Episodios

  • »Die Familie«, Roman von Sara Mesa
    Jan 7 2026

    In dieser Familie gilt ein unumstößliches Prinzip: Es darf keine Geheimnisse geben. Der Vater Damián bestimmt mit Disziplin, Sparsamkeit und der Forderung nach vollständiger Ehrlichkeit den Alltag seiner Frau und der Kinder. Was nach Fürsorge klingt, wird zu einem System stiller Kontrolle. Unter der Oberfläche wachsen Anpassung, Verstellung und leiser Widerstand. In fragmentarischen Szenen zeigt Sara Mesa, wie das Gutgemeinte zum Zwang wird und Erziehung ein Leben lang prägt.

    Valerie Springer: „Leise, analytisch, eindringlich.“

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    5 m
  • »Die echtere Wirklichkeit«, Roman von Raphaela Edelbauer
    Dec 31 2025

    Der Roman erzählt von der philosophischen Aktivistengruppe Aletheia, die für eine absolute Wahrheit kämpft und sich gegen Fake News richtet. Die Gruppe lebt in einem besetzten Haus in Wien und plant künstlerische Aktionen. Erzählt wird aus der Perspektive von Byproxy, einer jungen Rollstuhlfahrerin, die nach einem Unfall obdachlos wird und sich der Gruppe anschließt. In langen Prüfungen erarbeitet sie sich deren Vertrauen und wird zu einer zentralen Figur. Gleichzeitig verbirgt sie eine Schuld aus ihrer Vergangenheit. Während Aletheia ihre große Aktion vorbereitet, geraten sowohl die Erzählerin als auch der Wahrheitsanspruch der Gruppe zunehmend ins Wanken.

    Valerie Springer: „Klug, radikal, beunruhigend

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    5 m
  • Denken statt Scheinsicherheit - Sondersendung zum Jahreswechsel
    Dec 30 2025

    „Denken statt Scheinsicherheit“ ist ein kurzer essayistischer Radiobeitrag, in dem Valerie Springer sich mit Offenheit und Lernfähigkeit beschäftigt und mit der Frage, wie wir mit Unschärfe, Komplexität und vorschnellen Gewissheiten umgehen.
    Ausgangspunkt ist das Konzept der Neuroplastizität, weitergedacht nicht nur als biologischer Ansatz, sondern als innere Haltung.
    Im Zentrum steht das beweglich Bleiben im Denken: ohne Naivität, ohne einfache Antworten, aber mit Verantwortung und Aufmerksamkeit.
    Eine fünfminütige Jahresreflexion, nicht-kommerziell, werbefrei und jenseits von Parolen.

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    5 m
  • »Was wir wissen können«, Roman von Ian McEwan
    Dec 24 2025

    Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, in der Jetztzeit und im Jahr 2119, einer durch Klimafolgen stark veränderten Zukunft. Im Mittelpunkt steht der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe im Jahr 2119, der nach einem verschollenen Gedicht sucht, das der Dichter Francis Blundy vor über 100 Jahren seiner Frau Vivien widmete. Das nur einmal vorgetragene Gedicht wurde zum Mythos. Metcalfes Recherche führt ihn in das Leben des Dichterpaares und zu widersprüchlichen Spuren, die auf eine geheime Liebe und ein Verbrechen hinweisen.

    Valerie Springer: „Dystopisch, nachdenklich, elegant.“

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    5 m
  • »Menschlichkeit. Vom Plan der Humanisierung der Welt«, Philosophisches von Jürgen Goldstein
    Dec 17 2025

    „Die Würde des Menschen ist unantastbar“: Wie dieser Satz entstehen konnte und was er heute bedeutet, untersucht der deutsche Philosoph Jürgen Goldstein. Er zeigt, wie Begriffe wie Bildung, Individualität, Freiheit, Selbstbestimmung und politische Teilhabe sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt haben, oft gegen große Widerstände. Und er entwirft eine Perspektive darauf, wie eine humane Welt auch künftig möglich bleiben kann.

    Valerie Springer: „Klar, tiefgründig, notwendig.“

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    5 m
  • »Twist«, Roman von Colum McCann
    Dec 10 2025

    Twist erzählt vom Journalisten Anthony Fennell, der in Kapstadt an Bord eines Tiefseekabel-Reparaturschiffs geht, um über die unsichtbare Infrastruktur unserer globalen Kommunikation zu berichten. Er trifft auf den rätselhaften Missionschef John Conway, dessen Vergangenheit und innere Brüche ihn immer stärker in ihren Bann ziehen. Als ein massiver Kabelbruch ganz Afrika vom Netz trennt, sticht das Schiff in See und die Reise wird zunehmend zu einer psychologischen Expedition. Zwischen Ozeantiefe, technischer Präzision und menschlicher Verletzlichkeit verdichten sich die Spannungen, bis ein Anschlag auf Conways Frau Zanele alles ins Wanken bringt. Der Roman verknüpft äußere Katastrophe und innere Abgründe zu einer Geschichte über Verbindung, Verlust und die Fragilität der Welt, von der wir leben.

    Valerie Springer: „Tief, atmosphärisch, fesselnd.“

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    5 m
  • Tag der Menschenrechte 2025
    Dec 9 2025

    Valerie Springer untersucht in ihrem Radiobeitrag "Das unvollendete Versprechen", was vom Menschenrechtsversprechen von 1948 geblieben ist, und wie es sich heute im Alltag zeigt. Sie beschreibt die Spannung zwischen globalen menschenrechtlichen Standards und der Verantwortung jedes Einzelnen, im Kleinen Haltung zu zeigen. Für sie beginnen Menschenrechte im Zwischenmenschlichen, im Nicht-Schweigen, ohne dabei den Staat aus seiner menschenrechtlichen Pflicht zu entlassen. Ein persönlicher Beitrag, der Universalität neu und praxisnah denkt.

    Buchempfehlung: „Menschlichkeit. Vom Plan der Humanisierung der Welt“ vom Philosophen Jürgen Goldstein


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    10 m
  • »Die späten Tage« von Natascha Wodin
    Dec 3 2025

    Die 80jährige Natascha Wodin blickt auf ihr Leben zurück und begegnet den körperlichen und seelischen Herausforderungen des Alterns. Im Zentrum steht ihre späte Liebe zu Friedrich, einem ebenfalls alten, schwer kranken Mann, dessen Nächte von Schmerzen, Müdigkeit und der Nähe zum Tod geprägt sind. Die Beziehung der beiden ist von Nähe und Fremdheit zugleich bestimmt, getragen von Zärtlichkeit, Angst und gegenseitiger Verletzlichkeit. Während die Erzählerin den Alltag des Alters mit schonungsloser Klarheit beschreibt, verwebt sie ihre Beobachtungen mit Erinnerungen, Reflexionen und der Frage nach Würde und Sinn am Ende des Lebens. Das Buch ist ein leiser, poetischer Blick auf Vergänglichkeit und auf die Möglichkeit, selbst im letzten Lebensabschnitt noch einmal Liebe zu finden.

    Valerie Springer: „Zärtlich, unbeschönigt, wahr.“

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    5 m
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