Episodios

  • Der erziehende Staat – Von der Nanny zur Gouvernante: Wie die Demokratie auf den Kopf gestellt wird
    Feb 27 2026
    In diesem «deutsch und deutlich» spricht Claudio Zanetti mit dem Journalisten und Buchautor Klaus-Rüdiger Mai (Tichys Einblicke) über die zunehmende Erziehungsfunktion, die der Staat für sich beansprucht. Mai kritisiert, dass Politiker und Behörden die Bürger nicht mehr nur päppeln und hätscheln, sondern sie zunehmend zu einem bestimmten Denken und Handeln zwingen wollen. Dies zeige sich etwa in der Umdeutung von EU-Sanktionen zu erzieherischen Massnahmen gegen missliebige Meinungen oder in der Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Majestätsbeleidigungsparagrafen. Die pädagogische Absicht wird mittlerweile ganz offen bestätigt. Die Gesprächspartner diagnostizieren eine tiefgreifende Störung der Gewaltenteilung. Die Exekutive ermächtige sich selbst, die Judikative werde politisiert (etwa beim Klimaschutz oder der Besetzung des Verfassungsgerichts), und die Legislative trete zugunsten informeller Gremien zurück. Die Corona-Pandemie habe diesen Trend sogar noch beschleunigt. Ursache für diese Entwicklung sei eine abgehobene Elite, die den Kontakt zur Lebenswirklichkeit der Bürger verloren habe. Sie halte sich für berechtigt, über alle Lebensbereiche zu bestimmen – von der Heizung über das Auto bis zur Ernährung. Dabei werde übersehen, dass das Grundgesetz den Bürger vor dem Staat schützen soll, nicht umgekehrt. Besonders problematisch sei der Vorwurf der «Desinformation», mit dem unliebsame Positionen diskreditiert würden, während die schwerwiegendsten Fälle von Desinformation in jüngster Zeit fast ausschliesslich bei den Öffentlich-Rechtlichen vorgekommen sind. Der Staat habe jedoch kein Mandat, über Wahrheit und Unwahrheit zu entscheiden – dies obliege dem gesellschaftlichen Diskurs. Die Kernaufgabe des Staates sei es, Freiheitsrechte zu sichern und Rahmenbedingungen zu schaffen, nicht aber, die Bürger zu bevormunden oder zu einem bestimmten Verhalten zu erziehen. Die zunehmende Selbstermächtigung von Politikern und Behörden sei ein gefährlicher Schritt weg von der Demokratie.
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    31 m
  • Wie gefährlich ist politischer Humor in Deutschland, Herr Titze?
    Feb 20 2026
    In der heutigen Ausgabe von «deutsch und deutlich» geht es um die Lage des Humors in Deutschland und darum, ob auch er bereits von der Politik zerstört wurde. Claudio Zanetti unterhält sich mit dem Humorforscher Dr. Michael Titze, der sich seit den 1970er-Jahren mit den psychologischen und gesellschaftlichen Funktionen von Lachen und Scham beschäftigt.
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    30 m
  • «Erst wenn der Staat unter der Schuldenlast zusammenbricht, wird sich etwas zum Besseren wenden»
    Feb 13 2026
    Im neusten «deutsch und deutlich» spricht Claudio Zanetti mit dem Finanzanalysten und erfolgreichen Podcaster Philip Hopf über machtpolitische und gesellschaftliche Umbrüche sowie den wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands. Hopf erklärt den Erfolg seines früheren Podcasts damit, dass er und sein Partner Themen ansprachen, die im enger werdenden Sagbarkeitskorridor Deutschlands tabuisiert werden: überbordende Kriminalität, Geopolitik, Epstein-Fälle. Gerade die medialen Cancel-Versuche (Spiegel, Stern, FAZ) führten paradoxerweise zu grösserer Reichweite. Aktuell betreibt er mit Dominik Kettner einen neuen Podcast, in dessen erster Folge er unter anderem neue Epstein-Dokumente beleuchtet.
