Episodios

  • BVL Supply Chain CX Community Diskussion über Resilienz, Cybersecurity und warum KI kein schneller Gamechanger ist
    Dec 2 2025
    Am Rande der BVL Supply Chain CX in Berlin haben Boris Felgendreher, Prof. Christoph Tripp und Prof. Knut Alicke mit einer Gruppe von über 30 Supply Chain und Logistik Verantwortlichen aus 28 Industrie und Handelsunternehmen über folgende Themen diskutiert: - Warum sind Lieferketten trotz fünf Jahren Dauerkrise immer noch so fragil? Haben wir wirklich aus Pandemie, Chipkrise und geopolitischen Schocks gelernt? Oder stolpern wir weiter in die gleichen Fallen? - Wie bekommt Supply Chain endlich dauerhaft „a seat at the table“ im Top-Management? Warum rutschen Supply-Chain-Teams nach der Pandemie wieder Richtung Nebenrolle, obwohl sie das Rückgrat globaler Unternehmen sind? Und was müssen sie tun, um auf Augenhöhe mit Finance und Sales zu bleiben? - Weshalb steht plötzlich Cybersecurity ganz oben auf der Supply-Chain-Agenda? Cybersecurity wurde im Branchentrendreport als wichtigster Trend genannt. Das wirft Fragen auf: Warum ist dieses Thema so dominant geworden? Warum fühlen sich Logistiker trotzdem oft „nicht zuständig“? Wie weit reicht ein Security-Problem in einem Zulieferer-Kettenglied, bis ganze Netzwerke stillstehen? Die Diskussion macht klar: Der „digitale Virus“ ist genauso real wie der physische, und deutlich schneller. - Wie kann man eine Organisation für Cyberrisiken sensibilisieren – ohne in Paranoia zu kippen? Die Community diskutiert Phishing-Tests, veraltete Update-Routinen, menschliche Fehler als Einfallstor, Cloud-Abhängigkeiten und die Notwendigkeit, dass Führungskräfte selbst grundlegendes IT-Verständnis entwickeln. - Was taugt KI heute wirklich in der Supply Chain? Und was ist nur Buzzword-Nebel? KI wird gewaltige Veränderungen bringen, aber nicht über Nacht. Erwartungshaltungen waren überzogen. Viele „KI-Projekte“ sind eigentlich nur bessere statistische Modelle im neuen Gewand. Wirkliche Fortschritte entstehen dort, wo reale Probleme gelöst werden, nicht dort, wo man „KI der KI wegen“ einführt. Vision-Systeme, automatisiertes Picking und Planungsassistenz zeigen erste echte Wirkung. - Wie bringt man KI in die reale Logistik, die nun mal robust und kostensensibel sein muss? Die Community stellt eine schlichte, aber harte Frage: Was nützt die beste KI, wenn sie nicht billig genug, stabil genug und einfach genug ist, um einen chaotischen Lageralltag zu überleben? Der Realitätscheck sorgt für Bodenhaftung. - Werden KI-Agenten irgendwann echte „digitale Mitarbeiter“ in Supply Chains?** Die Community skizziert Zukunftsbilder: Agenten, die Prozesse beobachten und Vorschläge zur Verbesserung machen. Avatare, die Planern helfen, statt sie zu ersetzen. Systeme, die operative Entscheidungen in Echtzeit treffen. - Wie verändert sich die Partnerlandschaft im Transport – Make-or-Buy, Multi-Sourcing, langfristige Verträge? Riskanter Markt ⇒ neue Vorsicht ⇒ neue Strategien. Unternehmen denken wieder stärker in langfristigen Partnerschaften, reduzieren Single-Sourcing und erkennen: Preis ist nicht alles, Resilienz zählt. - Wie viel geopolitische Neuordnung müssen wir in Lieferketten einpreisen? Die multipolare Welt, USA–China-Blockbildung, Europas Investitionslücke – all das schwebt wie eine geopolitische Wetterfront über der Debatte. Die Frage lautet: Wie plant man Supply Chains, wenn das Fundament selbst wackelt? - Wie wird diese Diskussion in einem Jahr anders aussehen? Die Prognose der Runde: Die Themen bleiben dieselben. Aber wir werden klüger sein, weil wir mehr ausprobiert, mehr gescheitert und mehr gelernt haben. KI wird normaler, greifbarer, unaufgeregter – und genau dadurch wirkungsvoller. Cybersecurity wird kein Randthema mehr sein, sondern ein obligatorischer Teil von Resilienz-Management. Hilfreiche Links: Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/ Prof. Christoph Tripp auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-christoph-tripp-508b37172/ Prof. Knut Alicke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/knut-alicke/
