Der Löwe und das Einhorn D
Essays, Band 17
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Narrado por:
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Friedrich Frieden
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De:
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George Orwell
Geboren in der ehemaligen britischen Kolonie Indien verlief das Leben von George Orwell alles andere als geradlinig. Er besuchte Schulen in Indien und England, beherrschte mindestens zwei gebräuchliche Sprachen Indiens, arbeitete in diversen Gelegenheitsjobs, trieb sich als Landstreicher in England herum, studierte unter Aldous Huxley, verdiente sich als Polizist in Indien, nahm am spanischen Bürgerkrieg als Freiwilliger auf Seite der Republikaner teil und arbeitete Seite an Seite mit Ernest Hemingway als Kriegsberichterstatter. Als junger Mann stand er zwar kommunistischen Ideen offen gegenüber und in seinen frühen Texten finden sich auch antisemitische Vorurteile, doch mit der Zeit und in reiferen Jahren distanzierte sich Orwell öffentlich und in seinen schriftstellerischen Werken ohne Wenn und Aber von seinen jugendlichen Dummheiten. Womöglich durch die brutale Fremdherrschaft des Empires über Indien und durch Stalins organisierten Staatsterror und Massenmord angewidert, entwickelte er sich zu einem überzeugten sozialistischen Demokraten, der alle Machtorgane von möglichst vielen Menschen organisiert und Machtumsetzung immer auf möglichst vielen Schultern verteilt sehen wollte. Einen großen Teil seiner prosaischen Werke bilden seine Essays ab, hier Teil 17. Darin versucht Orwell ein Gesellschaftsmodell zu skizzieren, das es selbst als „demokratischen Sozialismus" bezeichnet, in welchem Schablonendenken innerhalb der überholten Links-Rechts-Symbolik keine Rolle mehr spielt und jeder Bürger unabhängig von Begleitumständen seiner Geburt die gleichen Chancen und Bildungsmöglichkeiten erhält. Dieser wünschenswerte Zustand soll laut Orwell durch eine teilweise Verstaatlichung gewisser Wirtschaftsbereiche und eine Begrenzung der Menge an privatem Besitzeigentum umgesetzt werden. Darüber hinaus analysiert er den Umstand, dass unter Berücksichtigung des historischen Faktums, dass alle Demokratien der Welt jederzeit und ständig von allen linken und rechten innenpolitischen Kräften angegriffen werden, die Argumente von sogenannten Linken wie Rechten praktisch je nach Bedarf untereinander ausgetauscht werden und das autoritäre Staatswesen der Erbfeind aller freiheitlichen Strukturen ist.
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