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Dr. Peter Meyer
4.0 out of 5 stars "..... als wären wir monomane Träumer, Schlafwandler auch am Tage..... "
Reviewed in Germany on January 18, 2023
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Ein historischer Roman ..... Ein psychologischer Roman .... Ein esoterischer Roman ?
Ein Junge, ein junger Mann vom Land, ein "Hinterwäldler" flieht spontan aus seinem bisherigen Leben als Roßknecht. Heraus aus der fast archaischen Ordnung eines abgelegenen Bauernhofs hinein in die Welt der Metropole, ins Zentrum der habsburgischen Vielvölkerwelt - Wien zu Beginn des 20sten Jahrhunderts.
Alles stürzt auf ihn ein, die Menschenvielfalt, neue Technik, Verkehr, Denkmodelle, Lebensgeschichten und -philosophien.
Und es ist der Tag vor Beginn des 1. Weltkriegs.
Wir lesen von Wien, seiner Geschichte, dem babylonischen Völkergemisch, der Weltstadt, der Eleganz und der Armut und Verdorbenheit. Und von Hans Ranftler, dem Außenseiter: "Niemand, den er kannte, war je in Wien gewesen."
Wie dieser Stadt sich nähern, wie dieser Zeit, wie soll man begreifen, was sich dort abspielt ?
Hier legt die Autorin Raphaela Edelbauer eine zweite Romanebene unter die erste. Das Wien der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war das Zentrum der Psychologie, des Okkulten wie der beginnenden Wissenschaft. Vom Mesmerismus hergekommen, hin zu Freud, Carl Gustav Jung oder Gustave Le Bon. Es war Aufbruch, Aufbruch der Frauen hin zu einem selbstbestimmten Leben, Aufbruch der Sexualität heraus aus einer verklemmten Vergangenheit. Aber das Interessanteste war der Abgrund der menschlichen - und der gesamtgesellschaftlichen - Psyche.
Also führt uns Edelbauer zusammen mit Hans hinab in die Wiener Unterwelt, und gleichzeitig in den düstern Abgrund unserer Seele. Ein dunkler Sumpf, irreal, erdrückend, der alles zu sich hinabzieht. Und nur der Analytiker konnte helfen - dem Einzelnen, nicht der "Masse".
Denn die Masse geht den Weg des Irrationalen - Nicht die Menschen bringen die Ideen in die Welt, im Gegenteil ".... daß sich die Ideen die Menschen zu eigen machen". Die Idee ist das Primäre, die Menschen auf Ihrer Suche folgen Ihr. Volkskörper, Nation, Vaterland, der Kaiser, Österreich ..... es ist Krieg.
In einem mathematisch-philosophischen Essay versucht die Autorin - in Person ihres Alter Ego Klara - dieses massenpsychologische Phänomen noch durch klare Regeln einzuhegen, nur um eben dadurch doch im Bereich des irrationalen, des INKOMMENSURABLEN zu stranden. "Zeichne ein rechtwinkliges Dreieck der Seitenlänge 1" - da ist es dann schon, das "Inkommensurable" (die Hypotenuse als Quadratwurzel aus 2 ist eine irrationale Zahl = nicht durch ganze Zahlen oder Brüche aus ganzen Zahlen darstellbar).
Österreich - und die Welt - gerät in den Krieg, die Wissenschaft in Form der Psychologie erweist sich als Popanz. Wortgeklingel, wirkungslos.
Die "Inkommensurablen" von Raphaela Edelbauer ist ein durch und durch österreichischer Roman. Provokativ möchte ich sagen: ein Heimatroman. Ja - ganz wunderbar.... und unverständlich. Ein Meisterwerk mit begrenzter Lesbarkeit. Zweifellos ein literarisches Ereignis - aber der Leser ist nahezu erschlagen.
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Dieter Breymann
4.0 out of 5 stars Die letzte Nacht der Menschheit. Guter aber überkonstruierter Roman.
Reviewed in Germany on January 31, 2023
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Raphaela Edelbauer, Die Inkommensurablen.

