Folge 3: Schweigen ist keine Zustimmung – ein Denkfehler im Projekt Podcast Por  arte de portada

Folge 3: Schweigen ist keine Zustimmung – ein Denkfehler im Projekt

Folge 3: Schweigen ist keine Zustimmung – ein Denkfehler im Projekt

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Folge 3: Schweigen ist keine Zustimmung – ein Denkfehler im Projekt

Wenn es in Projekten schwierig wird,
ist schnell von Widerstand die Rede.

„Der Fachbereich blockiert.“
„Die Führungsebene steht nicht dahinter.“
„Die Mitarbeitenden ziehen nicht mit.“

Aber in vielen Projekten liegt das eigentliche Problem nicht im Widerstand.

Sondern in der Annahme,
dass Zustimmung schon da ist.

Die gefährlichste Annahme im Projekt

Viele Projekte starten mit einem Kick-off.
Alle nicken.
Niemand widerspricht.

Und genau hier entsteht eine Illusion:

„Alle sind an Bord.“

In Wirklichkeit bedeutet Schweigen oft nur:

  • Unsicherheit

  • Abwarten

  • strategische Zurückhaltung

  • oder höfliche Distanz

Zustimmung sieht anders aus.

Zustimmung ist nicht gleich Commitment

Ein Stakeholder kann:

  • das Projekt formal unterstützen

  • das Budget freigeben

  • in Meetings zustimmen

Und trotzdem innerlich nicht dahinterstehen.

Das zeigt sich später:

  • Entscheidungen dauern

  • Prioritäten verschieben sich

  • Ressourcen werden entzogen

  • oder Themen werden indirekt ausgebremst

Nicht laut.
Aber wirksam.

Warum klassische Stakeholderlisten nicht reichen

In vielen Projekten gibt es:

  • Stakeholderanalysen

  • Einfluss-Matrizen

  • Kommunikationspläne

Das ist wichtig.
Aber es beantwortet eine entscheidende Frage oft nicht:

Wie steht die Person wirklich zum Projekt?

Nicht auf der Oberfläche.
Sondern emotional.

Gerade bei Veränderungsprojekten ist das entscheidend.

Stakeholdermanagement ist Beziehungsarbeit

Aktives Stakeholdermanagement bedeutet nicht:
mehr informieren.

Es bedeutet:

  • Interessen verstehen

  • Perspektiven ernst nehmen

  • mögliche Verlustängste erkennen

  • Erwartungen offen ansprechen

Und genau hier beginnt Changemanagement.

Nicht als Methode.
Sondern als Haltung.

Ein Beispiel

Ein Digitalisierungsprojekt wird gestartet.
Die Führungsebene ist offiziell dafür.

Doch im Hintergrund:

  • verlieren einzelne Abteilungen Einfluss

  • verändern sich Entscheidungswege

  • werden bisherige Expertenrollen infrage gestellt

Wenn diese Dynamiken nicht aktiv begleitet werden,
entsteht keine offene Ablehnung.

Sondern stille Verlangsamung.

Meine klare Haltung

Stakeholdermanagement ist kein Zusatz.
Es ist ein zentraler Steuerungsfaktor.

Wer nur plant und steuert,
aber Beziehungen nicht aktiv gestaltet,
führt Projekte technisch –
aber nicht strategisch.

Persönlicher Hinweis

Wenn du Stakeholdermanagement nicht nur als Analyse betreiben,
sondern aktiv gestalten möchtest,
biete ich ein ganztägiges Online-Seminar an:

„Aktives Stakeholdermanagement im Projekt mit Changemanagement-Anteilen:
Erfolgreiche Strategien und Techniken“

📅 06.03.2026 | 09:00–16:00 Uhr | online
in Kooperation mit der Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (DGP)

🔗 Anmeldung:
https://www.gpm-ipma.de/wissen/seminare/detail/aktives-stakeholdermanagement-im-projekt-mit-changemanagement-anteilen-se001028

Dort arbeiten wir praxisnah an echten Projektsituationen und konkreten Strategien.

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