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    31 m
  • Eine richtige Aufarbeitung sieht anders aus – Tom Lausen und Hans-Georg Maassen über die Enquete-Kommission zu «Corona»
    Feb 6 2026
    In der Podcast-Folge von «Deutsch und deutlich!» diskutieren Claudio Zanetti mit den Gästen Tom Lausen (Datenanalyst und Mitglied der Enquete-Kommission) und Hans-Georg Maassen (ehemaliger Verfassungsschutzpräsident) die Aufarbeitung der Corona-Pandemie in Deutschland. Es durften sogar Fragen gestellt werden, die in der Kommission verboten waren… Lausen kritisiert die Enquete-Kommission des Bundestags scharf: Die Mehrheit blockiere eine echte kritische Aufarbeitung und wehre die Ansprache von Fehlern während der Pandemie aktiv ab. Statt Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen, solle die Kommission nur Vorschläge für künftige Pandemien erarbeiten. Beide Experten listen schwerwiegende Vorwürfe auf: • Systematische Falschinformation: Politiker und Behörden hätten wissentlich falsche Aussagen verbreitet – über den angeblichen Tierursprung des Virus (statt des Labors in Wuhan), seine Gefährlichkeit, die Wirksamkeit von Lockdowns und Masken sowie über den Schutz und die Sicherheit der Impfstoffe. • Versagen der Kontrolle: Die Exekutive habe die Legislative entmachtet, das Parlament habe aufgrund fehlender oder falscher Informationen nicht kontrolliert. Die Opposition (AfD) sei mit Falschinformationen behindert worden. • Unverhältnismässige Massnahmen und Hetze: Lockdowns und Pflegeabbruch hätten zu vermeidbaren Todesfällen geführt, insbesondere bei Älteren. Regierungsvertreter hätten durch hetzerische Rhetorik (z.B. Bundespräsident Gauck) eine «Jagd auf Ungeimpfte» befördert. • Datenmanipulation und Vertuschung: Das Paul-Ehrlich-Institut habe seine Pflicht zur aktiven Überwachung von Impfnebenwirkungen vernachlässigt, Daten nicht korrekt ausgewertet und so Sicherheitssignale verschleiert. Corona-Todesfälle seien nicht sauber aufgeklärt worden. • Fehlende Konsequenzen: Es gebe keine ausreichenden Straftatbestände gegen Machtmissbrauch und bewusste Falschaussagen von Regierungsmitgliedern. Als zentrale Lehre fordern Lausen und Maassen: Bei künftigen Pandemien müssen Empfehlungen anstelle von Zwang im Vordergrund stehen. Die Regierung muss wahrhaftig informieren, und die individuelle Entscheidungsfreiheit (z.B. über Impfungen) muss respektiert werden. Die aktuelle Kommission verfehle jedoch ihr Ziel, da sie eine kritische Rückblick-Analyse verweigere.
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    48 m
  • «Sozialismus hat in jeder Variante versagt»
    Jan 30 2026
    Im Interview bei «deutsch und deutlich» zeigt sich Markus Krall sehr angetan von Javier Mileis Auftritt beim WEF und dessen optimistischer Botschaft eines «Windes der Veränderung», der Sozialismus und Kollektivismus hinwegfege. Er sieht weltweit – besonders bei jungen Menschen in Südamerika – ein Erwachen: jahrzehntelange Staatspropaganda, Gaslighting und sozialistische Rezepte seien enttarnt und werden als gescheitert erkannt. Der Lerneffekt komme meist nicht durch Argumente, sondern durch Schmerz und Katastrophe.
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    32 m
  • Sie canceln nicht nur Goethe, sondern alles, was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält
    Jan 23 2026
    In einem Interview bei «deutsch und deutlich» diskutieren Claudio Zanetti und Benjamin Kaiser den Zustand des deutschen Bildungssystems und gesellschaftliche Entwicklungen, die von einem kulturellen Zerfall zeugen. Kaiser, Vater von fünf im Heimunterricht («freien Unterricht») erzogenen Kindern und Autor des Buches «Kulturmarxismus», kritisiert den Verfall der Bildungsstandards. Er verweist auf die deutlich höhere Analphabetenquote heute (ca. 12 Prozent funktionale Analphabeten) im Vergleich zum Kaiserreich (unter 1 Prozent), wo grundlegende Lese- und Schreibfähigkeiten das Ziel waren.
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    29 m
  • Causa «Jacques Baud» – werden wir durch Fake News regiert, Frau Stahl?
    Jan 16 2026
    In der heutigen Folge «Deutsch und Deutlich» spricht Claudio Zanetti mit Professorin Henrieke Stahl. Sie setzt sich für den sanktionierten Schweizer Jacques Baud und andere von EU-Sanktionen betroffene Einzelpersonen ein. Sie kritisiert, dass mit dem neuen Sanktionspaket von 2024 erstmals legale Meinungsäusserungen bestraft werden können, was eine unerhörte Verschärfung und einen Eingriff in die Meinungs- und Informationsfreiheit darstelle.
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    33 m
  • Ist die deutsche Justiz eine politische Justiz, Herr Seidl?
    Jan 9 2026
    Im Gespräch für «deutsch und deutlich» zwischen Claudio Zanetti und dem Politologen und Autor der Sachbuchreihe «Machtübergabe», Andreas Seidl, wird der Fall des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Fischer diskutiert, der wegen angeblicher Bestechung im Zusammenhang mit der «Kaviar-Diplomatie» Aserbaidschans in Untersuchungshaft sass.
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    32 m