Raphaela Edelbauer, schreibt in diesem Roman über die emotionale Stimmungslage im Wien am Vorabend des Ausbruchs des 1. Weltkriegs am 1. August 1914.

Der Pferdeknecht Hans kommt am 31. Juli 1914 in Wien an. Die Stadt steht unter dem Eindruck des unmittelbar bevorstehenden 1. Weltkriegs. Menschenmassen wälzen sich durch die Stadt. Es herrscht Begeisterung. Junge Männer sammeln sich vor den Musterungsbüros. Diese Stimmung soll den ganzen Roman prägen.

Hans glaubt, dass Menschen oft gerade das aussprachen, was er Bruchteile zuvor selbst gedacht hatte. Deshalb sucht er in der damaligen Hauptstadt der Psychoanalyse eine bestimmte Psychoanalytikerin auf, von der er Erklärungen für seine Eigenschaft erhofft. Dort angekommen lernt er die aus dem Lumpenproletariat stammende angehende Mathematikerin Clara und den aus der Oberschicht kommenden Adam kennen. Gemeinsam streifen sie durch die Nacht in der Stadt, die schon unter dem Eindruck der begeisterten Kriegserwartung vibriert. „Eine Million neunzehnjähriger Witwen würde bald Europa bevölkern. Aber still!-Heute Nacht hatte man Ruhe davon: Man liebte sich hastig und ungelenk, schlaflos und juliverschwitzt. Man glaubte wenigstens einmal aus dem geschöpft zu haben, was morgen dem Kaiser gehören würde: aus diesen noch kindlichen, buben- und mädchenhaften Körpern.“
Durch diese so gestimmte Stadt begleiten wir die drei auf ihrem nächtlichen Streifzug bis in die alptraumhafte Unterwelt Wiens, in der sich bisher streng gegebene Sexuelle Grenzen aufzulösen scheinen.

In diesen vermeintlich kurzen 24 Stunden fasst die Autorin so viele damals den Zeitgeist prägende kulturelle und gesellschaftliche Diskurse, dass dem Leser der Kopf kreist. Sei es Schönbergs Zwölfton-Musik, die Auseinandersetzung über die Bedeutung der Psychoanalyse oder der Mathematik Auch die beginnenden klassenspezifischen Auseinandersetzungen werden erörtert. Diese werden auch symbolisiert durch die aus völlig unterschiedlichen Schichten stammenden Hauptfiguren. Dass diese nicht zusammengehören und zusammenpassen macht schon der mathematische Begriff des Romantitels deutlich. Nur am Rande sei erwähnt, dass die weibliche Hauptfigur genau über inkommensurable Zahlen forscht.

Nicht umsonst wurde Edelbauer von der Kritik vorgeworfen, dass in diesem Roman zu viel konstruiert erscheint, sei es die Gruppe der nicht zusammenpassenden Hauptfiguren, die Ereignisse bei einer Schönberg-Probe und auch die Diskussionen unter den Protagonisten selbst in einer Sprache, die diese schon wegen ihrer sozialen Herkunft nie gesprochen hätten.

Diese Kritikpunkte sind alle nicht ganz unberechtigt, gleichwohl schafft es die Autorin mit enormer Sprachkraft dieser entscheidenden Nacht eine Stimme zu geben, der „letzten Nacht der Menschheit“.
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Frank
3.0 out of 5 stars Tatsächlich ?
Reviewed in Germany on June 29, 2023
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Ich fand das Buch wg. der Rezensionen interessant, gekauft. Was soll ich sagen, einerseits schräg, aber völlig überhyped. Tja, wieder 1cm im Bücherregal mehr, auf das sich meine Erben evtl. freuen können
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Ulrike B
2.0 out of 5 stars Naja
Reviewed in Germany on May 25, 2023
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Starker Anfang, der zum Weiterlesen animiert. Dann flacht die Geschichte ab und man kämpft sich durch. Sie endet im Unendlichen …
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