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    57 m
  • Was bei Innovationen und bei der Digitalisierung von Supply Chains und Logistik schiefläuft und wie man es besser macht
    Nov 26 2025
    Erik Wirsing und Boris Felgendreher diskutieren mit einer Gruppe von Supply Chain und Logistik Verantwortlichen aus Industrie und Handel darüber, was bei Innovationen und bei der Digitalisierung von Supply Chains und Logistik schiefläuft und wie man es besser macht. Unter anderem geht es dabei um folgende Themen: - Was läuft schief bei der Digitalisierung? Technologie wird oft als Selbstzweck verfolgt (RFID, KI, Cloud), ohne Problemverständnis. Grundlagen wie Datenqualität, Stammdaten, Verantwortlichkeiten fehlen. - Die „Digitalisierungs-Treppe“ Erik beschreibt den Weg: Daten erfassen -> standardisieren -> Transparenz schaffen -> optimieren -> automatisieren -> autonomisieren. - Unterschied: Logistikdienstleister vs. Industrieunternehmen Industrie hat seltener digitale Logistikkompetenz als Kernfunktion. Logistikabteilungen oft weiter unten in der Hierarchie, was Innovation bremst. - Zusammenarbeit mit Startups: Viele Startups überleben nicht; trotzdem wertvoll für Kulturwandel und Mut. Wichtig: vom Problem aus denken (Pull), nicht Technologie reinpressen (Push). - Stimmen und Praxisbeispiele aus der Community: - Stada: In Ausschreibungen explizite Anforderungen zu AI/Technologie. Dienstleister muss Innovationsroadmap zeigen. - Rittal: Kleine Innovationsabteilung, Zusammenarbeit mit Fraunhofer & jungen, kleinen Beratungen statt großer Häuser. - Pepperl+Fuchs: Aufbau einer eigenen 16–18-köpfigen Digital-/Innovationseinheit für Supply Chain; Fokus auf KI-Tools, Startup-Kooperationen, crossfunktionale Teams. - Merck: Hürden in klassischen Logistikprozessen (z. B. Slot-Management, RFID) bleiben seit Jahren bestehen. - Herausforderungen & interne Politik: Innovationsbereiche müssen nah am Kerngeschäft sein; Widerstände hängen von Kultur, Budgetdruck und Priorisierung ab. - KI als Thema: Großes Potenzial v. a. für Planung, Einkauf, Tourenoptimierung. Reifegrad vieler Lösungen noch niedrig. KI ersetzt nicht Menschen – sondern Menschen, die KI besser nutzen, ersetzen jene, die es nicht können. - Chancen von KI für Nachhaltigkeit: AI-gestützte Routenoptimierung spart Fahrzeuge ein – größter unmittelbarer ESG-Hebel. - Umgang mit Ängsten und Jobveränderungen: Aktive Weiterbildung nötig; Mitarbeitende sollen KI-Entscheidungen beurteilen lernen statt KI zu fürchten. Hilfreiche Links: Erik Wirsing auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/erik-wirsing/ Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/
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    49 m
  • KI-Blase, KI-Natives und die Zukunft der Softwareentwicklung in Supply Chain Management und Logistik (Prof. Knut Alicke)
    Nov 20 2025
    Prof. Knut Alicke (McKinsey) und Boris Felgendreher diskutieren mit einer Gruppe von Supply Chain und Logistik Verantwortlichen aus Industrie und Handel über die Rolle von KI in der Supply Chain und wie stark sie Arbeitsweisen, Talentbedarf und Technologieentscheidungen verändert. Die Runde diskutiert, warum viele Unternehmen zögern, welche Chancen KI praktisch schon eröffnet und wie sich Organisationen auf eine zunehmend KI-getriebene Logistik vorbereiten können. Unter anderem geht es dabei um folgende Themen: • Rückblick: Knuts frühe Arbeit zu KI-Methoden (Constraint Satisfaction) und Abgrenzung alter Algorithmen zu heutiger KI. • Hype oder Blase? Diskussion, ob KI im Supply-Chain-Kontext überhaupt überhypt ist oder die