Der Historiker in 100 Jahren: Eine Methode zur Gegenwartsanalyse Podcast Por  arte de portada

Der Historiker in 100 Jahren: Eine Methode zur Gegenwartsanalyse

Der Historiker in 100 Jahren: Eine Methode zur Gegenwartsanalyse

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Der Historiker in 100 Jahren: Eine Methode zur Gegenwartsanalyse Der Podcast stellt eine Analysemethode vor, die den Lärm des Tagesgeschehens von langfristig relevanten Entwicklungen trennt. Ausgangspunkt ist die Perspektive eines fiktiven Historikers, der in 100 Jahren auf unsere Gegenwart zurückblickt – und die Frage, welche heutigen Entscheidungen er als folgenreich, welche als bedeutungslos bewerten würde. Dieser Filter, kombiniert mit einem Zwei-Jahres-Horizont als praktischem Mindestmaß für Relevanz, bildet das methodische Fundament der Sendung. Theoretisch stützt sich der Podcast auf Klassiker des 19. und frühen 20. Jahrhunderts – von Marx und Hayek bis Norbert Elias und Paul Virilio – anstatt auf aktuelle Sachliteratur zur Digitalisierung. Die These: Wer verstehen will, wie sich gesellschaftliche Systeme unter technologischem Druck neu ausrichten, lernt mehr aus der Industrialisierung als aus gegenwärtigen Kommentaren. Digitalisierung wird dabei nicht als Thema der Technik behandelt, sondern als Systemtransformation, deren Verlauf und Kosten aktiv mitgestaltet werden können und müssen. - Die Historiker-in-100-Jahren-Perspektive als Methode zur Unterscheidung von Signal und Rauschen - Ethische Verantwortung aus der Fähigkeit zur Antizipation: Wer Entwicklungen erkennt und schweigt, macht sich mitschuldig - Norbert Elias und die strukturelle Weigerung moderner Gesellschaften, über Zukunft nachzudenken - Energie, Information und Logistik als drei Grundparameter gesellschaftlicher Neuausrichtung - Die Notwendigkeit präziser Begriffe: Warum etablierte Kategorien wie „Einzelhandel" oder „links und rechts" für die Analyse des 21. Jahrhunderts ungeeignet sind
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