetzt mit Fanbetreuung, verrät sie. Katja Brandis ist ein Künstlername, die Autorin heißt eigentlich Sylvia Englert. Sie wurde 1970 geboren und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautorinnen. Insgesamt hat sie mehr als 70 Romane veröffentlicht, die mehr als 20 Woodwalker-Bände wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Außerdem kommt nun der Film Woodwalkers 2 in die Kinos. Ursprünglich plante Brandis einen Einzelroman für Jugendliche ab zwölf, den ihr Verlag aber zunächst ablehnte. "Dann hat sich die Lektorin ein Jahr später gemeldet und gesagt: Dieser Katzenjunge, der geht mir nicht aus dem Kopf. Und gefragt, ob ich das vielleicht für Kinder ab zehn Jahren machen könnte", erzählt sie. Daraufhin habe sie den Roman umgeschrieben. "Ich hatte schon das Gefühl, dass es den Kids wirklich gefallen könnte", sagt Brandis über den ersten Band, "aber dieses Ausmaß hätte ich mir wirklich nicht träumen lassen". Sie erzählt, dass sie mittlerweile Leserbriefe aus Kasachstan, Finnland, Spanien oder Südamerika bekommt. "Ich weiß, dass Leute auf das, was ich schreibe, warten. Es ist wirklich grandios!" Damit die Kinder immer weiter lesen wollen, optimierte Brandis ihre Art zu schreiben. "Früher habe ich Kapitel immer inhaltlich abgeschlossen und das ist eigentlich blöd", sagt sie. Heute weiß sie: "Man sollte ein Kapitel genau dann abbrechen, wenn es am spannendsten ist – dann können die Kinder die ganze Nacht unter der Bettdecke lesen." Angefangen zu Schreiben hat Brandis schon als Jugendliche. "Schon mit 14 habe ich drei, vier Romane im Jahr geschrieben, aber die waren halt noch nicht sonderlich gut." Über Testleser in ihrer Schule und Autorengruppen habe sie sich weiterentwickelt. "Beim Schreiben kann man sich wahnsinnig gut selber ausbremsen", sagt sie. "Erste Fassungen dürfen schlecht sein." Sie habe "jeden nur denkbaren Fehler schon mal gemacht, wirklich jeden". Im Podcast erzählt Brandis außerdem, warum sie Recherchen in der namibischen Wüste und im Regenwald für unverzichtbar hält, welche Fehler in ihren Büchern sie fuchsig machen und was für eine Tierwandlerin sie selbst wäre. "Frisch an die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek. Das Team erreichen Sie unter frischandiearbeit@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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  • Was macht Wohnungen gemütlich, Fabian Freytag?
    Jan 13 2026
    "Wie wir uns einrichten, liegt an unserem Sicherheitsbedürfnis. Man wünscht sich Behaglichkeit, einen Schutzraum, der einen Puffer nach außen bietet", sagt Fabian Freytag im Podcast Frisch an die Arbeit. Als Interior Designer mit einem Büro in Berlin verändert er Grundrisse, dekoriert Wohnungen und warnt Kunden und Kundinnen vor Fehlkäufen. Freytag, 41, hat Architektur an der Universität der Künste studiert. Noch in seiner Ausbildung bekam er den ersten Auftrag als Innenarchitekt. Während der globalen Finanzkrise 2008 kauften viele Menschen aus dem Ausland Wohnungen in Berlin als Investment – einige beauftragten Freytag mit der Einrichtung. "Sie vertrauten auch Anfängern wie mir. In keiner anderen Stadt hätte ich so schnell Aufträge bekommen", sagt Freytag. Seinen Kunden und Kundinnen rät Freytag zu bunten Wänden und großen Teppichen. "Sogar das Bad soll eine gewisse Opulenz haben und eingerichtet werden wie andere Räume", sagt er. Sein Tipp: Wer eine Wohnung oder ein Haus einrichte, dürfe nicht das kaufen, was alle haben. Stattdessen sei es wichtig, mit einigen Übungen herauszufinden, welche Möbel, Farben und Stoffe einem wirklich gefallen. Freytag empfiehlt, Onlineauktionshäuser oder Kleinanzeigen zu durchsuchen und dabei zu notieren, aus welchen Jahrzehnten die Einrichtungsgegenstände stammen, die einem gefallen. Außerdem könne man überlegen, in welchen Wohnungen von Freunden, Restaurants oder Hotels man sich besonders wohlfühlt und warum. Im Podcast erzählt Freytag, wie künstliche Intelligenz seine Arbeit verändert, warum er offene Regale in seinen Entwürfen vermeidet und welche Hobbys ihn kreativ machen. "Frisch an die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek. Das Team erreichen Sie unter frischandiearbeit@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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  • Wie bekämpft man Einsamkeit, Elke Schilling?