Branche eher zögerlich agiert. • Deutsche Zurückhaltung: Risiko, dass “Blasen”-Argumente als Ausrede dienen, um Innovation zu vermeiden. • Einfluss der CEO-Nutzung: Wenn Top-Management KI aktiv nutzt, entstehen realistischere Erwartungen und echte Pilotprojekte. • Verbot vs. Befähigung: Firmen, die KI-Tools sperren, behindern Lernen; sinnvoller ist kontrolliertes Experimentieren. • Arbeitsmarktveränderungen: Einstiegsjobs verschwinden teilweise, KI-Natives werden wichtiger; klassische Karrierepfade verändern sich. • Schwieriger Einstieg ohne Routinejobs: Wie Nachwuchs trotz wegfallender “Excel-Pflichtjahre” Unternehmensprozesse schnell erlernen kann. • Beispiel KI-Native: 17-jähriger, der mithilfe von KI ein Videospiel programmiert – als Beleg für den Kompetenzsprung junger Talente. • Recruiting-Praxis: Einige Unternehmen selektieren bereits nach KI-Offenheit; andere noch kaum. • Technologiefirmen im Handel: Fall Picnic – radikal eigene Softwareentwicklung; geringe Abhängigkeit von Standardtools. • Zukunft von Softwareentwicklung: KI als Multiplikator → “8 Milliarden Programmierer”-Gedanke, Fachbereiche programmieren mit. • Talentproblem in Deutschland: Schwierigkeit, Weltklasse-Entwickler zu finden; Nearshoring/Offshoring als gängige Praxis. • Strategische Frage: Muss jedes Unternehmen Tech-Expertise inhouse aufbauen oder stärker auf Dienstleister setzen? • Gefahr der Abhängigkeit: Wer KI-Kompetenz komplett auslagert, kann Dienstleister nicht challengen. • Debatte über Realismus: Können traditionelle Firmen wirklich attraktiv für KI-Talente werden? • Praxisbeispiel: Interner Entwickler löst Aufgaben schneller/effizienter als gekaufte Software; zeigt Potenzial kleiner Teams unter KI-Nutzung. • Wandel der Softwareanbieter: Weniger “Code-Fabrik”, mehr eingebettete Expertise; KI übernimmt Dokumentation, Tests, Compliance. • Knuts Projekt: Aufbau eines “digitalen Supply-Chain-Avatars”, der Meetings analysiert und Prozessfehler erkennt. • Szenario: KI beobachtet Demand-Review-Meetings, erkennt Muster (z. B. Forecast-Manipulation) und gibt Feedback. • Rolle von LLMs: Unterstützung, aber nicht Ersatz für numerische Modelle; Vorsicht wegen Halluzinationen. • Beispiele aus der Praxis: KI hilft bereits stark bei Excel-Analysen, Ad-hoc-Szenarien, Störungsbehebung. • Wunsch-Anwendungen: KI-gestützte Prozessanalysen, schnelle Due-Diligence-Bewertungen, automatische Netzwerkanalysen bei Zukäufen. • Trend zur Entkopplung: Nicht mehr alles auf ein großes ERP zwangsvereinheitlichen; KI als Übersetzungs- und Integrationsschicht. Hilfreiche Links: Prof. Knut Alicke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/knut-alicke/ Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/
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    53 m
  • Die digitale Transformation der internationalen Logistik von Tchibo (Phillip Ahrend, Tchibo)
    Nov 5 2025
    Auf einer Felgendreher & Friends Supply Chain Community Veranstaltung in Hamburg hat unser Host Boris Felgendreher mit Phillip Ahrend, dem Head of International Logistics bei Tchibo und einer Gruppe von Logistik und Supply Chain Verantwortlichen über die digitale Transformation der internationalen Logistik bei Tchibo diskutiert. Dabei ging es unter anderem um folgende Themen: - Struktur der Tchibo-Logistik: Drei Hauptbereiche – B2B (Filialversorgung), B2C (Onlinehandel) und internationale Logistik (Beschaffung, Import/Export). - Rückblick auf den Start vor 13 Jahren: Viele manuelle Prozesse, Faxe, Papierdokumente, isolierte Systeme, kaum Digitalisierung. - Erste Digitalisierungsversuche: Einführung von E-Mail statt Fax, erste kleine Schritte zur Effizienzsteigerung, Anbindung an die Hamburger Hafenplattform für Transparenz. - Strategische Neuausrichtung (vor ca. 5–6 Jahren): Erkenntnis, dass Insellösungen nicht mehr ausreichen → Entscheidung zur Einführung eines Transport Management Systems (TMS) als Fundament der Logistik. - Auswahl & Implementierung: Unterstützung durch das Fraunhofer-Institut, schrittweise Umsetzung in Teilprojekten, Umstellung auf agilere Projektmethodik statt großer Releases. - Ergebnisse & Fortschritte: - Deutlich mehr Transparenz und Performance in der Lieferkette. - Einführung eines zentralen Datenmodells für Echtzeit-Transparenz (u. a. durch Supply-Chain-Krise beschleunigt). - Automatisierte Datenintegration statt Excel-basierten Reports. - Aktuelle Herausforderungen: - Zoll- und Compliance-Systeme noch nicht vollständig integriert. - Weiterhin manuelle Dokumentenprüfungen. - Ziel: mehr Exception Management und KI-gestützte Dokumentenprüfung. - KI-Projekte: Einsatz von KI zur automatischen Dokumentenprüfung, Zolltarifierung und Verarbeitung unstrukturierter E-Mails/PDFs von Spediteuren. - Zusammenarbeit Logistik–IT: Aufbau eines gemeinsamen Prozess- und IT-Teams, organisatorische Learnings, Notwendigkeit von Ressourcen und offener Kommunikation. - Prozessgestaltung: Diskussion über Standardsoftware vs. individuelle Prozesse; Balance zwischen Anpassung an Systeme und Bewahrung sinnvoller Eigenprozesse. - Fehler & Learnings: Zu große Projektbrocken und starre Pläne führen zu Verzögerungen; agile, kleinere Releases sind effektiver. - Change Management & Mitarbeitereinbindung: - Wichtigkeit offener Kommunikation bei Rückschlägen. - Workshops, Teamtage, Schulungen, Videos zur Einarbeitung. - Mischung aus Skepsis und Akzeptanz im Wandel. - Kooperation mit Dienstleistern: Unterschiedliche Akzeptanz; langfristige Partnerschaften erleichtern Integration ins TMS; hohe Zufriedenheit der Lieferanten laut Umfrage. Hilfreiche Links: Phillip Ahrend auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/phillip-ahrend-078a8a248/ Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/
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    59 m
  • Next-Level Warehouse Automation im leistungsfähigsten E-Food-Lager Europas (Picnic)
    Aug 15 2025
    Heute begrüßt das Felgendreher & Friends Team Manuel Stellmann, Mitgründer des Online Supermarkts Picnic in Deutschland. Picnic hat gerade nach eigenen Angaben das leistungsfähigste E-Food-Lager Europas in Deutschland in Betrieb genommen. Allerhöchste Zeit, um diese Aussage mal auf den Prüfstand zu stellen und mit Manuel über Next-Level Warehouse Automation zu diskutieren. Unter anderem geht es dabei um folgende Themen: - Rückblick auf Picnics Markteintritt: Start 2015 in NL, 2017/2018 Pilot in NRW, ab 2021/22 Expansion nach ganz Deutschland. - Picnics App-only-Konzept und die Positionierung als Tech-First-Company. - Entwicklung der Logistikstruktur: zentrale Lager + Last-Mile-Hubs, eigene Infrastruktur, frühe manuelle Prozesse → erste Automatisierungsschritte. - Das neue vollautomatisierte Lager in Oberhausen (Juni 2025), Bauzeit ca. 2,5 Jahre, neues Microservices-Software-Stack. - Auswahl des Systemintegrators (TGW) und Eigenentwicklung des Warehouse Management Systems. - Die Vorteile, Herausforderungen und Optimierungspotenziale eigener Softwarelösungen. - Picnics drei Lagertypen: manuell, hybrid, vollautomatisiert. - Die strategische Rolle kleiner, hochqualifizierter Entwicklerteams (4–8 Personen pro Produkt, ca. 300–400 Entwickler gesamt). - Die Hardware im Lager: Shuttle-System, automatisiertes Palettenlager, drei Temperaturzonen. - Die Entwicklung eigener Last-Mile-Fahrzeuge (schmal, seitlich entladbar, One-Touch-Belieferung, Temperaturzonen in Totes). - Das Handling von Rückführungen (Leergut, Batterien, Pfandflaschen). - Reichweite und Weiterentwicklung der E-Fahrzeuge, Rolle von Automatisierung auf der letzten Meile. - Eigenentwicklung der Touren- und Routenoptimierung (besser als gekaufte Lösung). - Die Positionierung von Picnic als Tech-Unternehmen zur Talentgewinnung. - Die Rolle der EDEKA als strategischer Partner mit hoher Einkaufsmacht. - Manuels Einschätzung zu neuen Wettbewerbern wie Temu: Food-Bereich mit Ultrafrische bleibt durch lokale Logistik geschützt. - Zukunftsausblick Warehouse Automation: Fokus auf Software-Innovation, Ersetzung der Hand-Auge-Koordination durch Robotik und KI. - Erwartete Zunahme der Vollautomatisierung aufgrund des Arbeitskräftemangels. - und vieles mehr Hilfreiche Links: Picnic: https://picnic.app/de/ Manuel Stellmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/manuel-stellmann-a70264136/ Prof. Christoph Tripp auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/prof-dr-christoph-tripp-508b37172/ Erik Wirsing auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/erik-wirsing/ Knut Alicke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/knut-alicke/ Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/
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    51 m
  • Supply Chain Masterclass: Sales and Operations Planning (S&OP) mit Prof. Knut Alicke
    Jul 23 2025
    Prof. Knut Alicke, Senior Advisor für McKinsey, Partner emeritus bei McKinsey, Co-Author "From Source To Sold" und Supply Chain Therapist, ist zurück mit einer Supply Chain Masterclass zum Thema Sales and Operation Planning (S&OP). Unter anderem geht es in dieser Masterclass und der Diskussion mit Erik Wirsing (Schenker AG) und Boris Felgendreher unter anderem um folgende Themen: Einführung in das Thema S&OP (Sales and Operations Planning): - Historie & Bedeutung von S&OP und IBP (Integrated Business Planning) - Komplexität moderner Supply Chains: - Ziel: Planung vom Kundenbedarf bis zu den Zulieferern Theorie & Praxis im Vergleich: - Unterschied zwischen theoretisch „einfach“ und praktisch „schwierig“ - Häufige Probleme: Lokale Anreizsysteme & Zielkonflikte - Fehlende Disziplin bei der Umsetzung des vereinbarten Plans Die S&OP-Prozessstruktur im Detail: 1) Demand Review (Prognose durch Sales & Marketing) - Diskussion von Forecasts - Problematik: oft nur eine Zahl statt Szenarien 2) Supply Review (Kapazitäts- & Ressourcenabgleich) - Diskussion von Engpässen, Alternativen & Trade-offs 3) Pre-S&OP (Vorbereitung auf finale Entscheidung) - Szenarienbildung & Auswirkungen auf Kosten, Verfügbarkeit 4) Executive S&OP - CEO & Board treffen finale Entscheidungen auf Basis der Szenarien 5) S&OE (Execution) – wöchentlicher Check - Anpassungen bei kurzfristigen Abweichungen Rollen & Teilnehmer: - CEO sollte nur im Executive S&OP Meeting dabei sein - Wichtig: Klare Verantwortlichkeiten, keine übergroßen Meetings - Rolle des S&OP-Prozessverantwortlichen (z. B. Head of Supply Chain) Herausforderungen bei globalen Unternehmen: - Wie S&OP bei vielen Werken & Märkten skalierbar organisiert wird - Strukturierung in Value Streams oder globale/regional getrennte Prozesse Technologie & Tools: - Einsatz von IT-Systemen zur Szenarienplanung (teils noch begrenzt) - Wichtigkeit von Tools steigt mit Komplexität - System ist wichtig, aber menschliche Zusammenarbeit noch wichtiger Integration externer Partner: - Beispiel: Zulieferer aktiv in S&OP eingebunden - Technisch möglich, aber Vertrauen & Zusammenarbeit entscheidend Zukunft: KI & Agenten im S&OP: - Idee: KI-Agent als „Schiedsrichter“, stellt kritische Fragen - Heute: Proof-of-Concepts existieren, aber keine ausgereiften Systeme - Potenzial: Vorbereitung von Meetings, Real-Time-Berechnungen, Übersetzung zwischen Abteilungen Erfolgsfaktoren & Tipps: - Kleine, aktive Meetings (nicht 40 Leute auf "mute") - Klare Aktionen & Nachverfolgung - Fokus auf relevante Zeiträume (nicht Woche 1 diskutieren, wenn schon produziert) - Wöchentliche Kaskadierung (S&OE) notwendig - Messung der Forecast Accuracy & Execution Adherence - Erklärung des „Warum“ für Teilnehmer, um