    Dec 30 2025
    "Nachts ist die Einsamkeit am schärfsten, da kommt alles zusammen – die Kontaktlosigkeit, die Dunkelheit und die Schlaflosigkeit", sagt Elke Schilling, Gründerin und Vorsitzende des Senioren-Telefons Silbernetz, im Podcast Frisch an die Arbeit. "Das kann einem gerade über die Feiertage unglaublich auf die Seele fallen." Schilling, selbst schon 82 Jahre alt, hat in der DDR Mathematik studiert, zwischen 1969 und 1989 als Programmiererin gearbeitet, wurde mit der Wiedervereinigung arbeitslos und begann eine Karriere in Politik. Erst wurde sie Staatssekretärin für Frauenfragen in Sachsen-Anhalt, dann Beraterin für Unternehmen und schließlich Gründerin einer Telefonseelsorge. Der entscheidende Impuls für das sogenannte Silbernetz kam Schilling durch ein persönliches Erlebnis: Ein älterer Nachbar verschwand plötzlich aus ihrem Alltag, wochenlang brannte Licht in seiner Wohnung, dann tauchten Fliegen auf. Als der Vermieter schließlich die Tür öffnen ließ, stellten sie fest: Der Nachbar war seit Wochen tot. Im Gespräch sagt Schilling: "So einsam darf kein Mensch sein". Und doch sind solche Todesfälle nicht selten, erzählt sie: "In jeder deutschen Großstadt sterben jedes Jahr rund 300 Menschen auf diese Weise." 2015 gründete sie deshalb einen Verein und orientierte sich dabei an einer Idee aus Großbritannien. Ursprünglich wollte sie eine Hotline für einsame, ältere Menschen in Berlin erschaffen. Heute gibt es zusätzlich zum Verein mit fast 350 Ehrenamtlichen ein Sozialunternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitenden. Das Angebot von Silbernetz richtet sich an Menschen ab 60 Jahren, aber "meine älteste Anruferin war 109 Jahre alt", erzählt Elke Schilling. Über das Jahr ist das Telefon täglich zwischen 8 und 22 Uhr zu erreichen, an Weihnachten aber, erzählt Schilling, sitzen die Ehrenamtlichen der Hotline Tag und Nacht an den Apparaten. "Die Weihnachtszeit ist unglaublich emotional aufgeladen", sagt Schilling. "Eigentlich klingelt das Telefon dann die ganze Zeit. "Eine der Zielgruppe des Silbernetz seien natürlich Menschen über 85, die körperlich oft nicht mehr mobil seien und deren Gesprächskreis dadurch verkleinere: "Je älter man wird und je mobiler man eingeschränkt ist, desto weniger Kontakte hat man ich – und desto weniger neue kann man knüpfen." Aber auch pflegende Angehörige, erzählt Schilling, seien oft einsam. "Ihr sozialer Kreis schrumpft durch die Pflege auf eine einzige Person", sagt Schilling. Im Podcast erzählt Schilling außerdem, wie das Silbernetz in der Pandemie stark wachsen konnte, warum Geld ihre größte Sorge ist und welchen Tipp sie Menschen gibt, die sich vor dem Anruf bei der Großtante drücken. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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