Akzeptanz zu fördern Business Case & Nutzen: - Ziel: Höhere Verfügbarkeit = bessere Kundenzufriedenheit = Umsatz/Marge - Weniger Eskalationen, geringere Bestände - Beispiel aus Halbleiterindustrie: S&OP half durch Lockdown zu navigieren Tools – ja oder nein?: - Ab gewisser Komplexität notwendig - Am Anfang reichen einfache Tools – Fokus auf Zusammenarbeit - High-End-Systeme bieten Geschwindigkeit bei Szenarienberechnung Hilfreiche Links: Knut Alicke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/knut-alicke/ Erik Wirsing auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/erik-wirsing/ Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/
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    54 m
  • App-Fatigue, Datenqualität, KI: So navigiert Knauf die Zukunft der Transporte
    Jun 24 2025
    Dörte Maltzahn, Head of Freight + Transportation Management bei Knauf und Geschäftsführerin der Knauf Trans GmbH und Philipp Pfister von Transporeon berichten unserem Host Boris Felgendreher, wie sie seit über 20 Jahren analoge Transportprozesse in smarte, datengetriebene Abläufe verwandeln. Warum „App-Fatigue“ bei Fahrern echte Innovation erfordert, welche KPIs den Spediteur-Alltag wirklich verbessern und wie KI-Agenten schon bald als digitale Kollegen mitmischen sollen. Unter anderem geht es dabei um folgende Themen: Digitale Pionierphase von Knauf (ab 2003): Einstieg in Transport-Digitalisierung mit Transporeon: erste elektronische Frachtvergabe und Mobile Order Management. Probleme der analogen Vergangenheit: 40 Werke, 800-1000 Lkw/Tag, nur 14 Verladetore; fehlende Transparenz über Ankunftszeiten, hohe Telefon- & Papierlast, komplexe Mehrsprachigkeit bei Fahrern. Erwartungen an Digitalisierung: Echtzeit-Status, Avisierung für Baustellenkunden, Ablieferbelege inkl. Fotos, Entlastung der Disposition. “App-Fatigue” bei Fahrern: Viele unterschiedliche Fahrer-Apps im Markt; Wunsch nach automatischer Telematik-Einbindung statt manuellem Tippen. Heterogene Spediteur-Reife & Datensicherheitsbedenken: Von voll integrierten Flotten bis zu Digital-Skeptikern; Vertrauen & Standardisierung als Schlüssel. Datenflut vs. Nutzen: Anfangs zu viele Statuspunkte → Reduktion auf wenige, wirklich verarbeitbare Meldungen zur Schonung der Fahrer. Dauerbaustelle Datenqualität: Unvollständige Adressen oder fehlende Signale bremsen Tracking und KPI-Analysen; gemeinsames Fehler-Tuning mit Spediteuren. KPI-Einsatz bei Knauf: Durchlaufzeiten im Werk, Standgeld-Abrechnung, agiles Zeitfenstermanagement und Carrier-Bewertung. Partnerwahl & Integrationszwang: Treue zu mittelständischen Spediteuren, aber Ausstieg, wenn digitale Mindestanforderungen nicht erfüllt werden. Gebrochene & multimodale Verkehre: Straße-Schiene-Straße/See erfordern noch komplexere Datenübergaben; keine Plug-and-Play-Lösung in Sicht. Ist-Stand 2025: ~65-70 % valide Statusdaten; „noch Basics, keine KI-Magie“, aber kontinuierlicher Verbesserungsprozess im Zwei-Wochen-Rhythmus. Lessons Learned: Vor Projektstart Prozesse & echten Datenbedarf definieren, realistische Zielbilder setzen, Mehrwert für alle Stakeholder liefern. Blick nach vorn: KI-Agenten als „digitale Kollegen“, prompt-basierte UIs, vollautomatische Frachtvergabe zum besten (nicht billigsten) Preis; Knaufs Programm „Logistik-Exzellenz“ soll die Grundlagen dafür legen. Hilfreiche Links: Dörte Maltzahn auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/d%C3%B6rte-maltzahn-8b2595b0/ Philipp Pfister auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/philipp-pfister-205631111/ Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/ Knauf: https://knauf.com/de-DE Transporeon: https://www.transporeon.com/de
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    31 m
  • Wie managt man Logistik und Supply Chain Innovationen in Zeiten von Unsicherheit?
    Jun 5 2025
    Erik Wirsing, Knut Alicke und Boris Felgendreher haben auf der Bühne der Future Logistics in Duisburg über Innovationsmanagement in der Logistik und dem Supply Chain Management in Zeiten von Unsicherheit diskutiert. Dabei ging es unter anderem um folgende Themen: Wirtschaftliche Lage & Innovation: - Aktuelle Unsicherheit und wirtschaftliche Schwäche hemmt Investitionen. - Viele Unternehmen fokussieren sich wieder stärker auf Kostenreduktion und Effizienz. - Langfristige Innovationsprojekte werden oft gekürzt oder aufgeschoben. Strategien im Umgang mit Innovation: - Empfehlung: Unternehmen sollen mehrere Innovationsprojekte parallel verfolgen. - Wichtig: Innovationsfähigkeit sollte Teil der Unternehmens-DNA sein – nicht nur Projektarbeit. - Innovationsprojekte mit klarem Business Case und Nutzen haben bessere Überlebenschancen. Innovationskultur im Unternehmen: - Motivation durch interne “Role Models” und gute Kommunikation entscheidend. - Technologie-Business-Übersetzer helfen bei der Integration neuer Lösungen. - Innovationsfähigkeit ist auch wichtig für Mitarbeiterbindung und Employer Branding. Zusammenarbeit mit Startups: - Aktuell schwierige Lage für Startups wegen fehlendem Risikokapital. - Corporates gehen verstärkt zu Venture Clienting (Zusammenarbeit statt Beteiligung) über. - Vertrieb und Entscheidungszyklen bei Corporates oft lang – Startups unterschätzen das häufig. Technologie-Trends mit aktuellem Schub: - GenAI und künstliche Intelligenz generell stark im Kommen. - Autonomes Fahren wird früher realistisch einsatzfähig als erwartet (ab 2027+). - Humanoide Roboter in der Logistik im Aufschwung – besonders für manuelle Lager. - Drohnen in der Logistik: Entwicklung langsamer als erhofft, aber Potenzial bleibt. - Transparenz & Resilienz in Supply Chains ebenfalls stark nachgefragt. Empfehlungen zum Schluss: - Für Corporates: - Hungry for Innovation“: Innovation aktiv fördern. - Nicht alles auf Wirtschaftlichkeit herunterbrechen – Raum für Zukunftsdenken lassen. - Innovationsabteilungen sind gut – noch besser, wenn alle Mitarbeitenden innovativ denken. - Für Startups: - Klarer Use Case und konkreter Business-Nutzen entscheidend. - Vertrieb realistisch planen: Einstieg über Pilotprojekte, Fokus auf einfache Integration. - Richtige Ansprechpersonen finden, kleine Erfolgsschritte aufzeigen. Hilfreiche Links: Future Logistics von startport: https://futurelogistics-startport.de/ Erik Wirsing auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/erik-wirsing/ Knut Alicke auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/knut-alicke/ Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/
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    37 m